Frau(en) der Woche:

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Greta Garbo

Greta Garbo

geboren am 18. September 1905 (1903, 1906?) in Stockholm
gestorben am 15. April 1990 in New York

schwedisch-amerikanische Filmschauspielerin
25. Todestag am 15. April 2015


Wie aus Greta Gustafsson, dem Arbeiterkind mit dem ununterdrückbaren Hang zum Theater, Greta Garbo und schließlich »die Garbo«, »die Göttliche« wurde, ist die Geschichte einer großen Karriere, einer Selbst-Zerstörung und einer mythischen Fiktion. Mauritz Stiller entdeckte sie; er wird ihr Mentor, ihr Dompteur, »der alles aus ihr herauslockte, was er in ihr vermutete«: »Ich bin gnadenlos mit ihr. Und wenn sie ihre größte Kleinheit erreicht hat, dann ist ihre schauspielerische Leistung am größten.« Zwei Jahre darauf debütiert Garbo in Hollywood. Sie konnte, selbst, wenn sie nachweislich geistesabwesend, erschöpft oder gelangweilt war und sogar durch das bewusste Fehlen jeglichen Gesichtsausdrucks – …

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Emmy Noether

emmy noether

geboren am 23. März 1882 in Erlangen
gestorben am 14. April 1935 in Bryn Mawr, Pennsylvania

deutsche Mathematikerin
80. Todestag am 14. April 2015


An dem “Fall Noether” läßt sich die grausame Borniertheit der deutschen Männer-Universität exemplarisch nachweisen. “Als Emmy Noether 1935 ... starb, galt sie nicht nur als Begründerin der modernen axiomatischen Algebra, sondern als die bedeutendste Mathematikerin, die je gelebt hat, und an dieser Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert”, schreibt ihre Biographin Tollmien. Aber die geniale Mathematikerin bekam an deutschen Universitäten nie mehr als einen kleinen Lehrauftrag. Sie starb mit 53 Jahren im amerikanischen Exil. Emmy war das erste Kind von Ida Amalia Noether und Max Noether, der an der Universität Erlangen Mathematik lehrte. Auf Emmy folgten noch drei Brüder. …

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Sybille Schmitz

Sybille Schmitz

geboren am 2. Dezember 1909 in Düren
gestorben am 13. April 1955 in München

deutsche Schauspielerin
60. Todestag am 13. April 2015


Die Eltern – der Konditor Schmitz und seine Frau hatten eine gut katholische Erziehung für ihre Tochter vorgesehen – und auch die frommen Nonnen werden nicht erbaut gewesen sein: Das Theaterspielen in der Schule sollte nicht mehr als eine schöne Nebensache sein! Vielleicht ist es nur eine vorübergehende Schwärmerei, mögen sie gehofft haben, aber die Fünfzehnjährige lässt sich nicht beirren. Sie erkämpft sich den Besuch einer Schauspielschule in Köln, nach kaum einem Jahr Unterricht – das Geld für die Reise muss sie sich leihen – spricht sie bei Max Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin vor. Er engagiert sie sofort …

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Anna Ancher

Frauenbild

geboren am 18. August 1859 in Skagen
gestorben am 15. April 1935 in Skagen

dänische Malerin
80. Todestag am 15. April 2015


Anna Anchers außergewöhnliche Künstlerinnenkarriere beginnt, als skandinavische Maler Skagen, die nördlichste Stadt Dänemarks, für ihre vom französischen Impressionismus inspirierte Freiluftmalerei entdecken und der Gasthof, den die Eltern Ane Hedvig und Erik Brøndum betreiben, zu ihrem Treffpunkt wird. Anna, die dort als jüngste Tochter mit fünf Geschwistern aufwächst, ist fasziniert von den Zeichnungen und Skizzen der Künstler. Unterrichtet und unterstützt von den dänischen Malern Karl Madsen und Michael Ancher, den sie 1880 heiratet, entdeckt die Zwölfjährige diese männliche Domäne der Kunst für sich. Während Frauen erst ab 1908 an der Kopenhagener Akademie Kunst studieren dürfen, ermöglichen die Eltern der Fünfzehnjährigen in …

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Juana Inés de la Cruz

Sor Juana Inés de la Cruz

geboren am 12. November 1648 in San Miguel Nepantla
gestorben am 17. April 1695 in Mexico City

mexikanische Nonne, Dichterin, Universalgelehrte
320. Todestag am 17. April 2015


Juana, uneheliches Kind einer Kreolin, lernte mit drei Jahren lesen und studierte mit unersättlichem Wissensdurst gelehrte Werke der Philosophie, Astronomie und Medizin. 16jährig kam sie an den Hof der spanischen Vizekönigin, die das schöne, begabte Mädchens bewunderte und förderte. Juana schrieb unzählige Gedichte und Stücke, zumeist Auftragsarbeiten, für Hof und Kirche. Mühelos flossen ihr die anmutigen, phantasievollen Verse aus der Feder. Was hat nun Juana bewogen, das glanzvolle Leben am Hofe plötzlich aufzugeben, um Nonne zu werden? Da sie weder Geld noch Familie, auch keinerlei Neigung zum Heiraten hatte, suchte sie im Alter von 20 Jahren Versorgung und Geborgenheit im …

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Karen Blixen

Karen Blixen

geboren am 17. April 1885 in Rungstedlund (bei Kopenhagen)
gestorben am 7. September 1962 in Rungstedlund

dänische Schriftstellerin
130. Geburtstag am 17. April 2015


»Der Wind weht im Hochland beständig aus Nordnordost. Es ist der gleiche Wind, den sie unten an den Küsten Afrikas und Arabiens den Monsun nennen, der Ostwind, König Salomons liebstes Roß. Hier oben spürt man ihn nur, als wär’s der Widerstand der Luft, gegen den die Erde ostwärts durch den Raum rollt« – keine andere Europäerin hat die Schönheit des kenianischen Hochlands so poetisch, so eindringlich beschrieben wie die dänische Schriftstellerin Karen Blixen, die dort, am Fuße der Ngonghills, ihre Seelenheimat gefunden hatte. Sie empfand eine mystische Verbindung zur Natur und den Wildtieren (»hier bin ich, wo ich sein sollte«) …

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Élisabeth Vigée-Lebrun

Élisabeth Vigée-Lebrun

geboren am 16. April 1755 in Paris
gestorben am 30. März 1842 in Paris

französische Malerin
260. Geburtstag am 16. April 2015


Schön war sie, rasend erfolgreich obendrein, nur leider unglücklich liiert. Mit 20 war Elisabeth Vigée wirtschaftlich unabhängig und heiratete den Kunsthändler Lebrun, der das ungeheure Vermögen, das sie mit der Porträtmalerei verdiente, im Nu am Spieltisch und im Puff verprasste. Diese Liaison war es auch, die ihr 1783 die Wahl in die Académie Royale erschwerte – die Aufnahme von Kunsthändlersgattinnen war nicht gestattet –, und erst die Protektion Marie Antoinettes verhalf ihr zur wohlverdienten Mitgliedschaft. Die Beziehungen zum Hof zwangen sie dann 1791 zur Flucht. Sie lebte in verschiedenen Kunstmetropolen wie Rom, Neapel, Wien und St. Petersburg. Die exotischen Orte …

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Marie Tussaud

Marie Tussaud

geboren am 7. Dezember 1760 (eigene Aussage) oder 1761 (Taufurkunde) in Straßburg
gestorben am 18. April 1850 in London

Wachsbildnerin, Unternehmerin
165. Todestag am 18. April 2015


Dem Namen nach entstammte Marie Tussaud, geborene Grosholtz, einer Familie von Scharfrichtern. Wahrscheinlicher ist, dass sie das uneheliche Kind des Anatomen Philippe Curtius war, der sie und ihre Mutter 1768 zu sich nach Paris holte. Curtius lehrte sie die Kunst des Wachsmodellierens und die Vermarktung seiner Ausstellungen. Er verriet ihr auch sein Geheimrezept, mit dem sie die Färbung der menschlichen Haut täuschend echt imitierte. Der Wachssalon erfreute sich großer Beliebtheit, ein dreidimensionales Sensationsblatt, das die Lust nach Grusel und neuesten höfischen Trends stillte. Zu ihren besten frühen Arbeiten gehören die Wachsköpfe von Voltaire, Franklin und Rousseau, gern gesehene Tischgäste im …

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Lucrezia Borgia

Lucrezia Borgia

geboren am 18. April 1480 in Subiaco oder Rom
gestorben am 24. Juni 1519 in Ferrara

spanisch-italienische Papsttochter und Fürstin
435. Geburtstag am 18. April 2015


Frühe Femme fatale oder Spielball männlicher Machtinteressen? Lucrezia Borgia spaltete schon ihrerzeit die Gemüter; zweifellos ging die Mehrheit ihrer ZeitgenossInnen von ersterem aus. Selbst bis heute wird ihr Name nicht nur als Synonym für eine über Leichen gehende Intrigantin, Ehebrecherin und Giftmischerin verstanden – und das keineswegs nur in der Donizetti-Oper Lucrezia Borgia nach der Romanvorlage von Victor Hugo – sondern er steht vor allem für Inzest und tabulose sexuelle Ausschweifungen: Filmtitel wie Die heißen Nächte der Lucrezia Borgia, Die Sünden der Lucrezia Borgia, Lucrezia Borgia, l’amante del diavolo oder Lucrezia Borgia – Satanstochter im Vatikan sprechen für sich. Zwischen …

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Hedwig Dohm