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Billie Holiday

geboren am 7. April 1915 in Baltimore
gestorben am 17. Juli 1959 in New York City

US–amerikanische Jazzsängerin


Die Mutter war 13 und der Vater 15 Jahre alt, als Billie Holiday (Eleanora Fagan) zur Welt kam. Ihre Jugend verbrachte sie in Ermangelung anderer Arbeitsmöglichkeiten mit den für arme schwarze Frauen typischen Tätigkeiten des Putzens und der Prostitution. Sie wurde als 10-Jährige vergewaltigt und später oft unschuldig in Haft genommen; so lernte sie früh, dass eine schwarze Frau in den USA sozial den tiefsten Rang einnimmt.

Billie Holiday: Bilder aus den Jahren 1917 bis 1940

Billie Holiday begann ihre Karriere Anfang der dreißiger Jahre als Sängerin in Nachtclubs von Harlem. 1938 lud Artie Shaw sie ein, an einer Tournee seines Orchesters teilzunehmen. Sie erlebte oft entwürdigende Situationen, hervorgerufen durch die damalige Rassentrennung; z.B. musste sie die Hotels durch den Hintereingang betreten. 1941 heiratete sie Jimmy Monroe, der sie mit Opium bekannt machte. In den vierziger Jahren begann sie, Heroin zu nehmen und musste eine neunmonatige Gefängnisstrafe absitzen. In den fünfziger Jahren begann ihr körperlicher Verfall, der zu ihrem frühen Tod führte.

Billie Holiday: Bilder aus den Jahren 1940 bis 1945

Billie Holiday benutzte ihre Stimme wie ein Instrument. Ihre Atemtechnik, die Brüche in der Stimme, ihre Fähigkeit zum Improvisieren — das alles machte den nicht allzu großen Umfang der Stimme wett. Sie setzte Diktion und Rhythmus bewusst ein, um den Ausdruck zu steigern. Ihre Phrasierung ist meisterinnenhaft, und es ist faszinierend zu hören, wie sie Phrasen über Gebühr ausdehnt, um sich immer wieder in den natürlichen Rhythmus des Songs einzupendeln. Ihr selbst vertonter Song Strange fruit, der die grausamen Praktiken des Ku-Klux-Klan anprangert, wurde weltberühmt.         

Eva Rieger

Werke


Quellen

Archer, Robyn; Simmonds, Diana (1986): A star is torn. London. Virago. ISBN 0-86068-514-4.
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Hammond, John (1933): Billie Halliday. In: Melody Maker, April 1933.

Holiday, Billie; Dufty, William (1956): Lady sings the blues. New York. Doubleday.
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Placksin, Sally (1982): Jazzwomen. 1900 to the present. Their words, lives, and music. London. Pluto Press. 1985. ISBN 0-7453-0089-8.
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Schmidt-Joos (Hg.) 1985 – Songs und ChansonsSchmidt-Joos, Siegfried (Hg.) (1985): Songs und Chansons. Am Ende des Regenbogens. Judy Garland, Billie Holiday, Edith Piaf, Janis Joplin. Frankfurt am Main. Ullstein. (Idole, 6 ; Ullstein, 36516) ISBN 3-548-36516-7.
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Weiterführende Literatur
Hinweis: Dies sind keine Literaturempfehlungen, sondern die zum Thema erschienenen Titel – ohne Wertung unsererseits.

Blackburn 2008 – Billie Holiday

Clarke 1995 – Billie Holiday

Holiday 1999 – Lady sings the blues

Blackburn, Julia (2008): Billie Holiday. (=With Billie)
Aus dem Englischen von Barbara Christ Berlin. Berliner Taschenbuch-Verlag. (BvT, 555) ISBN 978-3-8333-0555-9.
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Clarke, Donald (1995): Billie Holiday. Wishing on the moon. Eine Biographie.
Aus dem Englischen von Barbara Schaden Frankfurt am Main. Zweitausendeins. ISBN 3-86150-409-X.
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Holiday, Billie (1983): Lady sings the blues. Autobiographie. Hamburg. Edition Nautilus. 1999. ISBN 3-89401-110-6.
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O’Meally, Robert: Billie Holiday, Lady Day. Gesichter einer Jazzlegende.
Mit CD. Aus dem Amerikanischen von Friedrich Hobek St. Andrä-Wördern. Hannibal. ISBN 3-85445-111-3.
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Terkel 2005 – Giganten des JazzTerkel, Studs (2005): Giganten des Jazz. (=Giants of jazz)
Aus dem Amerikanischen von Karl Heinz Siber Frankfurt am Main. Zweitausendeins. ISBN 3-86150-723-4.
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