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Maria Lassnig

geboren am 8. September 1919 in Kappel am Krappfeld (Kärnten)

österreichische Malerin, Zeichentrickfilmerin


Werke von Maria Lassnig

Body-awareness-painting – Körpergefühlsmalerei: diesen treffenden Ausdruck für ihre Kunst fand Lassnig in ihrer New Yorker Zeit. Auf überlebensgroßen Leinwänden malt sie in kräftigen Farben ihre Körperempfindungen – Bilder, die sich dem Betrachter nicht sofort erschließen. In den Tagebüchern beschreibt Lassnig ihre Malweise: ohne Vorzeichnung fängt sie an einem Punkt der Leinwand an und lässt sich von ihrem »Bauch« forttragen, bis ein ganzes Bild entstanden ist. Die Grenzen zwischen »Innerem« und »Äußerem« verwischen, – die Figur durchstößt die Fläche, Teile von ihr erscheinen auf der anderen Seite.

Maria Lassnig wird in einem Bauernhaus geboren und wächst die ersten Jahre bei den Großeltern auf. 1925 übersiedelt sie mit ihrer Mutter nach Klagenfurt. Nach dem Abitur absolviert sie eine Ausbildung zur Volksschullehrerin. Schließlich fährt sie mit dem Fahrrad und einer Zeichenmappe nach Wien; dort wird sie im Herbst 1941 an die Akademie der bildenden Künste in die Meisterklasse von Prof. Dachauer aufgenommen. Zwei Jahre später wirft er sie hinaus: er hält ihre Kunst für »entartet«!


Werke von Maria Lassnig

Nach ihrem Diplom geht Lassnig nach Kärnten zurück, bei Kriegsende hat sie ein Atelier in Klagenfurt, das bald zum Treffpunkt von KünstlerInnen und Intellektuellen wird. Anfang der 1950er Jahre kehrt sie zurück nach Wien. Ein Stipendium ermöglicht ihr eine erste Parisreise, zusammen mit Arnulf Rainer. Von dort bringen sie die informelle Kunst nach Österreich, organisieren eine erste Ausstellung. 1961 zieht sie ganz nach Paris. Der Tod der geliebten Mutter (1964) löst eine Krise aus, Lassnig hat Depressionen, wird krank. Sie beschließt auszuwandern und lebt seit 1968 für mehrere Jahre in New York in wechselnden Ateliers und Lofts. Wohnung und Atelier sind für Lassnig eine wichtige Einheit, denn sie weiß nie, wann ein kreativer Schub sie an die Leinwand treibt.

Die Berufung als Professorin an die Hochschule für angewandte Kunst nach Wien 1980 kommt gelegen. In ihrer Meisterklasse richtet sie auch einen Zeichentrickkurs ein. In dem achtminütigen, autobiographischen Film »Maria Lassnig Kantate« von 1992 macht Lassnig, bis auf die Produktion, alles selber: Idee, Text, Gesang, Zeichnung, Animation. In 14 Strophen beschreibt sie ihr Leben, der Refrain lautet: »Es ist die Kunst jaja, die macht mich immer jünger, sie macht den Geist erst hungrig und dann satt.« Sie lässt uns auch teilhaben an ihrer nicht immer schönen Kindheit, in der die »Häferln« (= Kaffeebecher) hin und her flogen und das Kind unter den Streitigkeiten der Eltern litt. Diese frühe Erfahrung und die Angst, unterzugehen, haben Lassnig nie heiraten lassen.

 

Adriane v. Hoop

Hinweis: Dies sind keine Literaturempfehlungen, sondern die zum Thema erschienenen Titel – ohne Wertung unsererseits.

Amanshauser, Hildegund (1989): Maria Lassnig. Mit dem Kopf durch die Wand. Neue Bilder.
Herausgegeben von Martin Kunz. Klagenfurt. Ritter. ISBN 3-267-00080-7.
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Balkwitz, Gitte (2004): Maria Lassnig. Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2004.
Aufsatzsammlung. Frankfurt am Main. Amt für Wissenschaft und Kunst. (Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main, 2004)
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Drechsler (Hg.) 2009 – Maria Lassnig

Friedrich (Hg.) 2009 – Maria Lassnig

Gagel 2008 – So viel Energie

Drechsler, Wolfgang (Hg.) (2009): Maria Lassnig, das neunte Jahrzehnt.
Ausstellungskatalog. Übersetzungen: Michael Hastik und Thomas Raab Köln. König. ISBN 978-3-86560-601-3.
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Friedrich, Julia (Hg.) (2009): Maria Lassnig. Im Möglichkeitsspiegel. Aquarelle und Zeichnungen von 1947 bis heute.
Ausstellungskatalog. Text deutsch und englisch. Übersetzungen: Malcolm Green, Alison Shamrock Ostfildern. Hatje Cantz. ISBN 978-3-7757-2418-0.
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Fuchs, Rudi; Poot, Jurrie (1994): Das Innere nach Außen – Maria Lassnig. Bilder/Schilderijen/Paintings.
Ausstellungskatalog. Text deutsch, englisch und niederländisch. Amsterdam. Stedelijk Museum. ISBN 90-5006-093-5.
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Gagel, Hanna (2008): So viel Energie. Künstlerinnen in der dritten Lebensphase.
Berlin, Grambin. AvivA. ISBN 978-3-932338-24-3.
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Gaze (Hg.) 1997 – Dictionary of women artists

Larner (Hg.) 2008 – Maria Lassnig

Lassnig 2009 – Tagebücher

Gaze, Delia (Hg.) (1997): Dictionary of women artists.
2 Bände. London. Fitzroy Dearborn. ISBN 1-88496-421-4.
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Höller, Silvia (Hg.) (2005): Maria Lassnig. Werke aus der Sammlung Essl.
Innsbruck. RLB-Arts. ISBN 3-902001-21-6.
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Larner, Melissa (Hg.) (2008): Maria Lassnig.
Ausstellungskatalog. Köln. König. ISBN 978-3-86560-455-2.
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Lassnig, Maria (2004): Landleute.
Sammlung Essl, Klosterneuburg. Klagenfurt. Ritter. ISBN 3-85415-355-4.
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Lassnig, Maria (2009): Tagebücher. »Die Feder ist die Schwester des Pinsels«.
Herausgegeben von Hans Ulrich Obrist. Köln. DuMont Buchverlag. ISBN 978-3-8321-9255-6.
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Madesta (Hg.) 2006 – Maria Lassnig

Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (Hg.) 1999 – Maria Lassnig

Pakesch (Hg.) 2006 – Zwei oder drei oder etwas

Madesta, Andrea (Hg.) (2006): Maria Lassnig. Körperbilder.
Ausstellungskatalog. Text deutsch und englisch. Übersetzung: Tim Connell. Köln. Snoeck. ISBN 3-936859-37-X.
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Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (Hg.) (1999): Maria Lassnig.
Ausstellungskatalog. Redaktion und Gestaltung Wolfgang Drechsler, Übersetzung Christine Lecerf … Nantes. Musée des Beaux-Arts. ISBN 3-85415-251-5.
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Pakesch, Peter (Hg.) (2006): Zwei oder drei oder etwas. Maria Lassnig, Liz Larner.
Ausstellungskatalog. Text deutsch und englisch. Übersetzung: Paul Aston. Köln. König. ISBN 3-86560-055-7.
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Stooss, Toni (Hg.) (2003): Maria Lassnig. Verschiedene Arten zu sein.
Ausstellungskatalog. Zürich. Kunsthaus. ISBN 3-906574-23-7.
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Werke von Maria Lassnig