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    <title>Blog Luise Pusch</title>
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    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:creator>luise.f.pusch@gmail.com</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2008</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-10T15:27:00+01:00</dc:date>
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      <title>Jubilate Deo</title>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Achtzehnte Lektion Bei jenem Seminar mit Frauen der feministisch-matriarchalen Akademie Alma Mater, von dem ich hier neulich schon berichtet habe, habe ich außer fräuen noch ein anderes schönes Wort gelernt. Während der Vorstellungsrunde erzählten die Teilnehmerinnen von ihren Berufen und Tätigkeiten. Eine sagte: “Ich bin Jubilate”. Merkwürdig, dachte ich, aber da die Runde das anscheinend ganz selbstverständlich fand, wollte ich nicht unterbrechen und beschloß, die Jubilate im Anschluß zu fragen, was das denn sei, eine Jubilate. Ich kannte Jubilate nur aus dem Lateinunterricht ("jubelt, jauchzt, frohlockt"), als komplizierten Kanon, den wir &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-05-10T15:27:00+01:00</dc:date>
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      <title>&#8220;Eigenartige Personen&#8221; &#45; Lesbos hat Probleme mit dem L&#45;Wort</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/eigenartige&#45;personen&#45;lesbos&#45;hat&#45;probleme&#45;mit&#45;dem&#45;l&#45;wort/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Siebzehnte Lektion Ende April meldeten diverse Zeitungen Erregung aus Richtung Lesbos: Dimitris Lambrou, Chefredakteur der konservativen Zeitschrift “O Davlou” und zwei Einwohnerinnen der Insel Lesbos wollen einer griechischen Organisation von Lesben und Schwulen verbieten, das Wort lesbisch zu benutzen: &#8220;Wir wenden uns gegen die willkürliche Nutzung des Namens unserer Heimat von Personen, die eigenartig sind&#8221;, heißt es unter anderem in der Klageschrift. “Sie empfänden es als ‘beschämend’, den Namen ihres Geburtsortes zu nennen, da er weltweit mittlerweile etwas völlig anderes bedeute. Der Antrag soll in Athen am 10. Juni behandelt werden.” &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-05-02T18:46:00+01:00</dc:date>
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      <title>Fräude, schöner Göttin Funken</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/fraeude&#45;schoener&#45;goettin&#45;funken/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Sechzehnte Lektion Am 18. April war ich in dem schönen FrauenBildungshaus Altenbücken an der Weser für ein Seminar mit Frauen der feministisch-matriarchalen Akademie Alma Mater. Im Vorfeld hatte mir Astrid Wehmeyer geschrieben “Ich fräue mich”, und fräudig schrieb ich zurück, “ich fräue mich auch”. Schließlich sind Fräude, erfräulich und fräuen für die Silbe fräu ein viel hübscheres Ambiente als Fräulein! Im Laufe des Seminars erkundigte ich mich dann nach dieser Wortschöpfung und erfuhr, daß Dagmar Margotsdotter Fricke sie hervorgebracht hat, um daran zu erinnern, daß Freude von Frau kommt, was ja &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-20T09:39:01+01:00</dc:date>
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      <title>Schluß mit der Duldungsstarre</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/schluss&#45;mit&#45;der&#45;duldungsstarre/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Berit, Angelika, Juanita und ich saßen kürzlich mal wieder gemütlich im Restaurant bei Flammkuchen und Bier; diesmal feierten wir das Erscheinen von Die Eier des Staatsoberhaupts. Berit hatte mir Stoff für die nächste Glosse mitgebracht - ein verrücktes Wort, das sie eben erst kennengelernt hätte: Duldungsstarre. Uns schwante nichts Gutes, wir konnten uns schon allerlei Unschönes denken. Frau ist ja nicht weltfremd. Wir alle kennen den Rat “Augen zu und an England denken”, den viktorianische Mütter ihren Töchtern für die Hochzeitsnacht mitgaben. Berit zog einen Zettel aus der Tasche und las vor: “Die Duldungsstarre bezeichnet einen Zustand vor allem weiblicher &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-12T18:36:00+01:00</dc:date>
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      <title>Geburtstag</title>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Fünfzehnte Lektion Vorgestern hatte Kate Geburtstag. Ich habe ihr gratuliert, aber nicht Joey, ihrer Mutter. Das fiel mir erst nachträglich ein. Als meine Mutter noch lebte, habe ich zu meinem Geburtstag immer ihr gratuliert. Wohl ist es ein Grund zum Feiern, daß ich vor Jahrzehnten mal “das Licht der Welt erblickte”, aber gratuliert wird doch meist zu einer Leistung, einer bestandenen Prüfung, einer überstandenen Operation. Sicher ist eine Geburt anstrengend auch für das Baby, aber die Mutter erlebt die Anstrengung bewußt und hat vorher monatelang Zeit, sich darauf gefaßt zu machen. &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-05T10:27:00+01:00</dc:date>
    </item>

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      <title>&#8220;Die fröhliche Landfrau&#8221; von Robert Schumann</title>
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      <content:encoded><![CDATA[ Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Vierzehnte Lektion Über die neue Dating-Show der ARD “Ich weiß wer gut für dich ist” schreibt die HörZu: “Junges und Frisches genießt Priorität im Ersten, wie Ilka, einer von elf Singles …. “Ilka der Single” - klingt schon komisch. “Fragen Sie den Coach”, heißt eine Kolumne in der FAZ zum Wochenende, und der Coach heißt Sonja Streit. Diese Übernahmen aus dem Englischen sind im Original alle geschlechtsneutral, werden im Deutschen aber automatisch männlich, egal wie unsinnig das sein mag. Der Babysitter z.B. - ist fast immer ein Mädchen oder eine Frau. &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-31T11:23:00+01:00</dc:date>
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      <title>Großmama packt aus, Großpapa kann einpacken</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/grossmama&#45;packt&#45;aus&#45;grosspapa&#45;kann&#45;einpacken/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Während der letzten beiden Wochen habe ich mir bei der Hausarbeit und vor dem Schlafengehen zwei schöne Bücher vorlesen lassen: Erst Zeitlupe (Slow Man) von J.M. Coetzee (Sprecher: Christian Brückner), danach Großmama packt aus von Irene Dische, gelesen von Hannelore Hoger. Diese beiden Bücher aus dem Jahre 2005 waren gerade in der Stadtbibliothek vorrätig - daß ich sie fast gleichzeitig kennenlernte, ist also reiner Zufall. Umso erstaunlicher, wie viele Parallelen die Bücher aufweisen. Beide AutorInnen singen - wenn auch in modern unterkühltem Ton - unbeirrt das Hohelied der Frau: Frauen schmeißen den Laden, behalten die Nerven, ohne sie geht alles &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-23T10:37:00+01:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Ein liebendes Pferd</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/ein&#45;liebendes&#45;pferd/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Martin Walsers neuer Roman, Ein liebendes Pferd, bildet - nach Ein springender Mann und Ein fliehender Brunnen - den Abschluß seiner Partizipialtrilogie. Möglich, daß ich die Titel nicht ganz genau auf die Reihe gekriegt habe. Vielleicht baut er die Serie noch zu einer Heptalogie aus, um mit Grass’ Tierleben gleichzuziehen (Katz und Maus, Hundejahre, Aus dem Tagebuch einer Schnecke, Der Butt, Die Rättin, Unkenrufe und Im Krebsgang) - aber die Zeit wird knapp. Es geht in dem Roman um die Liebe des 73jährigen Goethe zu der 19jährigen Ulrike von Levetzow. Sie lehnt seinen Heiratsantrag ab, und er ergießt seinen Schmerz &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-15T21:04:00+01:00</dc:date>
    </item>

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      <title>Frauinnen, Stierinnen und Patriarchinnen</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/frauinnen&#45;stierinnen&#45;und&#45;patriarchinnen/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Früher war ich Steinbock, meine Schwester Wassermann und mein Bruder Jungfrau. Heute bin ich Steinziege, meine Schwester Wasserfrau und mein Bruder noch immer Jungfrau. Die Männer sind in ihrer maskulistischen Sprachkritik etwas zurückgeblieben. Eine meiner Freundinnen ist Stier. Kuh - nein, das will sie nicht sein. Lieber Stierin. Jedesmal, wenn sie stolz verkündet, sie sei Stierin, brüllen wir vor Lachen, wie die Stierinnen. Zum internationalen Tag der Frau war ich zu einer Tagung über Frauen, Sprache und Politik nach Magdeburg eingeladen. Das Ankündigungsplakat zierte ein Cartoon von Hogli (Amelie Glienke), auf dem ein Herr seine Zuhörerinnen anredet mit “Liebe Frauinnen”. &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-09T18:49:01+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Die Wohlgesinnten, die Ausgebufften und andere seltsame Titel</title>
      <link>http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/die&#45;wohlgesinnten&#45;die&#45;ausgebufften&#45;und&#45;andere&#45;seltsame&#45;titel/</link>
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      <content:encoded><![CDATA[ Am 22. Februar, dem Vorabend des Erscheinens der Wohlgesinnten, brachte “3sat Kulturzeit” einen längeren Beitrag über den Schocker von John Littell. Ich hatte von dem Buch bis dahin nichts gehört, erfuhr nun aber, daß das französische Original ein rasender Bestseller sei und zudem den Prix Goncourt bekommen hätte. Den Titel fand ich für die fiktiven Bekenntnisse eines Nazischergen etwas verschroben, dachte aber nicht weiter darüber nach. Es ging in dem Bericht auch hauptsächlich um die literarische Kontroverse, die das Buch in Deutschland schon vor seinem Erscheinen ausgelöst hatte: Haben wir es mit einem genialen Jahrhundertwerk oder mit einem mönströs mißlungenen &#8230; ]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-01T15:50:00+01:00</dc:date>
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