Frau(en) der Woche:

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Therese Giehse

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therese giehse

geboren am 6. März 1898 in München
gestorben am 3. März 1975 in München

deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Kabarettistin
40. Todestag am 3. März 2015


Thereses gutbürgerliche jüdische Familie riet ihr davon ab, zum Theater zu gehen; sie sei »doch überhaupt nicht schön«. Zum Glück besaß die junge Frau schon früh ihren später so berühmten Eigensinn und folgte dem eigenen Willen – und wurde zur überragenden und beliebten, immer sozial und politisch engagierten Schauspielerin, die von der Weimarer Republik bis zu ihrem Tode fast ununterbrochen das moderne Theaterleben bereicherte und schließlich prägte. Nach sieben »Lehr- und Wanderjahren« in der Provinz wurde Giehse 1926 nach München an die Kammerspiele geholt. Zu den vielen politischen Dramen, die damals dort aufgeführt wurden, zählt auch Cyankali, das Stück des …

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Elise Richter

Elise Richter

geboren am 2. März 1865 in Wien
gestorben am 21. Juni 1943 im KZ Theresienstadt

österreichische Romanistin
150. Geburtstag am 2. März 2015


Elise Richter wächst in einem sehr kultivierten, liberalen, großbürgerlichen Elternhaus auf. Sie liest viel und stößt bei der Lektüre von Mommsens Römischer Geschichte auf sprachwissenschaftliche Probleme. Nun wünscht sie sich nichts sehnlicher, als Indogermanistik zu studieren oder doch zumindest ein Lateinlehrbuch geschenkt zu bekommen. »Ja, wenn du ein Bub wärst!« heißt es dazu. »Wir haßten unser Geschlecht!« schreibt Elise. Mit 20 Jahren bekommt sie dann doch eine griechische Grammatik. Nach fünf Monaten liest sie bereits Homer im Original. 1896 gestattet man den Frauen, Matura (Abitur) zu machen. Elise Richter legt 1897, immerhin 32jährig, als Externe die Matura ab und beginnt …

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Emily Carr

Emily Carr

geboren am 13. Dezember 1871 in Victoria, British Columbia, Canada
gestorben am 2. März 1945 in Victoria

kanadische Malerin und Schriftstellerin
70. Todestag am 2. März 2015


»Ihre Bilder waren alle verdammt gut. Ich glaube, es gibt nichts Vergleichbares in Kanada; ihre Kraft, ihre Empfindung, Entwurf und Ausführung sind einzigartig […].« (Lawren Harris, ein kanadischer Maler) Video auf Youtube ansehen Emily Carr wuchs auf in der patriarchalen, strenggläubigen Kolonialgesellschaft Victorias, die ihr autoritärer Vater verkörperte. In ihrer Kindheit bewunderte sie ihn, bis es zu einem »traumatischen sexuellen Unfall« kam. Die konfliktreiche Beziehung zu ihrem Vater setzte sich fort in ihrer Auflehnung gegen die konservative Frauenrolle. Sie lehnte es ab zu heiraten, hatte aber eine Begabung für Freundschaften – besonders mit Frauen. Ihr größter Wunsch war es, Malerin …

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Berthe Morisot

 Manet: Porträt der Berthe

geboren am 14. Januar 1841 in Bourges
gestorben am 2. März 1895 in Paris

französische Malerin, Radiererin und Lithographin
120. Todestag am 2. März 2015


Berthe Morisot wächst in einer großbürgerlichen, kunstbegeisterten Pariser Familie auf. Schon früh erhält sie Zeichen- und Malunterricht und arbeitet zwölf Jahre lang zusammen mit ihrer Schwester Edma bei verschiedenen Lehrern (u. a. Corot). Gemeinsame Reiseeindrücke und das Erlebnis des Lichts in der Landschaft sind Thema ihrer Bilder. 1864 stellen die Schwestern das erste Mal im Salon aus, aber Edma heiratet und gibt die Malerei auf. Berthe Morisot (»Malen ist für mich so notwendig wie Atmen«) bleibt dabei, Ehrgeiz und hohe Ansprüche an sich selbst treiben sie weiter. 1868 lernt sie Edouard Manet kennen, wechselseitige Anerkennung und Inspiration bestimmen ihre Freundschaft. …

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Anne Klein

Anne Klein

geboren am 2. März 1950 in Körprich/Saarland
gestorben am 23. April 2011 in Berlin

deutsche Feministin, Rechtsanwältin und Politikerin
65. Geburtstag am 2. März 2015


Fleiß, großes Engagement und unbedingte Parteilichkeit für Frauen brachten die Rechtsanwältin und Notarin Anne Klein bis in den Berliner Senat: Als Kandidatin der Alternativen Liste (AL) wurde sie 1989 die erste feministische und offen lesbische Senatorin für Jugend, Frauen und Familie. Die Frauenszene jubelte, dass endlich eine der Ihren die Möglichkeit zu Veränderungen bekommen sollte. Im Amt blieb sie nicht einmal zwei Jahre. In der kurzen Zeit hat sie zweifellos eine ganze Menge erreicht. Nur war das vielen ihrer Weggefährtinnen immer noch nicht genug; die Erwartungen an sie waren sehr hoch. Anne Klein stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Als Jüngste von …

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Camilla Collett

Camilla Collett

geboren am 23. Januar 1813 in Kristiansand
gestorben am 6. März 1895 in Kristiania (Oslo)

norwegische Schriftstellerin
120. Todestag am 6. März 2015


Als der Roman Amtmandens Døttre (Die Amtmannstöchter) 1854 erschien, war Camilla Collett bereits 42 Jahre alt. Es ist jedoch keineswegs ein erster Schreibversuch – die Schwester des berühmten romantischen Dichters Henrik Wergeland hatte seit 25 Jahren Briefe und Tagebücher geschrieben. Ihr Stil ist leicht und flüssig, dabei kraftvoll und direkt. Die Amtmannstöchter ist nicht nur der erste psychologische und realistische Tendenzromans Norwegens, es ist der erste norwegische Roman überhaupt, und er hatte großen Einfluss auf Schriftsteller wie Ibsen, Lie und Kjelland. Camilla Collett verliebte sich als junge Frau in den größten literarischen Gegner ihres Bruders, den Dichter Welhaven. Ihre Liebe …

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Winifred Wagner

Frauenbild

geboren am 23. Juni 1897 in Hastings
gestorben am 5. März 1980 in Überlingen

englisch–deutsche Regisseurin; Schwiegertochter Richard und Cosima Wagners; Leiterin der Bayreuther Festspiele 1930-1944
35. Todestag am 5. März 2015


Die streitbare Witwe des Richard-Wagner-Sohns und -Erben Siegfried, die die Bayreuther Festspiele während des “Dritten Reichs” leitete, wurde im Nachkriegsdeutschland wegen ihrer langjährigen, auch später nie geleugneten oder bereuten Freundschaft mit Hitler zu einer berüchtigten Figur. Aber obwohl sie lebenslang dem Mann Hitler und den völkischen “Ideen” seiner Bewegung die Treue hielt, hatte sie ihren beträchtlichen Einfluss trotzdem wiederholt eingesetzt, um Nazi-Verfolgten zu helfen, oft mit Erfolg — und schließlich mit dem Resultat, dass Hitler sie 1940 fallen ließ. Nach dem Krieg wurde die ehemalige “Herrin von Wahnfried” ihres Amtes als Festspielchefin enthoben und galt lange — eine Art Sündenbock …

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Frieda Belinfante

Frauenbild

geboren am 10. Mai 1904 in Amsterdam, Niederlande
gestorben am 5. März 1995 in Santa Fe, New Mexico, USA

niederländisch-amerikanische Cellistin, Dirigentin, Widerstandskämpferin
20. Todestag am 5. März 2015


1994, zehn Monate vor ihrem Tod, führte Klaus Müller vom Holocaust Memorial Museum in Washington, D.C., ein Interview mit Frieda Belinfante, das die Grundlage für den Film von Toni Boumans über sie bildete. Dadurch wurde die Erinnerung an eine bedeutende Musikerin und wichtige Zeitzeugin bewahrt. Frieda Belinfante wurde 1904 in Amsterdam geboren. Ihr Vater, ein bekannter jüdischer Pianist, hatte eine eigene Musikschule, ihre nicht-jüdische Mutter kümmerte sich um Haushalt und Kinder. Die Kinder - Frieda hatte zwei Schwestern und einen Bruder - wurden nicht religiös erzogen, ihr Leben konzentrierte sich auf die Musik. Alle vier spielten ein Instrument. Auf Bitten …

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Hedwig Dohm