Maria Worobjowa-Stebelskaja

(Maria Bronislawowna Worobjowa-Stebelskaja [eigentlicher Name]; Мария Брониславовна Воробьёва-Стебельская; Marie Bronislava Vorobieff-Stebelska; Marevna; Marewna Hinweis: Es existieren unzählige Schreibweisen ihres Namens. )

geboren am 14. Februar 1892 in Tscheboksary
gestorben am 4. Mai 1984 in London

russische Malerin
120. Geburtstag am 14. Februar 2012


BiografieWeblinksLiteratur & QuellenBildquellen


Biografie

Marias Mutter (die sie nie kennenlernt) ist Schauspielerin. Mit zwei Jahren wird Maria von dem polnischen Adligen Stebelski adoptiert. Sie wächst in seinem Haus in Georgien auf; ihre Kindheit ist nicht glücklich.

Werke von Marewna

Schon früh beginnt sie zu zeichnen. Mit 18 Jahren geht sie nach Moskau und studiert Malerei; sie lernt die französische und italienische Kunst der Zeit kennen und beschließt, nach Rom zu gehen. Maxim Gorki lädt sie nach Capri ein. Er nennt sie Marewna (Tochter des Meeres), und sie behält den Namen bei.

Es zieht sie bald nach Paris; sie studiert an der Russischen Akademie und findet ihre wichtigsten FreundInnen unter den KünstlerInnen der Avantgarde – Zadkine, Apollinaire, Marie Vassilieff, Archipenko, Picasso, Chagall, Katja und Ilja Ehrenburg. Diese Zeit ist ihre glücklichste; sie malt viel und genießt das Leben.

1913 entstehen ihre ersten kubistischen Bilder; ihr Motiv ist fast immer die menschliche Figur, aufgelöst in einfache geometrische Formen. Im selben Jahr stellt sie im Salon des Indépendants aus. Mit dem Selbstmord ihres Vaters endet die finanzielle Unterstützung und sie muss mit dekorativen Arbeiten ihren Lebensunterhalt verdienen.

Werke von Marewna

Einige Zeit ist sie mit dem Maler Diego Rivera eng befreundet. 1921 geht er wieder nach Mexiko und lässt sie mit einer zweijährigen Tochter zurück. Nach Überwindung einer schwierigen Lebensphase beginnt sie 1929 wieder zu malen und auszustellen. Sie ist eine wichtige Zeitzeugin – alle FreundInnen tauchen in den Bildern auf: Juan Gris, die Gontscharowa und Larionoff, Matisse und Cocteau ...

Nach dem 2. Weltkrieg lebt sie in England, wo sie ihre Autobiographie Life in Two Worlds veröffentlicht. In den 1960er Jahren kehrt sie auf den Kontinent zurück. Häufig wechselt sie den Wohnsitz.

Die Werke des letzten Lebensabschnitts haben wieder die menschliche Figur zum Thema; Marewna malt vor allem Porträts ihrer alten FreundInnen (Hommage aux amis de Montparnasse). Die bedeutendste Sammlung ihrer Werke besitzt das Petit Palais in Genf, wo die fast Achtzigjährige 1971 noch einmal ausstellt.

Werke von Marewna

Marewna stirbt mit 92 Jahren in London.

Renate Rochner

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Links

abstract-art-explained.com: Marie Marevna. Biografie (engl.).
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Athelhampton House: Marevna Gallery
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Desde el otro lado del cuadro: Homage to Friends from Montparnasse - Marie Vorobieff (Marevna)
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Figuration Feminine: 1892 Vorobieff Marie (Marevna). Kurzbiografie (frz.) und einige Werke.
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Find A Grave Memorial: Marie ›Marevna‹ Vorobieff (1892 - 1984)
(Link aufrufen)

Teixeira, Anya: Marevna. Illustriertes Werkverzeichnis.
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Werke von Marewna

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Literatur & Quellen

Berger 1982 – Malerinnen auf dem Weg ins

Casamartina Parassols, Jiménez Burillo 2008 – Amazonas del arte nuevo

Marevna, Heseltine 1972 – Life with the painters

Berger, Renate (1982): Malerinnen auf dem Weg ins 20. Jahrhundert. Kunstgeschichte als Sozialgeschichte. Erstveröff. Köln. DuMont. (Dumont-Taschenbücher, 121) ISBN 3-7701-1395-0.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Berger, Renate (Hg.) (1987): »Und ich sehe nichts, nichts als die Malerei«. Autobiographische Texte von Künstlerinnen des 18. - 20. Jahrhunderts. Frankfurt am Main. Fischer. (Fischer-Taschenbücher, 3722) ISBN 3-596-23722-X.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Casamartina Parassols, Josep; Jiménez Burillo, Pablo (2008): Amazonas del arte nuevo. Ausstellungskatalog. Madrid. Fundación Cultural Mapfre. ISBN 978-84-9844-094-2.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Marevna ((1962)): Life in Two Worlds. A true Chronicle of the Origins of Montparnasse. Translated by Benet Nash. With a Pref. by Ossip Zadkine. London. Abelard-Schuman.
(Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Marevna; Heseltine, Natalia (1972): Life with the painters of La Ruche. 3. Aufl. New York. David Phillips. 2007. ISBN 0-9555815-0-8.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Nieszawer, Boyé et al. (Hg.) 2000 – Peintres juifs à Paris

Perry 1995 – Women artists and the Parisian

Vergine 2005 – L'altra metà dell'avanguardia

Nieszawer, Nadine, Boyé, Marie und Fogel, Paul (Hg.) (2000): Peintres juifs à Paris. 1905 - 1939 ; École de Paris. Paris. Denoël. ISBN 2-207-25142-X.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Perry, Gillian (1995): Women artists and the Parisian avant-garde. Modernism and “feminine” art, 1900 to the late 1920s. Manchester ;, New York, New York. Manchester University Press; Distributed by St. Martin’s Press; Manchester Univ.Pr. ISBN 978-0-7190-4165-5.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Vergine, Lea (2005): L’altra metà dell’avanguardia, 1910 - 1940. Pittrici e scultrici nei movimenti delle avanguardie storiche. Milano. Il Saggiatore. ISBN 978-88-428-1228-9.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

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Bildquellen

abstract-art-explained.com
anyateixeira.co.uk
The Art Newspaper

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Hedwig Dohm