Frau(en) der Woche:

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Johanna Elberskirchen

Johanna Elberskirchen

geboren am 11. April 1864 in Bonn
gestorben am 17. Mai 1943 in Rüdersdorf bei Berlin

deutsche, lesbische Feministin, Lebens- und Sexualreformerin, Sexualwissenschaftlerin, Schriftstellerin, Sozialdemokratin und Heilpraktikerin
70. Todestag am 17. Mai 2013


Johanna Elberskirchen war ein Freigeist und keineswegs eine Freundin von Haupt- und Nebenwidersprüchen. Auch bestimmten politischen Strömungen oder wissenschaftlichen Schulen fühlte sie sich nicht verpflichtet. Entsprechend war sie als Person unbequem; ihre querdenkerischen Analysen wurden ähnlich angesehen. Sie eckte an: beispielsweise als Feministin in der Sozialdemokratie und in der Homosexuellenbewegung, als offen lesbische Frau in der Frauenbewegung ebenso wie in der Sexualreformbewegung. Ihre soziale Herkunft und die erstrittene Bildung machten sie immer wieder zur Einzelkämpferin und Außenseiterin: Den GenossInnen war sie ›zu viel‹ akademisch, den SexualwissenschaftlerInnen ›zu wenig‹, der SPD war sie ›zu viel‹ bürgerlich, der Frauenbewegung hingegen ›zu wenig‹. …

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Tamara de Lempicka

Tamara de Lempicka

geboren am 16. Mai 1898 in Warschau
gestorben am 18. März 1980 in Cuernavaca bei Mexiko-Stadt

polnisch-französische Malerin
115. Geburtstag am 16. Mai 2013


»Die schöne Polin«, wie man sie in der Pariser Gesellschaft der zwanziger und dreißiger Jahre nannte, wurde 1898 als Tochter wohlhabender Eltern in Warschau geboren. Die Mutter entstammte einer privilegierten Familie und war im Ausland erzogen worden. Der Vater war Anwalt. Schon als Kind soll sie herrschsüchtig und eigenwillig gewesen sein, immer darauf bedacht, im Mittelpunkt zu stehen. Ihren ersten Kontakt mit der Malerei hat sie im Alter von zwölf Jahren, als eine Malerin ein Porträt von ihr anfertigen soll: Sie ist unzufrieden und überzeugt, es besser zu können und malt daraufhin ein Porträt ihrer Schwester. Als die Mutter ein …

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Anna Maria von Schürmann

Anna Maria von Schürmann

geboren am 5. November 1607 in Köln
gestorben am 14. Mai 1678 in Wieuwerd in Friesland

holländisch-deutsche Polyhistorikerin, Portraitistin, Kunsthandwerkerin, Linguistin, Philosophin, Theologin, Dichterin, Briefschreiberin
335. Todestag am 14. Mai 2013


Als eine der Gelehrtesten und vielseitig Begabtesten unter den Frauen um die Zeit des 30jährigen Krieges galt in Europa Anna Maria von Schürmann. Außer Holländisch, Deutsch, Französisch und ihrer „Schriftsprache” Latein sprach sie etwa 12 Sprachen und stand in Verbindung mit vielen WissenschaftlerInnen der europäischen Geisteswelt. Sie hatte überdurchschnittliche humanistische Kenntnisse und war bereits als Elfjährige weit mehr als nur eine Dilettantin im Aquarellieren, Schnitzen, Modellieren und Sticken; hinzu kamen noch Glasschliff, Bossierkunst, Musik, Malerei und Bildhauerei. Über 20 Gemälde und Stiche von ihr sind erhalten. Anna Maria stammt aus einer reformierten Adelsfamilie, die vor den Spaniern aus Amsterdam hatte …

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Erika von Brockdorff

Erika von Brockdorff

geboren am 29. April 1911 in Kolberg/Pommern
hingerichtet 13. Mai 1943 in Berlin (Plötzensee)

deutsche Widerstandskämpferin
70. Todestag am 13. Mai 2013


»Lachend will ich mein Leben beschließen, so wie ich das Leben lachend am meisten liebte und noch liebe« schreibt Erika Gräfin von Brockdorff am 13. Mai 1943 in ihrem Abschiedsbrief. Und ging zur Empörung der Vollstrecker tatsächlich lachend zum Schafott an jenem Maiabend, an dem in Berlin-Plötzensee innerhalb von 36 Minuten 13 Menschen hingerichtet wurden: sie als letzte um 19.36 Uhr. Schon bei den Verhandlungen vor dem Reichskriegsgericht provozierte sie die Justiz durch Zwischenrufe und Gelächter und ließ sich durch den Ernst ihrer Lage nicht entmutigen: immerhin droht den Angeklagten die Todesstrafe. Sie gehören zu der größten Widerstandsbewegung im Dritten …

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Annie Fellows Johnston

Annie Fellows Johnston

geboren am 15. Mai 1863 in Evansville, Indiana
gestorben am 5. Oktober 1931 in Peewee Valley, Kentucky

US-amerikanische Schriftstellerin
150. Geburtstag am 15. Mai 2013


Annie Fellows Johnston war eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen ihrer Zeit. Als sie starb, waren ihre Bücher in über einer Million Exemplaren verbreitet. Wie so viele Schriftstellerinnen vor und nach ihr, erlaubte sie sich das Schreiben als Profession erst, als ihr Mann gestorben und es damit für den Erhalt der Familie dringend notwendig geworden war. Diese “ökonomisch-pragmatische” Schreibmotivation bestimmt denn auch Inhalt und Anspruch ihrer Werke. Annie Fellows’ Vater war Methodistenpfarrer und starb, als sie zwei Jahre alt war. Mit 17 Jahren veröffentlichte sie, von ihrer Mutter dazu ermutigt, ihr erstes Gedicht. Sie studierte ein Jahr an der Universität von Iowa …

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Arletty

Arletty

geboren am 15. Mai 1898 in Courbevoie bei Paris
gestorben am 24. Juli 1992 in Paris

französische Schauspielerin
115. Geburtstag am 15. Mai 2013


Das 94 Jahre währende Leben der französischen Schauspielerin Arletty verlief wie eine steil ansteigende und ebenso steil wieder abfallende Kurve. Arletty, die eigentlich Léonie Bathiat hieß, stammte aus ärmlichen Verhältnissen und arbeitete sich vom Fotomodell zur Filmschauspielerin hoch. Mit 40 war sie ein Star, mit 47 erlebte sie 1945 ihren größten künstlerischen Triumph und fiel zugleich als “Kollaborateurin” bei ihrem französischen Publikum in Ungnade – von diesem Schlag erholte sich ihre Karriere nie mehr. Nachdem sie bereits drei Filme des “poetischen Realismus” mit Marcel Carné gedreht hatte (Hotel du Nord 1938, Le jour se lève 1939 und Les visiteurs du …

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Maria Reiche

Maria Reiche

geboren am 15. Mai 1903 in Dresden
gestorben am 8. Juni 1998 in Lima, Peru

deutsche Mathematikerin, Naturforscherin
110. Geburtstag am 15. Mai 2013


“Wir fuhren durch die (peruanische) Wüste auf einen kleinen Lastwagen zu. Eine grauhaarige Dame sprang aus dem Führerhaus. Konnte diese hagere Frau, braungebrannt wie eine Haselnuß, diejenige sein, die, Limas Klatsch zufolge, nackt über die Wüste schritt?” (Morrison). Warum auch nicht! Schließlich war sie über 40 Jahre allein in der Pampa unterwegs – mit bloßen Füßen in Gummisandalen, weil feste Schuhe Spuren hinterlassen hätten auf dem Jahrhunderte alten “geografischen” Kunstwerk, dass sie erforscht hat und für dessen Erhaltung sie sich einsetzte, bis es von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt wurde: die Linien und Bodenzeichnungen von Nazca. Sie ziehen …

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Hedwig Dohm