Anna Magnani

(La Magnani; Nannarella [Spitzname])

geboren am 7. März 1908 in Rom
gestorben am 26. September 1973 in Rom

italienische Schauspielerin

100. Geburtstag am 7. März 2008


BiografieZitateLinksLiteratur


Biografie

Anna Magnani verkörpert wie keine andere Schauspielerin die Seele und das Lebensgefühl Italiens. Fern von Glamour spielt sie einfache Frauen aus dem Volk, die um ihre Liebe, ihr Glück, ihre Kinder leidenschaftlich kämpfen und auch scheitern.

Filme mit Anna Magnani

Untrennbar ist ihr Leben mit Rom verbunden. Unehelich geboren, wächst sie in ärmlichen Verhältnissen bei der Großmutter in Trastevere auf. Ihre sehr junge Mutter, die in Ägypten ihr Glück suchte, lernt Anna erst mit neun Jahren kennen, ihren Vater nie. Mit achtzehn beginnt sie eine Schauspielausbildung, die sie mit Auftritten in Nachtlokalen finanziert (ihre Spezialität sind römische Gassenhauer). Noch vor dem Abschluss erwirbt sie in mehreren der bekanntesten Wanderbühnen der Zeit eine gründliche Theatererfahrung.

Magnani ist äußerst vielseitig: ihr Repertoire umfasst Komödien, Singspiele, Tragödien von der Klassik bis in die Moderne. Erste kleine Filmrollen folgen.

1942 kommt ihr Sohn Luca zur Welt, den Magnani allein aufzieht und auf den sie nach seiner Polioerkrankung immer wieder Rücksicht nimmt. Ein Meilenstein in Annas Karriere ist der Film Roma città aperta, von Roberto Rossellini 1945 unter großen Schwierigkeiten im Nachkriegsrom gedreht. Ein bedrückender Film, der den Alltag der RömerInnen unter deutscher Besatzung zeigt: Widerstand, Verrat, Folter.

Filme mit Anna Magnani

Rossellini und Magnani erleben eine stürmische Liebesaffäre. Weitere gemeinsame Filmprojekte folgen, bis Rossellini eine Beziehung mit Ingrid Bergman beginnt. Magnani stürzt sich tief verletzt in die Arbeit. Filme unter der Regie von Luchino Visconti oder Jean Renoir machen sie auch international bekannt, Hollywood wird auf sie aufmerksam. Tennessee Williams, der sein Theaterstück Die tätowierte Rose zu einem Filmdrehbuch umgearbeitet hat, kommt mit seinem Agenten persönlich nach Rom, um Magnani, seine Traumbesetzung, für die Hauptrolle zu gewinnen. Für ihre überzeugende Interpretation bekommt Anna 1955 als erste Italienerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Trotz der großen Filmerfolge (unvergesslich ist Magnani als Mamma Roma in dem gleichnamigen Film von Pier Paolo Pasolini) gehört ihre Liebe dem Theater. In den 60er Jahren steht sie wieder öfter auf der Bühne. Ihren letzten Filmauftritt hat sie in Fellinis Roma. In einer kurzen Sequenz am Schluss spielt sie sich selber. Es wird ihr Vermächtnis. Mit nur 65 Jahren stirbt Magnani an Krebs. Ganz Italien trägt Trauer und Tausende begleiten sie zu ihrer letzten Ruhestätte.

Adriane von Hoop

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Zitate



I never saw a more beautiful woman, enormous eyes, skin the color of Devonshire cream.
(Tennessee Williams, gefunden hier)



Die Männer wünschen sich eine Frau, mit der man Pferde stehlen kann. Frauen wünschen sich Männer, mit denen man ein Auto kaufen kann.
(Anna Magnani, gefunden hier)



Wenn Männer sich mit ihrem Kopf beschäftigen, nennt man das denken. Wenn Frauen das gleiche tun, heißt das frisieren.
(Anna Magnani, gefunden hier)

Filme mit Anna Magnani



Der ideale Mann: der Mann, von dem alle Frauen träumen und den keine kennt.
(Anna Magnani, gefunden hier)



Eine geschiedene Frau: eine Frau, die geheiratet hat, um nicht mehr arbeiten zu müssen, und jetzt arbeitet um nicht mehr heiraten zu müssen.
(Anna Magnani, gefunden hier)



Der Alltag der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten.
(Anna Magnani, gefunden hier)



Vielleicht wäre es gut, wenn die Welt von Katzen regiert würde. Dann gäbe es in den höchsten Ämtern endlich ausreichend Klugheit, Instinkt, Einfühlungsvermögen, Beharrlichkeit und Energie.
(Anna Magnani, gefunden hier)

Filme mit Anna Magnani



Ein Mann am Steuer eines Autos ist ein Pfau, der sein Rad in der Hand hält.
(Anna Magnani, gefunden hier)


Die Fantasie der Männer reicht bei weitem nicht aus, um die Realität Frau zu begreifen.
(Anna Magnani, gefunden hier)



In der Liebe verbindet der moderne Mann die Gefühlswärme eines Computers mit der Behutsamkeit eines Jumbo-Jets.
(Anna Magnani, gefunden hier)

Filme mit Anna Magnani

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Links

Find A Grave Memorial – Anna Magnani 1908


1 Find A Grave Memorial: Anna Magnani (1908 - 1973). Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

Google Buchsuche – Anna Magnani


2 Google Buchsuche: Anna Magnani. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

Internet Movie Database – Anna Magnani


3 Internet Movie Database: Anna Magnani. Kurzbiografie, Filmografie, Auszeichnungen, Fotos. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

Kastner – 07.03.1908


4 Kastner, Bernhard: 07.03.1908 – Anna Magnani geboren. Biografie. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

New York Times – Movies and People Results


5 New York Times: Movies and People Results for Anna Magnani. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

prisma-online.de – Anna Magnani


6 prisma-online.de: Anna Magnani. Biografie mit vielen Links. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

Wikipedia – Anna Magnani


7 Wikipedia: Anna Magnani. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

Wikipedia (engl.) – Anna Magnani


8 Wikipedia (engl.): Anna Magnani. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

Wikiquote – Anna Magnani


9 Wikiquote: Anna Magnani. Zitate. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

WorldCat – Anna Magnani


10 Anna Magnani. Weitere Bücher (italienisch) über Anna Magnani als Ergänzung zu den Literaturangaben in der Fembiografie. Zusammengestellt von Almut Nitzsche. WorldCat. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

YouTube – Anna Magnani


11 YouTube: Anna Magnani. Videoclips. Zuletzt geprüft am 16.02.2008.

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Literatur


Quellen



Hochkofler, Matilde (2005): Anna Magnani. Lo spettacolo della vita. Roma. Bulzoni (Collana Stelle filanti, 58). ISBN 88-7870-052-5.
(Suchen bei Eurobuch | WorldCat)

Hochkofler 2005 – Anna Magnani

Hochkofler, Magnani 2003 – Ciao Anna

Pistagnesi (Hg.) 1989 – Anna Magnani



Hochkofler, Matilde; Magnani, Luca (2003): Ciao Anna. Ausstellungskatalog. Roma. Ed. Interculturali. ISBN 88-88375-51-1.
(Suchen bei Eurobuch | WorldCat)



Pistagnesi, Patrizia (Hg.) (1989): Anna Magnani. Milan. Fabbri (Cinéma – singulier). ISBN 2-85-850493-8.
(Suchen bei Eurobuch | WorldCat)


Weiterführende Literatur

Noël 2007 – Anna



Fallaci, Oriana (1968): The egotists. Sixteen surprising interviews. Darin: Anna Magnani. Tragic mother. Chicago. Henry Regnery Company.
(Suchen bei Amazon | Eurobuch | WorldCat)



Noël, Bernard (2007): Anna – nicht die, die ihr denkt. Roman. (=La langue d’Anna). Aus dem Französischen von Angela Sanmann. Berlin. Matthes & Seitz. ISBN 978-3-88221-895-4.
(Suchen bei Amazon | Eurobuch | WorldCat)

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