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Nadeschda Krupskaja
geboren am 26. Februar 1869 in Petersburg
gestorben am 27. Februar 1939 in Moskau
russische Politikerin und Pädagogin

Nadeschda Konstantinowna Krupskaja, promovierte Pädagogin und Mitbegründerin des sowjetischen Erziehungssystems, war die Ehefrau und Kampfgefährtin Lenins. Rund 30 Jahre lebte sie an seiner Seite und für ihn und widmete im übrigen ihre ganze Kraft der Arbeiterklasse. Sie erlebte die Anfänge der Arbeiterbewegung, den Aufbau der Partei, deren Sieg bei der Oktoberrevolution.
Krupskajas Memoiren sind eine wichtige Quelle zur Biographie Lenins und zur Geschichte der Kommunistischen Partei. Leider sind Aussagen über sie selbst darin kaum zu finden. 1894 lernt die engagierte Lehrerin (sie unterrichtet in der Abend- und Sonntagsschule erwachsene Arbeiter) in einem marxistischen Studentenzirkel Lenin kennen. Sie führen »endlose« Gespräche miteinander.
1896 muss Krupskaja wegen Flugblattagitation für die verbotene Arbeiterpartei zwei Jahre ins Gefängnis und anschließend drei Jahre in die Verbannung nach Ufa. Sie heiratet dort den ebenfalls verbannten Lenin. Gemeinsam schreiben sie an der Entwicklung des Kapitals in Russland. Krupskaja liest viel; mitunter beteiligt sie sich an Hasenjagden.
Unter dem Druck des zaristischen Regimes müssen beide emigrieren. Sie führen, u. a. in Paris, London, Genf und Finnland, ein Leben in der Illegalität unter verschiedenen Namen. Krupskaja arbeitet als Sekretärin Lenins; sie geben die Zeitschrift Iskra heraus und kämpfen für die illegale Organisation der Partei.
1917, nach der Oktoberrevolution, schickt Lenin Krupskaja »an die Bildungsfront«. Sie sehen sich nur noch gelegentlich zu Spaziergängen. Ab 1921 unterrichtet Krupskaja an der Akademie für politische Bildung. Nach Lenins Tod (sie überlebt ihn um 15 Jahre) widmet sie sich der Partei, nimmt als Delegierte an Kongressen teil, hält Vorträge und nimmt Auszeichnungen entgegen. Ihr Grab befindet sich auf dem Roten Platz nahe der Kremlmauer.
(Text aus dem Kalender »Berühmte Frauen 1989«)
Ursula Reis

Werke
Quellen
Balabanoff, Angelica (1959): Lenin. Psychologische Beobachtungen und Betrachtungen.
(=Lenin visto da vicino) Hannover. Verlag für Literatur und Zeitgeschehen. 1961.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1929): Erinnerungen an Lenin.
Berlin. Dietz. 1959.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1966): Das ist Lenin. Eine Sammlung ausgewählter Reden und Artikel.
(=O Lenine) Aus dem Russischen von Ernst Noffke und Inge Kuschel. Berlin. Dietz.
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Weiterführende Literatur
Hinweis: Dies sind keine Literaturempfehlungen, sondern die zum Thema erschienenen Titel – ohne Wertung unsererseits.
Bobrowskaja, C. (1939): Nadeshda Krupskaja 1869–1939. Eine Skizze ihres Lebens.
Moskau. Verlag für fremdsprachige Literatur.
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Dreßler, Irmgard (1975): N. K. Krupskaja und der bibliothekarische Beruf.
Berlin. Zentralinstitut für Bibliothekswesen. (Beiträge zu Theorie und Praxis der Bibliotheksarbeit, 16)
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1921): Mein Leben.
Berlin-Schöneberg. Verlag der Jugendinternationale.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1924): Lenin und die Fragen der Volksbildung.
Wien. Verlag für Literatur und Politik.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1932): Der Kampf um die Qualität der Arbeit in den Schulen.
(=Borba za kacestvo skolnoj raboty) Moskau. Zentral-Völker-Verlag.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1940): Wie man selbständig mit dem Buche arbeitet.
Engels. Deutscher Staatsverlag.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1952): Über die Jungen Pioniere. Sammlung ausgewählter Werke.
Berlin. Junge Welt. (Pädagogische Bibliothek des Lehrers)
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1955): Ausgewählte pädagogische Schriften.
Redaktion: Lieselotte Hielscher. Berlin. Volk und Wissen.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1956): Was Lenin über die Bibliotheken schrieb und sagte.
(=Cto pisal i govoril Lenin o bibliotekach) Übersetzt von Irmgard Dressler. Leipzig. Verlag für Buch- und Bibliothekswesen.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1957): Oktober 1917.
Aus dem Russischen von Hilde Angarowa. Moskau. Verlag für fremdsprachige Literatur.
(WorldCat-Suche)
Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1959): Über die allgemeinbildende polytechnische Schule.
Ausgewählt, übersetzt und erläutert von Maria und Werner Uhlmann. Berlin. Volk und Wissen. (Erziehung und Gesellschaft)
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1965): Kleine Stationen eines großen Lebens. Briefe an die Angehörigen W. I. Lenins.
Zusammengestellt und eingeleitet von Erika Segendorf. Berlin. Dietz.
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1966-72): Sozialistische Pädagogik. Eine Auswahl aus Schriften, Reden und Briefen in 4 Bänden.
Besorgt von Karl-Heinz Günther. Aus dem Russischen von Else Zaisser u.a. Berlin. Volk und Wissen. (Pädagogische Bibliothek)
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Krupskaja, Nadeshda Konstantinowna (1975): Über den Pionierleiter und seine Arbeit mit den Pionieren.
Berlin. Zentralrat der FDJ Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung Wiss. und Methodik.
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Kuhnert, Heike (1969): Polytechnische Erziehung bei N. K. Krupskaja.
Prüfungsarbeit. Oldenburg. Pädagogische Hochschule.
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Kunezkaja, Ludmila I.; Maschtakowa, Klara (1969): Ein Kämpferleben. Zum 100. Geburtstag von Nadeshda Krupskaja.
(=Zizn, otdannaja borbe) Moskau. APN-Verlag.
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Lessner, Paul; Duclos, Jacques et al. (1938): Was müssen wir von unsern Kolonien wissen.
Tarnschrift. Darin: Die Frau im Landes des Sozialismus von Nadeshda Krupskaja. S. 19-23. Leipzig. Härhold.
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Obitschkin, Gennadi D. (1986): Nadeshda Krupskaja. Eine Biographie.
Berlin. Dietz. ISBN 3-320-00399-2.
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Reed, John (1922): Zehn Tage, die die Welt erschütterten. Im Anhang Dokumente und Materialien aus den Oktobertagen des Jahres 1917.
(=Ten days that shook the world) Berlin. Dietz. 1988. ISBN 3-320-00600-2.
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Reinsch, Gisela (1969): Ein Leben an Lenins Seite. Erinnerungen an N. K. Krupskaja.
Aus: Vospominanija o N. K. Krupskoj. Übersetzt von Inge Bandoly und Inge Kuschel. Berlin. Dietz.
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Zetkin, Clara (1957): Erinnerungen an Lenin.
Mit einem Anhang aus dem Briefwechsel Clara Zetkins mit W. I. Lenin und N. K. Krupskaja. Köln. Neuer ISP-Verlag. 2000. (Edition 100 bei ISP, 17) ISBN 3-929008-17-3.
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Bildquellen
Wikipedia
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