Ginger Rogers

(Virginia Katherine McMath [eigentlicher Name])

geboren am 16. Juli 1911 in Independence, Missouri
gestorben am 25. April 1995 in Rancho Mirage, Kalifornien

amerikanische Schauspielerin, Tänzerin
100. Geburtstag am 16. Juli 2011


BiografieZitateWeblinksLiteratur & QuellenBildquellen


Biografie

Ihr Lieblingscartoon zeigt ein Plakat Fred Astaire – Film Festival, davor eine Frau, die zu zwei bewundernd blickenden Männern sagt: »Sicher war er großartig, aber vergesst nicht, dass Ginger Rogers alles, was er machte, ebenfalls tat – nur rückwärts und auf hohen Absätzen.«

Cartoon zu Astaire und Rogers

Viele sehen in Rogers nur die Partnerin von Fred Astaire und vergessen dabei, dass sie eine der langlebigsten Filmkarrieren erreichte. Ginger hatte sich schon in etlichen Filmen einen Namen gemacht, bevor sie 1933 in Flying down to Rio das erste Mal mit Astaire tanzte und sang. Die beiden waren als Tanzpaar so erfolgreich, dass insgesamt zehn Musicalfilme entstanden, die zum Überleben des kleinen, finanzschwachen RKO-Studios in den 1930er Jahren beitrugen.

Bei jedem neuen Film entwickelten Rogers und Astaire zusammen mit einem Choreographen bei einem ersten spielerischen Treffen die artistischen, zum Teil halsbrecherischen Tanzszenen. Die besten Ideen dabei hatte oft genug Ginger Rogers.

Ginger Rogers

Neben der Arbeit mit Astaire drehte Rogers weiterhin Filme mit anderen PartnerInnen, z.B. Janet Gaynor, Katherine Hepburn, Mary Astor, William Powell oder James Stewart (um nur einige zu nennen). Sie war es auch, die 1939 die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Astaire beendete; sie wollte sich ernsthafteren Rollen zuwenden. Ein Jahr später wird ihre mutige Entscheidung mit einem Oscar als beste Hauptdarstellerin im Filmdrama Kitty Foyle belohnt.

Die erfolgreiche Karriere verdankt Rogers ihrer Mutter Lela, die als Filmkritikerin für Zeitungen schrieb, bevor sie selber als Drehbuchautorin nach New York und Hollywood ging. Behutsam führt sie die Tochter an das Filmgeschäft heran und bleibt lebenslang ihre Beraterin und Beschützerin.

Rogers ist wie ihre Mutter eher konservativ und tief religiös. Beide Frauen sind Anhängerinnen der Christian Scientists, einer von Mary Baker Eddy ins Leben gerufenen Bewegung.
Beide Frauen können sich jedoch in der harten, von Männern dominierten Filmwelt durchsetzen. Geschickt und knallhart im Verhandeln von Verträgen ist Rogers Mitte der 1940er Jahre eine der bestbezahlten SchauspielerInnen Hollywoods. Ebenso erfolgreich spielt sie nach ihrem Rückzug vom Film am Broadway in Musicals wie Mame oder Hello Dolly.

Erholung findet Ginger Rogers beim Malen, Zeichnen und Bildhauern. Sie hat Freude daran, in den Drehpausen die Atmosphäre am Set zu skizzieren. Einige Gemälde sind auf ihrer Website (www.gingerrogers.com) zu sehen.

Schon 1940 hat Rogers im Süden Oregons eine große Farm erworben, die Rogers Rogue River Ranch. Dort stirbt sie 1995 an Herzschwäche.

Ginger Rogers

Rogers verkörperte das amerikanische Mädchen von nebenan, mit dessen Sorgen und Nöten sich viele Zuschauerinnen identifizieren konnten. Und aus dessen Erfolgen sie Trost schöpften. Es ist tragisch, dass Ginger privat nicht das ersehnte Glück in der Liebe vergönnt war. Sie war fünfmal verheiratet, die längste Ehe hielt gerade acht Jahre.

 

Adriane v. Hoop

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Zitate

My mother told me I was dancing before I was born. She could feel my toes tapping wildly inside her for months.

After all, it’s not as if we were Abbott and Costello. We did have careers apart from each other.
(On her partnership with Astaire)

 

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Links

Ginger Rogers Official Website
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Ginger Rogers at Reel Classics. Seite (engl.) mit umfangreichen Informationen und vielen Bildern.
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Backwards In High Heels. Seite zum Musical über Ginger Rogers (engl.).
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Ginger Rogers—Appreciations by many authors
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Biografie WHO’S WHO: Ginger Rogers. Biografie (deutsch).
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Find A Grave Memorial: Ginger Rogers (1911 - 1995)
(Link aufrufen)

Internet Movie Database: Ginger Rogers. Filmografie.
(Link aufrufen)

Virtual History Film: Ginger Rogers. Filmografie, Bilder, Bibliografie (engl.).
(Link aufrufen)

Wikipedia (engl.): Ginger Rogers
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Literatur & Quellen

Werke


Quellen
Astaire, Fred (1959): Steps in time. 1. Aufl. New York. Harper & Brothers.

Croce, Arlene (1972): The Fred Astaire and Ginger Rogers book. 1st publ. London. W. H. Allen; Allen. ISBN 0491001592.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Dickens, Homer (1975): The films of Ginger Rogers. 1st. Secaucus, NJ. Citadel Press. ISBN 080650496X.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

McGilligan, Patrick (1975): Ginger Rogers. New York. Pyramid Publications. (A Pyramid illustrated history of the movies) ISBN 0515038946.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Rogers, Ginger (1991): Ginger. My story. 1st. New York, NY. HarperCollins Publishers. ISBN 9780060183080.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Astaire 2000 – Steps in time

Croce 1972 – The Fred Astaire and Ginger

Faris 1994 – Ginger Rogers

Hyam 2007 – Fred and Ginger

Morley 1995 – Shall we dance

Rogers 1991 – Ginger


Weiterführende Literatur
Astaire, Fred (2000): Steps in time. An autobiography. Foreword by Ginger Rogers. New introduction by Jennifer Dunning. 1. Aufl. New York, NY. Cooper Square Press. ISBN 0815410581.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Faris, Jocelyn (1994): Ginger Rogers. A bio-bibliography. Westport, Conn, London. Greenwood Pr; Greenwood press. ISBN 0-313-29177-2.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Hyam, Hannah (2007): Fred and Ginger. The Astaire-Rogers partnership 1934-1938. Brighton. Pen Press. ISBN 978-1-905621-96-5.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Morley, Sheridan (1995): Shall we dance. The life of Ginger Rogers. 1. Aufl. New York. St. Martin’s Press. ISBN 0312141491.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

 

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Bildquellen

Reel Classics
Virtual History Film

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Hedwig Dohm