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Pearl S. Buck
geboren am 26. Juni 1892 in Hillsboro, West Virginia
gestorben am 6. März 1973 in Danby, Vermont
amerikanische Schriftstellerin; Nobelpreisträgerin für Literatur 1938
Pearl S. Buck wuchs als Tochter eines amerikanischen Missionarsehepaars in China auf. Der Gegensatz zwischen den beiden Kulturen und der Wunsch, ihn zu überbrücken, bestimmen ihr Leben und ihr Werk.
Nach einem Literaturstudium in den USA heiratet Pearl 1917 den Agrarwissenschaftler John Buck: “18 Jahre gab ich alles, was ich geben konnte, ... und 18 Jahre bekam ich nichts zurück.” Das einzige Kind aus dieser Ehe ist geistig behindert. Die Krankheit der Tochter und die politischen Unruhen in China veranlassen die Bucks Ende der 20er Jahre zur Rückkehr in die USA. 1930 veröffentlicht Buck ihren ersten Roman, Ostwind - Westwind, zwei Jahre später Die gute Erde - bis heute ihr bekanntestes Werk, in 30 Sprachen übersetzt.
1935 läßt Buck sich scheiden und heiratet ihren Verleger Walsh. Die beiden adoptieren im Laufe der Jahre acht Kinder.
1938 bekommt Pearl S. Buck den Nobelpreis. Nach den “China-Romanen” greift sie amerikanische Themen auf, besonders die Rassenfrage. Insgesamt veröffentlicht sie über 70 Bücher.
Nach Walshs Tod 1960 engagiert Buck sich auf vielen neuen Gebieten: Bildhauerei, Filmregie, Landwirtschaft. Sie gründet Hilfsorganisationen für behinderte Kinder und für Kinder amerikanischer Soldaten und asiatischer Frauen. Mit 70 belegt sie einen Tanzkurs; der 40 Jahre jüngere Tanzlehrer, T.F.Harris, wird ihr Freund und Biograph.
Ein Leben “mit allen Höhen und Tiefen”, bewundernswert gemeistert. “Ich war ein willkommenes Kind”, schreibt Pearl S. Buck, “ein Umstand, der, wie ich glaube, eine natürliche Gutmütigkeit und eine Neigung zum Optimismus zur Folge hat.”
Luise F. Pusch
Buck, Pearl S. 1976 [1954]. Mein Leben - meine Welten [= My several worlds]. Übs. Hans B. Wagenseil. Bergisch-Gladbach. Bastei-Lübbe TB 61009.
Doyle, Paul. 1965. Pearl S. Buck. New York. Twayne.
Harris, Theodore F. Hg. 1962. Pearl S. Buck: Von Morgen bis Mitternacht [=Pearl S. Buck: A Biography]. München. Scherz.
Stuby, Anna Maria. 1990. “‘Ich bin nirgendwo ganz zu Hause und überall ein bißchen’ - Pearl S. Buck (1892-1973), Nobelpreis für Literatur 1938”, in Kerner, Charlotte. Hg. 1990. Nicht nur Madame Curie … Frauen, die den Nobelpreis bekamen. Weinheim. Beltz & Gelberg. S. 84-110.
