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    <title>Blog Luise Pusch</title>
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    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:creator>luise.f.pusch@gmail.com</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2010</dc:rights>
    <dc:date>2010-03-08T07:29:53+00:00</dc:date>
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      <title>Opfer und Täter</title>
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      <content:encoded><![CDATA[ Zum Weltfrauentag am 8. März und zur Erinnerung an die Opfer von Tim K., Winnenden (11. März) In letzter Zeit reden wieder alle vom “sexuellen Missbrauch”. Feministinnen kämpfen seit bald 40 Jahren gegen diese unsägliche Formulierung. Sie impliziert, dass es neben dem sexuellen Missbrauch auch noch einen richtigen/akzeptablen sexuellen Gebrauch von Mädchen und Knaben gebe, so wie es neben dem Alkohol- oder Tablettenmissbrauch auch einen korrekten Gebrauch von Tabletten oder Alkohol gibt. Unerträglich ist auch die Implikation, dass die Missbrauchsopfer ein Genussmittel seien, wie Alkohol oder Nikotin. Trotzdem handelt es sich bei dem sogenannten sexuellen Missbrauch eindeutig um Missbrauch, und &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-03-08T07:29:53+00:00</dc:date>
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      <title>Die Kraft und die Herrlichkeit</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/die&#45;kraft&#45;und&#45;die&#45;herrlichkeit/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Nun also soll Hannelore Kraft die Wahlen in NRW für die SPD gewinnen. Ich hoffe, es gelingt ihr. Die Trumpfkarte Frau, obwohl in der Regel von der versammelten Herrlichkeit zu spät aus dem Ärmel gezogen, hat ja schon oft Wunder gewirkt. Nehmen wir z.B. die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Weil ich noch in Umzugswirren stecke und mit Hunderten von Bücherkartons jongliere, habe ich diesmal nicht sehr konzentriert hingeschaut, was unsere OlympionikInnen so trieben. Aber abends in den heute- oder ARD-Nachrichten kamen sie doch immer wieder und schließlich immer gewaltiger, die Frauen. Nur: Es redete niemand über dieses eigentlich alles offizielle &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-02-28T08:47:34+00:00</dc:date>
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      <title>Zeugemutter und Jungfernzwinger in der Barocke</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/zeugemutter&#45;und&#45;jungfernzwinger&#45;in&#45;der&#45;barocke/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Dreiundvierzigste Lektion. Letzte Woche habe ich während der Hausarbeit und vor dem Einschlafen Egon Friedells Kulturgeschichte der Neuzeit (1927-31) in Auszügen gehört. Faszinierend! Hier gibt es die Hörfassung des kompletten Mammutwerks mitsamt Kommentar zum Runterladen. Ich will heute nur zwei Dinge herausgreifen, die mich seither beschäftigen. Zum einen schreibt Friedell nicht “der” oder “das Barock”, wie wir das gewöhnt sind, sondern “die Barocke”: S. 550: … ist die französische Barocke keine reine Barocke S. 551: Alle dieser Varianten finden sich in der Barocke zu einem gewissen Grade vereinigt. S. 561: … &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-02-07T14:18:15+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Mao wollte zehn Millionen Chinesinnen loswerden</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/mao&#45;wollte&#45;zehn&#45;millionen&#45;chinesinnen&#45;loswerden/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Als wir uns noch richtige Briefe schrieben statt Mails, konnten wir das Briefpapier für allerlei Zusatzbotschaften nutzen. Helke Sander schrieb ihre Briefe manchmal auf der Rückseite der Fotokopie eines Artikels über Mao und Kissinger: Alle sollten wissen, was diese beiden Herren über Frauen dachten, was Politiker über Frauen denken. Beim Aufräumen fiel mir so ein Brief wieder in die Hände. Heute gibt es andere Methoden zur Verbreitung von Wissen, deshalb schreibe ich diese Glosse. Frau findet die Original-Artikel zwar leicht im Internet - aber welche von uns kommt schon darauf, die drei Suchworte “Mao”, “Kissinger” sowie “Frauen” bzw. “women” zu &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-01-31T21:36:24+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Weibliche Formen schmerzlich vermisst</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/weibliche&#45;formen&#45;schmerzlich&#45;vermisst/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Während eines Umzugs fällt einer allerlei wieder in die Hände. Ich fand vorgestern eine Audio-Cassette wieder, einen Mitschnitt der schönen Sendereihe “Zwischentöne” vom September 2004, Sabine Küchler im Gespräch mit Maria Frisé, früher Feuilleton-Redakteurin bei der FAZ. Sie hatte gerade ihre Erinnerungen unter dem Titel “Meine schlesische Familie und ich” herausgebracht, und Küchler fragte sie: Sie haben den Weg zurück in die eigene Kindheit schon einmal eingeschlagen,&nbsp; in einem andern Buch. Vor 14 Jahren, glaube ich, erschien ein schmaler Band mit dem Titel “Eine schlesische Kindheit”, ein Buch, das damals in einer sehr deutlich literarischen Perspektive erzählt wurde, in der &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-01-24T13:17:52+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Singles und ihre Artikel</title>
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      <content:encoded><![CDATA[ Nicht, was Sie jetzt wieder denken. Hier geht es ganz nüchtern um grammatische Artikel wie der, die, das. Der, die, das - in dieser Reihenfolge werden bei uns die Artikel aufgezählt. Warum eigentlich? Warum sagen wir nicht die, das, der nach dem Titanic-Prinzip (“Frauen und Kinder zuerst”)? Oder alphabetisch das, der, die? Wir sagen auch: er, sie, es Oder: männlich, weiblich, sächlich Oder: Maskulinum, Femininum, Neutrum Die Reihenfolge bildet eine Rangfolge ab: Der Mann rangiert höher als die Frau, die Frau höher als ein Tier oder Ding. Unsere Grammatik stuft die Frau vom Rang her als Mittelding zwischen Mensch und &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-01-16T20:25:33+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Zum Tod von Mary Daly</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/zum&#45;tod&#45;von&#45;mary&#45;daly/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Das Jahr fing gar nicht gut an. Erst starb Freya von Moltke am 1. Januar, zwei Tage später dann Mary Daly. Die beiden wohnten nicht weit voneinander entfernt, die eine in Vermont, die andere in Massachusetts, Neuengland. Beide waren Widerstandskämpferinnen und hatten komplexe Beziehungen zu Deutschland. Moltke und ihr Mann gehörten zur Verschwörung des 20. Juli; Helmuth Graf von Moltke wurde von den Nazis hingerichtet. Daly widerstand dem Patriarchat in all seinen Erscheinungsformen, ganz besonders seiner Extremform, der katholischen Kirche. Sie hatte in der Schweiz studiert und gelehrt, und ihre treusten Anhängerinnen hatte sie vermutlich in Deutschland, nicht zuletzt dank &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-01-10T16:07:43+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Alte Männer, neues Jahr: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/alte&#45;maenner&#45;neues&#45;jahr&#45;das&#45;neujahrskonzert&#45;der&#45;wiener&#45;philharmoniker/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Jedes Jahr am Neujahrsmorgen spielen die Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Musikvereins ihr Neujahrskonzert, überwiegend mit Wälzern und Polken der Strauß-Dynastie. Die Eintrittskarten sind sündhaft teuer und obendrein auf Jahre ausverkauft, aber auf dem Bildschirm gibt’s das Ganze kostenlos, und so schauen jedes Mal viele Millionen Menschen “aus aller Herren Ländern” zu, diesmal sollen es 72 Herrenländer gewesen sein. Das Konzert wird auch überwiegend von Herren bestritten, aber heuer konnte Kulturmoderatorin Barbara Rett vom ORF melden: “Man sieht viele junge Gesichter, ein richtiger Generationswechsel hat da im Orchester stattgefunden. Auch einige Damen sind hinzugekommen, sehr erfreulich.” Ich habe insgesamt &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2010-01-02T19:06:55+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Leidige Väter</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/leidige&#45;vaeter/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Als Anfang Dezember die Nachricht über die Gleichstellung lediger Väter mit verheirateten Vätern durch die Medien ging, wunderte ich mich vor allem über diesen Ausdruck “ledige Väter”. Früher gab es doch nur ledige Mütter, und die Väter dazu blieben sprachlich unsichtbar. Im Zuge der Frauenbewegung organisierten sich die damals noch brutal geächteten “ledigen Mütter”, nannten sich fortan “alleinerziehend” statt &#8220;ledig&#8221; und gründeten den Verband alleinerziehender Mütter. Bald begehrten auch Männer Einlass (ähnlich wie beim Hausfrauenbund) und schwupps hieß der Verband &#8220;Verband alleinerziehender Mütter und Väter&#8221;, VAMV. Das neue Wort betonte den Aspekt des Erziehens und Betreuens im Alleingang und vernachlässigte &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2009-12-29T10:53:00+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Der Kindle, die Windel und das Kindl</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/der&#45;kindle&#45;die&#45;windel&#45;und&#45;das&#45;kindl/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Zweiundvierzigste Lektion. Vor kurzem schrieb mir meine Freundin Eva: “Hast Du noch keinen Kindle für die Reisen? Du bist doch sonst so fortschrittlich, was Technik betrifft!” Ich schrieb zurück: “Warum sagen wir eigentlich ‘der Kindle’? Jedenfalls - das Kindel ist mir noch nicht fortschrittlich genug, weil es noch keinen Zugriff auf deutsche Bücher und Zeitschriften hat. Wenn sie das geschafft haben, werde ich wohl zuschlagen.” Ich habe eben das Christkindl beauftragt, Joey zum Fest eine Kindle vorbeizubringen, sie ist Amerikanerin und gehört damit zur ersten Zielgruppe dieses Lesegeräts bzw. e-Book-Readers. Außerdem &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2009-12-19T18:22:25+00:00</dc:date>
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