Rote Karte für FAZ-Artikel auf Stammtischniveau

“Stellt ihn vom Platz!” Andrea Geier von der Uni Marburg setzt sich in einer fulminanten Kritik mit einem antifeministischen Dumpfstück von V. Zastrow (FAZ) auseinander. Elegant, cool und lehrreich: So wird’s gemacht!

Luise F. Pusch am 28.06.2006

Feministisch aufgeklärte Literaturkritik

http://www.literaturkritik.de ist nicht nur reichhaltig und kenntnisreich, sondern auch noch feministisch aufgeklärt und engagiert - wer hätte das je von deutscher akademischer Literaturkritik zu hoffen gewagt?!

Das Märzheft 2006 ist eine Fundgrube zum Thema Frauenrechte

Luise F. Pusch am 27.06.2006

für KatzenfreundInnen

Lassen Sie sich überraschen!

Luise F. Pusch am 31.05.2006

Sammlung Frauennachlässe

Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Uni Wien

Luise F. Pusch am 23.05.2006

Sophie: A Digital Library of Early German Women’s Writing

A Digital Library of Works by German-Speaking Women

A Digital Library of Works by German-Speaking Women

Mein Kommentar dazu:

Auf dieser Webseite finden sich nicht nur biographische Informationen zu vielen bekannten und unbekannten deutschen Schriftstellerinnen aus der Zeit zwischen 1740 und 1923 (oft mit Bild), sondern es werden auch ihre Schriften zugänglich gemacht. Ganze Romane und mehrbändige Autobiographien - z.B. von Lily Braun und Malwida von Meysenbug - kann frau sich runterladen, komplett mit Glossar.
Die Webseite wird laufend ausgebaut, aber was sie heute schon bietet, ist eindrucksvoll und nützlich für Frauenforschung und Germanistik.

Luise F. Pusch am 30.04.2006

National Museum of Women in the Arts, Washington

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http://www.nmwa.org

Mein Kommentar dazu:

Das National Museum of Women in the Arts in Washington, DC (in der Nähe des Weißen Hauses) ist m.W. das bisher einzige Museum, das ganz der Kunst von Frauen gewidmet ist. Ein Besuch lohnt, besonders jetzt, wo dort die große Grandma-Moses-Ausstellung läuft (87 Exponate, noch bis zum 10. Juni 2001).
Für diejenigen, die grad keinen Trip nach Washington planen, empfiehlt sich die Webseite als Ersatz. Sie bietet u.a. Bilder und biographische Porträts von 20 wichtigen Künstlerinnen (u.a. Rosa Bonheur, Mary Cassatt, Camille Claudel, Lavinia Fontana, Frida Kahlo, Käthe Kollwitz, Judith Leyster, Maria Sibylla Merian, Alice Neel, Elisabetta Sirani), eine gut organisierte Datenbank für Sekundärliteratur zu Künstlerinnen (allerdings mit Lücken, es fehlen z.B. Slavona und Meidner), einen interessanten virtuellen Rundgang durch das Museum und vieles mehr. Käthe Kollwitz wird übrigens gern als “Kä Kollwitz” verzeichnet - die Software schneidet nach “unamerikanischen” Buchstaben wie “ä” oder auch “é” gern den Rest des Wortes einfach ab (so auch bei Vigée-Lebrun).

Luise F. Pusch am 30.04.2006

Frauenobjektiv: Fotografinnen 1940-1950

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Frauenobjektiv: Fotografinnen 1940-1950

Mein Kommentar dazu:

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in der Bonner Museumsmeile zeigt vom 18. Mai bis zum 29. Juli 2001, dienstags bis sonntags 9-19 Uhr Arbeiten deutscher Fotografinnen aus den vierziger Jahren. Es ist die erste umfassende Schau zu diesem Thema - das allein lohnt den Weg nach Bonn, zumindest aber auf die Webseite. Der online-Rundgang zeigt 12 Schwarzweißfotografien, von Erna Lendvai-Dircksens “nordischem” und “germanischen Volksgesicht” über Ursula Litzmanns “HJ-Lager” bis zu Charlotte Rohrbachs “eleganter Trümmerfrau”.
Ein wahrer Schatz an Informationen scheint das - vermutlich großzügig subventionierte - Begleitbuch zu sein. Die typisch deutsche Museumsprosa der Bildkommentare und erst recht der schematisch abgehandelten Kurzbiografien der Fotografinnen ist nicht gerade mitreißend, aber immer informativ und manchmal erhellend.
Kein Ruhmesblatt der deutschen Fotografinnengeschichte wird da ausgebreitet. Über die Zeit nach 1945 stellen die KuratorInnen nüchtern fest: “Nur wenige beachten die NS-Verfolgten.” Ob die Geschichte der männlichen Fotografie Deutschlands etwa besser ausfällt, wird auf der Webseite nicht diskutiert.

Luise F. Pusch am 30.04.2006

Women’s Review of Books

Women's Review of Books

http://www.wcwonline.org/womensreview/

Mein Kommentar dazu:

Hier kann frau die weltbeste feministische Zweimonats-Zeitschrift zum Preis von EUR 43 pro Jahr abonnieren, ein kostenloses Probeheft bestellen oder einfach ausführliche Kostproben der Artikel des aktuellen Hefts nachlesen. Ich lese die “Women’s Review of Books” seit 1985 und habe privat und beruflich immer enorm davon profitiert.
Die Website ist so spartanisch ("no-nonsense" oder “no-frills") wie die Zeitschrift selbst: Um den mehrheitlich immer noch zu armen Frauen das Abo zu ermöglichen, wird die Zeitschrift auf Zeitungspapier gedruckt, Farbbilder gibt es kaum: Stattdessen: Information über die aktuellen Bücher, die uns Frauen angehen, auf höchstem Niveau.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

kali for women / Zubaanbooks

kali for women

http://www.zubaanbooks.com/

Mein Kommentar dazu:

Am 1. Juli 2001 hatte ich in Zürich die Ehre und das Vergnügen, Ritu Menon, Mitgründerin von Kali for Women (heute: Zubaanbooks), dem ersten feministischen Verlag in Indien, anläßlich eines Vortrags über Frauen und Zensur kennenzulernen. Ihre Klugheit, ihr Charme und ihr Engagement beeindruckten mich sehr. Leider gab es keine Bücher ihres Verlags zu kaufen und auch nur ganz wenige Verlagskataloge. Aber ihr Katalog ist online zugänglich—die Website ist schön gestaltet, die Bücher ebenfalls. Für mich war das Studium des Katalogs und der Besuch auf der Website vor allem eine massive Lektion über meine Unwissenheit in Sachen (Frauen in) Indien.

Laut Ritu Menon ist der 1984 als Treuhandgesellschaft gegründete Verlag Kali for Women—benannt nach Kali, der einzigen “unbemannten” Hindugöttin—einer der wenigen unabhängigen feministischen Verlage weltweit. Ziel des Verlags ist es, das Wissen über Frauen in der sogenannten Dritten Welt zu vermehren, bereits erarbeitetes Wissen zu verbreiten und Autorinnen feministischer Sachbücher und Belletristik ein Forum zu bieten.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

Domini Social Investmens

Domini Social Investmens

http://www.domini.com

Mein Kommentar dazu:

In der Juli-Ausgabe der Women’s Review of Books (vgl. meine Website-Empfehlung vor drei Wochen), die dem Thema Geld gewidmet ist, dem “letzten Tabu”, las ich ein spannendes Interview mit Amy Domini, die mit ihrem Domini 400 Social Index DEN Maßstab für sozial verantwortungsbewußtes Investieren (SRI = Socially Repsonsible Investing) begründet hat. Amy Domini erzählte, wie sie “aufwachte” durch eine Bemerkung Nelson Mandelas, daß nämlich die Solidarität ethisch motivierter InvestorInnen den Ausschlag gab beim Kampf gegen die Apartheid. Sie glaubt – wie die meisten von uns – daß die Finanzindustrie lernen muß, daß wir die Luft zum Atmen nicht kaufen können. Mit ihrem Index und dem darauf basierenden Fonds DSEF konnte sie beweisen, daß sozial verantwortungsbewußte InvestorInnen die Macht haben, die Finanzindustrie zum Umdenken zu zwingen.

Auf ihrer Website erfahren wir, wie wir

a) mithelfen können, die Welt vor blind profitorientiertem Operieren des Kapitals zu schützen – und

b) dabei zugleich besser verdienen können als mit den meisten Investmentfonds (u.a. weil sozial verantwortungsbewußtes Management meist auch intelligentes, vorausschauendes und damit langfristig überlegenes Management ist).

Luise F. Pusch am 29.04.2006

Querelles-Net

Querelle Net

http://www.querelles-net.de

Mein Kommentar dazu:

Die Online-Rezensionszeitschrift der Zentraleinrichtung für Frauen- und Geschlechterforschung an der FU Berlin existiert seit anderthalb Jahren und ist eine Fundgrube für alle, die sich auf Deutsch und aus erster Hand über die laufende feministische Forschung unterrichten wollen. Schwerpunkt ist die deutschsprachige und die europäische Forschung – damit haben wir ein willkommenes Gegengewicht gegen den Anglo-Amerikanismus im Internet. Selbstverständlich wird aber auch die US-amerikanische Forschung breit berücksichtigt. Die bisher erschienenen vier Ausgaben der Zeitschrift, die jeweils einen Themen-Schwerpunkt umfassend beleuchtet, befaßten sich mit “Frauen- und Geschlechterforschung: Entwicklungen, Tendenzen, Perspektiven”, “Studien zum Nationalsozialismus und zum Antisemitismus”, “Osteuropa und Rußland”, “Technik und Naturwissenschaften”. Alle Ausgaben werden archiviert und bleiben zugänglich. So konnte ich die beiden ersten “Hefte” zur Frauenforschung und zum Nationalsozialismus aus dem Jahr 2000 ausführlich studieren und bin sehr beeindruckt von diesem Produkt einer inzwischen international konkurrenzfähig gewordenen deutschsprachigen Frauenforschung.
Die Website ist ästhetisch ansprechend, übersichtlich und effektiv gestaltet, die veröffentlichten Rezensionen sind anspruchsvoll, aber noch verständlich auch für ein nicht im letzten Gender-Studies-Jargon bewandertes Publikum. Prädikat: Sehr empfehlenswert.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

mariannekruell.de

www.mariannekruell.de

http://www.mariannekruell.de

Mein Kommentar dazu:

Die Homepage meiner Freundin Marianne Krüll, bedeutende Familiensoziologin und Schriftstellerin, Spezialistin in Sachen Familie Freud, Familie Mann und Familie Käthe Höppner. Außer der Inhaltsangabe und den wichtigsten Rezensionen zu ihrem neusten Buch Käthe, meine Mutter, Infos über ihre anderen Bücher, ihre Lesungen und spannenden “nebenberuflichen” Interessen (Kornkreise und Delphine) findet ihr 13 feministische Artikel im Volltext, die gut lesbar sind und es in sich haben.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

The Feminist Majority Foundation

The Feminist Majority Foundation

http://www.feminist.org

Mein Kommentar dazu:

Diese Website informiert gründlich, mutig und engagiert über Politik, insbesondere über die gegenwärtige Krise, aus feministischer Sicht. Die Feminist Majority kämpft seit Jahren gegen die “Gender Apartheid” in Afghanistan und für die Befreiung des afghanischen Volkes - vor allem der afghanischen Frauen - von dem Schreckensregime der Taliban. Hier findet frau die nötigen Informationen, wie sie sich mit anderen Frauen weltweit für die Frauen in Afghanistan einsetzen kann.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

Phantom Towers

Phantom Towers

Phantom Towers: Feminist Reflections on the Battle between Global Capitalism and Fundamentalist Terrorism

Mein Kommentar dazu:

Der großartige Artikel der Politologin Rosalind P. Petchesky über die vielen Gemeinsamkeiten der beiden Lager, die Bush “Gut und Böse” zu nennen pflegt, ist Balsam für alle, die nach einer aufgeklärten feministischen Perspektive und Strategie suchen. Der Artikel kursiert seit Ende September als Email-Anhang in aller Welt. Nun ist er als Leitartikel des soeben erschienenen November-Hefts der Women’s Review of Books abrufbar.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

Dian Fossey Gorilla Fund

Dian Fossey Gorilla FundDian Fossey Gorilla Fund

http://www.gorillafund.org

Mein Kommentar dazu:

Der Dian Fossey Gorilla Fund International führt Dian Fosseys Arbeit und den von ihr gegründeten Digit Fund (benannt nach ihrem Lieblingsgorilla Digit) weiter. Zu ihrem 70. Geburtstag gibt es ein Gedenk-Special mit einer kurzen Biographie auf Englisch und einer Reihe schöner und wenig bekannter Bilder, die Dian Fossey bei ihrer Arbeit mit den Berggorillas in Ruanda zeigen.
Eine weit ausführlichere Biographie bringt das “Museum of Unnatural Mystery”, eine sehr unterhaltsame und reichhaltige Wissenschafts-Site.

Luise F. Pusch am 29.04.2006

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Hedwig Dohm