Antonio Vivaldi: Juditha Triumphans

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Antonio Vivaldi: Juditha Triumphans
mit Magdalena Kozena, Maria Jose Trullu, Marina Comparato, Anke Herrmann, Tiziana Carraro, Coro dell’Accademia di Santa Cecilia, Academia Montis Regalis
Dirigent Alessandro de Marchi

Preis: EUR 35,99
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2001
Label: Opus 111; Vertrieb: Helicon

Mein Kommentar:

Im letzten Sommer habe ich “die ultimative feministische Oper” Juditha Triumphans von Vivaldi schon einmal angepriesen. Ich schrieb damals u.a.:
“Judith, die Heldin des alten Testaments, schlägt dem feindlichen General Holofernes den Kopf ab und rettet dadurch ihr Land. Die Handlung ist also schon mal schwer in Ordnung. Hinzu kommt, daß alle Rollen von Frauen gesungen werden und daß Juditha und ihre Dienerin Abra einander innigst zugetan sind, die Heldinnentat gemeinsam planen und durchziehen und ihren tiefen Gefühlen füreinander in langen überirdisch schönen Arien Ausdruck verleihen – dagegen wirkt Don Josés Blumenarie geradezu blaß. Es gibt inzwischen mehrere Aufnahmen, aber die mit Dominguez und Cundari aus den sechziger Jahren bleibt unübertroffen.”
Dem ist nun jubelnd hinzuzufügen: Es gibt eine neue Aufnahme, die an den stimmlichen Glanz der alten heranreicht und die sich darüberhinaus im Glanz der neusten Aufnahmetechnik präsentiert. Und klangtechnisch haperte es bei der alten doch leider sehr!
Die KritikerInnen – einschließlich Stimmen-Experte Jürgen Kesting - sind sich einig, daß dies eine in jeder Hinsicht (bis hin zur sorgfältigen Ausstattung) herausragende Edition ist. Besonders hervorzuheben ist die Leistung der jungen tschechischen Mezzosopranistin Magdalena Kozena in der Titelpartie. “If you are not totally transported by her aria Veni, me sequere fida with its glorious melody and seductive soprano chalumeau (an early cousin to the clarinet) accompaniment, you should have a doctor check your pulse”, meint Frank Cadenhead. Dem kann ich nur zustimmen. Übrigens: Diese Arie singt Juditha für Abra.

Luise F. Pusch am 30.04.2006

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Hedwig Dohm