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Berthe Morisot
geboren am 14. Januar 1841 in Bourges
gestorben am 2. März 1895 in Paris
französische Malerin, Radiererin und Lithographin
170. Geburtstag am 14. Januar 2011
Berthe Morisot wächst in einer großbürgerlichen, kunstbegeisterten Pariser Familie auf. Schon früh erhält sie Zeichen- und Malunterricht und arbeitet zwölf Jahre lang zusammen mit ihrer Schwester Edma bei verschiedenen Lehrern (u. a. Corot). Gemeinsame Reiseeindrücke und das Erlebnis des Lichts in der Landschaft sind Thema ihrer Bilder. 1864 stellen die Schwestern das erste Mal im Salon aus, aber Edma heiratet und gibt die Malerei auf.

Berthe Morisot (»Malen ist für mich so notwendig wie Atmen«) bleibt dabei, Ehrgeiz und hohe Ansprüche an sich selbst treiben sie weiter. 1868 lernt sie Edouard Manet kennen, wechselseitige Anerkennung und Inspiration bestimmen ihre Freundschaft. 1874 nimmt sie an der ersten Impressionisten-Ausstellung teil und gehört damit zur Avantgarde der französischen Kunst der Zeit. Sie wird das stabilste Element dieser Gruppe und nimmt an allen Ausstellungen (bis auf eine) teil.
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Der Impressionismus ist eine Herausforderung an die traditionelle Malerei – »5 oder 6 Verrückte, von denen einer eine Frau ist« (Le Figaro). 1874 heiratet Morisot Eugene Manet, den Bruder des Malers, und vier Jahre später wird ihre Tochter Julie geboren. »Ich bin auf die helle Seite des Lebens getreten« (B.M.)
Die Familienszenen, Frauen und Kinder, die sie im Freien und in Innenräumen malt, sind in Licht getaucht, von großer Transparenz und Leichtigkeit. Sie »aquarelliert in Öl« und ist eine Meisterin des Aquarells und Pastells. Oft geht sie ihren Freunden voran, was die Freiheit der Gestaltung betrifft. 1891, im Todesjahr ihres Mannes, hat sie ihre erste Einzelausstellung in Paris. Drei Jahre später erkrankt sie bei der Pflege ihrer Tochter und stirbt mit 54 Jahren.
Renate Rochner
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