Frau(en) der Woche:

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Zora Neale Hurston

English

zora neale hurston

geboren am 7. Januar 1891 in Notasulga, Alabama
gestorben am 28. Januar 1960 in Fort Pierce, Florida

US-amerikanische Schriftstellerin, Anthropologin und Volkskundlerin
55. Todestag am 28. Januar 2015


Zora Neale Hurston war zwischen 1920 und 1950 die produktivste schwarze Schriftstellerin in den USA: In ihren Romanen, Erzählungen und Essays hat die Vormutter einer ganzen Generation von schwarzen Autorinnen die Atmosphäre und Kultur des ländlichen schwarzen Amerika festgehalten und gefeiert. Hurston wurde in einer traditionsbewussten und -reichen, rein schwarzen Gemeinschaft geboren. Ihr Vater war Baptistenprediger und Bürgermeister der kleinen Stadt; ihre Mutter gebar acht Kinder und ermutigte ihre lebhafte und frühreife Tochter, »to jump at de sun«. Nach dem Tod der Mutter – Zora war neun – wusste Zora, dass ihre Kindheit vorüber war. Mit 14 verließ sie ihr …

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Alice Neel

Alice Neel

geboren am 28. Januar 1900 in Merion Square, Pennsylvania
gestorben am 13. Oktober 1984 in New York

US-amerikanische Malerin
115. Geburtstag am 28. Januar 2015


Die Bilder der Malerin Alice Neel wurden selten gekauft, da sie niemals ihren Modellen schmeichelte. Ihre ungeschminkten Porträts wurden als bedrückend und schockierend empfunden, doch blieb sie ihrem realistisch-expressiven Stil jahrzehntelang treu. Sie sagte sich früh von ihrer wohlhabenden Familie los und ging nach dem Studium Ende der 1920er Jahre nach New York, heiratete einen kubanischen Studenten und zog später ihre zwei Söhne allein groß. Ihr Leben verlief sehr bewegt und meistens tragisch, sie verlor eins ihrer drei Kinder, hatte mehrere unglückliche Männerbeziehungen und unternahm nach einem Nervenzusammenbruch einen Selbstmordversuch; doch immer malte sie – Stadtlandschaften und ihre BewohnerInnen, Porträts …

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Marie Fillunger

Frauenbild

geboren am 27. Januar 1850 in Wien
gestorben am 23. Dezember 1930 in Interlaken

österreichische Sängerin
165. Geburtstag am 27. Januar 2015


“Mein Genchen, ich habe physische Schmerzen so viele Meilen zwischen uns zu denken… man müßte endlich einmal fliegen können, wenn ich das könnte so sähst Du mich heute noch bei Dir ... Heute sind es acht Tage, daß Du fort bist, so muß noch manche Woche vergehen, bis ich Dich wieder habe… Ich habe mich an Deinen Küssen satt und durstig getrunken und dieser Durst brennt mir nun in tiefster Seele. Der Brand wird nicht erlöschen, bis Deine Lippen mich berühren”. Solche Briefe von Frau zu Frau sind im 19. Jahrhundert nur selten überliefert. Sie strafen das Märchen Lügen, wonach …

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Jacqueline du Pré

Jacqueline du Pré

geboren am 26. Januar 1945 in Purley, Oxford
gestorben am 19. Oktober 1987 in London

englische Cellistin
70. Geburtstag am 26. Januar 2015


Etwa vor 40 Jahren, ein Cellokonzert im Radio: Ein blühender, gesanglicher Ton von unerhörter Intensität und eine leidenschaftliche Interpretation, die ganz anders war als alles, was ich bis jetzt aus dem Konzertsaal, z.B. von dem noblen Pierre Fournier, gewohnt war: Jacqueline du Pré! Kaum über zwanzig war sie. Als Vierjährige bekam sie den ersten Cellounterricht, gewann mit elf das renommierte Suggia-Stipendium, war Meisterschülerin von Casals, Tortelier und Rostropowitsch – ein »Wunderkind«. Sie musizierte mit den besten Dirigenten und Orchestern sowie, auch kammermusikalisch, einer Anzahl nur wenig älterer aber ebenso bekannter Solisten. Und wer je ein Konzert mit ihr hörte, war …

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Henriette Goldschmidt

Frauenbild

geboren am 23. November 1825 in Krotoschin bei Posen
gestorben am 30. Januar 1920 in Leipzig

deutsche Sozialpädagogin
95. Todestag am 30. Januar 2015


Zum Tode von Henriette Goldschmidt am 30. Januar 1920 verfaßte Helene Lange, die bedeutendste Vertreterin der Frauenbewegung um die Jahrhundertwende, einen Nachruf. Sie würdigte die Verstorbene in knappen Worten und verhaltenem Ton. Dabei verwies sie hauptsächlch auf die frühe Zugehörigkeit Henriette Goldschmidts zur Frauenbewegung und auf ihre Beteiligung an der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) hin. Ihr eigentliches Lebenswerk, die Etablierung einer “Hochschule für Frauen” in Leipzig, erwähnte Lange nur kurz und fügte die Bemerkung hinzu: “Es ist hier nicht die Stelle, den Gedanken kritisch zu werten.” Als begeisterte Anhängerin der Froebelschen Pädagogik sollte nach den Vorstellungen von Henriette …

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Mary Ward

Frauenbild

geboren am 23. Januar 1585 in Old Mulwith bei Ripon
gestorben am 30. Januar 1645 in Hewarth

englische Ordensgründerin und Bildungsreformerin
370. Todestag am 30. Januar 2015


Sie ist das erste von sechs Kindern eines Ehepaars aus dem Landadel. Die Familie hält am katholischen Glauben fest und sieht sich darum Schikanen und Verfolgungen von seiten der anglikanischen Staatskirche ausgesetzt. Dies und die Strenge der Eltern prägen Mary (ihr Taufname war Jane, bei der Firmung nimmt sie den Namen Mary an) unauslöschlich; sie entschließt sich zum Klosterleben. Da die Abteien in England aber aufgelöst sind, reist sie 1606 nach Frankreich und wird Laienschwester in St. Omer. Unzufrieden mit ihren Aufgaben, gründet sie vom Geld ihres Erbteils ein eigenes Klarissenkloster in Gravelines. Doch 1609 kehrt Mary, abermals in ihren …

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Sophie Charlotte Königin in Preußen

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geboren am 30. Oktober 1668 in Iburg bei Osnabrück
gestorben am 1. Februar 1705 in Hannover

310. Todestag am 1. Februar


Ihr blieb für all ihre vielfältigen Interessen wenig Zeit. Am 1. Februar 1705 starb Sophie Charlotte im Alter von nur 36 Jahren in Hannover an Lungenentzündung. Eigentlich hatte sie dort mit ihrer Familie den Karneval verbringen wollen. Dem herbeigerufenen Priester erklärte sie ruhig, daß sie seiner nicht bedürfe; sie sei auf den Tod vorbereitet. Sie starb im Kreis ihrer Familie – ihre Mutter überlebte sie um neun Jahre. Schon als sie am 30. Oktober 1668 auf die Welt kam, hatte die Mutter, Sophie von der Pfalz, verheiratet mit Ernst August, dem späteren Kurfürsten von Hannover, Großes mit ihr vor. Eine …

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Hedwig Dohm