Susan B. Anthony

geboren am 15. Februar 1820 bei Adams, Massachusetts
gestorben am 13. März 1906 in Rochester, New York

Pionierin der amerikanischen Frauenbewegung
105. Todestag am 13. März 2011

Susan B. Anthony, “die Napoleon der Frauenbewegung”, wurde durch ihren unermüdlichen, leidenschaftlichen und couragierten Einsatz zur national wie international anerkannten Führerin der Frauenstimmrechtsbewegung. Am Anfang wegen ihrer radikalen Ansichten und kompromißlosen Forderungen öffentlich geschmäht, wurde sie am Ende ihres Lebens als bewunderte und geliebte Symbolfigur einer mächtigen Bewegung gefeiert. Anthony wuchs in einer kinderreichen Familie im liberalen Geist der QuäkerInnen auf, die Frauen als gleichberechtigt ansahen. Sie bekam eine für die Zeit relativ gute Ausbildung und wurde Lehrerin. Früh erfuhr sie aber die Ungerechtigkeit gegen Frauen: Sie verdiente nur ein Viertel dessen, was die Männer bekamen. 1849 kehrte Anthony als …

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Antoinette Brown Blackwell

geboren am 20. Mai 1825 in Henrietta, New York
gestorben am 5. November 1921 in Elizabeth, New Jersey

US-amerikanische Frauenrechtlerin: Pastorin, Rednerin und Schriftstellerin
90. Todestag am 5. November 2011

Sie ist bekannt geworden als die erste ordinierte Pastorin in den Vereinigten Staaten, aber sie übte diesen Beruf nur kurze Zeit aus. Durch ihre philosophisch-wissenschaftlich-theologischen Schriften und besonders durch ihre Auftritte als Rednerin und Predigerin wurde Antoinette Brown Blackwell zu einer führenden Gestalt der ersten amerikanischen Frauenbewegung. Als siebte von zehn Kindern wuchs Antoinette Brown im Staat New York auf. Schon als Kind zeigte sie Frömmigkeit und Wissensdurst. Der Vater ließ sie an der Monroe-Akademie in Henrietta ausbilden, wo sie mit sechzehn schon als Lehrerin angestellt wurde. Aber sie wollte Pastorin werden – ein unmöglicher Wunsch. Antoinette blieb trotzdem unbeirrt. …

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Theanolte Bähnisch

geboren am 25. April 1899 in Beuthen, Oberschlesien
gestorben am 9. Juli 1973 in Hannover

deutsche Juristin, Widerstandskämpferin, erste Regierungspräsidentin Hannovers, Frauenpolitikerin
40. Todestag am 9. Juli 2013

„Als erste Verwaltungsreferendarin, als erste Regierungspräsidentin und als erste Bevollmächtigte Niedersachsens war sie immer auch Pionierin, die für andere Frauen Wege gebahnt hat.” So Bärbel Clemens in ihrem Aufsatz zu Theanolte Bähnisch (Sophie & Co.: Bedeutende Frauen Hannovers). Die überragend kompetente Anwältin, Verwaltungsfachfrau und Politikerin machte sich in bis dahin unbestritten männlichen Domänen immer wieder schier unentbehrlich. Mutige Offenheit, praktische Intelligenz, Tat- und Durchsetzungskraft setzte sie ein Leben lang für das öffentliche Wohl ein. Als Mitbegründerin des Deutschen Frauenrings vertrat Bähnisch die Idee, wie viele nach dem Krieg, dass gerade Frauen sich in der Politik engagieren müssten, um das zerstörte …

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Hedwig Dohm

geboren am 20. September 1831 in Berlin
gestorben am 1. Juni 1919 in Berlin

deutsche Schriftstellerin und feministische Theoretikerin
180. Geburtstag am 20. September 2011

Hedwig Dohm ist eine der klügsten und witzigsten Frauenrechtlerinnen der letzten 100 Jahre. Ihre Forderungen zur Frauenemanzipation sind zum Teil noch heute nicht verwirklicht. Verblüffend hellsichtig und humorvoll sind ihre ideologiekritischen Analysen von Werken zeitgenössischer patriarchalischer Denker, wundervoll respektlos entlarvt sie deren dümmliche Machtansprüche und Unterdrückungstheorien.   Dohm war eine sehr moderne Denkerin. Sie sah, dass der sogenannte weibliche Sozialcharakter auf erziehungsbedingte Einflüsse zurückzuführen und nicht biologischen Ursprungs ist. Sie forderte gleiche Bildung und Ausbildung für beide Geschlechter und kämpfte für Frauenstudium und Frauenstimmrecht. Hausarbeit und Kindererziehung könnten von Institutionen übernommen werden, um auch der Frau die Möglichkeit zu geben, …

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Sarah Moore Grimké und Angelina Emily Grimké

Sarah Moore Grimké
geboren am 26. November 1792 in Charleston, South Carolina
gestorben am 23. Dezember 1873 in Hyde Park bei Boston, Massachusetts
140. Todestag am 23. Dezember 2013

Angelina Emily Grimké
geboren am 20. Februar 1805 in Charleston, South Carolina
gestorben am 26. Oktober 1879 in Hyde Park bei Boston, Massachusetts

US-amerikanische Abolitionistinnen und Feministinnen

Sarah und Angelina Grimké, Pionierinnen der Bewegung gegen die Sklaverei, waren auch die ersten, die den Zusammenhang zwischen der Unterdruckung der Frau und der Versklavung schwarzer Menschen im patriarchalischen System erkannten. Durch ihre Schriften und ihre Auftritte als Rednerinnen und Publizistinnen waren die Schwestern von ausschlaggebender Bedeutung in der AbolitionistInnenbewegung und halfen auch späteren Generationen von Frauen, sich als emanzipierte, gleichberechtigte Bürgerinnen zu verstehen. (Abolitionistin von engl. “abolition” = Abschaffung (der Sklaverei)). Sarah war die sechste, Angelina die letzte von 14 Kindern einer angesehenen sklavenhaltenden Familie aus Charleston in Süd-Carolina. Schon als junge Madchen entwickelten sie einen leidenschaftlichen Abscheu gegen …

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Hedwig Kettler

geboren am 19. September 1851 in Harburg bei Hamburg
gestorben am 5. Januar 1937 in Berlin

deutsche Frauenrechtlerin; Pionierin der Mädchenbildung
75. Todestag am 5. Januar 2012

“Verehrte Frau Kettler, gehen Sie in Ihr Haus und erziehen Sie Ihre Kinder, wenn Sie welche haben. Das hat Sinn. Aber verschonen Sie die Welt mit Ihren Reformen, Sie blamieren sich fürchterlich damit!” Dieser Text war 1903 in einer süddeutschen Zeitung zu lesen. Die gefürchteten Reformen bestanden darin, auch Mädchen die Möglichkeit zu geben, das Abitur abzulegen und zu studieren. Hedwig Kettler selbst hatte nur eine höhere Töchterschule besucht, wo ihr als Vorbereitung auf ihr Leben als Hausfrau und Mutter eine gewisse Halbbildung vermittelt worden war. Am 30. März 1888 gründete sie gemeinsam mit gleichgesinnten Frauen den “Frauenverein Reform”, später …

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Helene Lange

geboren am 9. April 1848 in Oldenburg
gestorben am 13.Mai 1930 In Berlin

Pionierin der deutschen Frauenbewegung
165. Geburtstag am 9. April 2013

Helene Lange hat grundsätzlich nie einen Brief aufbewahrt – “Privates fand sie nicht so interessant” (Gertrud Bäumer). Über persönliche Erlebnisse und Gefühle hat sie in ihren Lebenserinnerungen (1921) kaum etwas geschrieben. Umso größeren Raum nehmen die Berichte über den Kampf um die Verbesserung der Mädchen- und Lehrerinnenbildung in Preußen ein. Bekannt geworden als Verfasserin der sogenannten “Gelben Broschüre” (1887), in der sie in scharfer Form die Mädchenbildung kritisiert, gründet sie 1890 den Allgemeinen deutschen Lehrerinnenverein (ADLV). Aufgrund ihrer Initiative machen 1896 erstmals sechs Frauen die Reifeprüfung in Berlin. Helene Lange hat entscheidend dazu beigetragen, Frauen bürgerlicher Schichten das Studium in …

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Emmeline Pankhurst

geboren am 14. Juli 1858 in Manchester
gestorben am 14. Juni 1928 in London

englische Frauenrechtlerin, Anführerin der militanten Suffragetten
155. Geburtstag am 14. Juli 2013

Die Pankhursts – Emmeline, Richard und ihre beiden ältesten Töchter Christabel und Sylvia – sind nach den englisch-amerikanischen Blackwells und den US-amerikanischen Stantons - die dritte Dynastie, die der Feminismus hervorgebracht hat. Emmeline Goulden heiratete mit zwanzig den 24 Jahre älteren Anwalt Richard Pankhurst, einen Sozialisten und radikalen Kämpfer für das Frauenstimmrecht. In den nächsten zehn Jahren gebar und erzog sie nicht nur fünf Kinder (Christabel (1880-1958), Sylvia (1882-1960), Frank (1884-89), Adela (1885-1961) und Harry (1889-1910), sondern unterstützte auch die politische Karriere ihres Mannes und widmete sich selbst intensiv dem Kampf für Frauenrechte. Als Fürsorgerin bekam sie einen tiefen Einblick …

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Sylvia Pankhurst

geboren am 5. Mai 1882 in Manchester
gestorben am 27. September 1960 in Addis Abeba, Äthiopien

englische Frauenrechtlerin (Suffragette), Sozialistin und Schriftstellerin
130. Geburtstag am 5. Mai 2012

Die Biographien der drei Pankhurst-Frauen - Mutter Emmeline und ihre Töchter Christabel und Sylvia - sind über viele Jahre hinweg fast identisch mit der Geschichte des Kampfes um das Frauenwahlrecht in Großbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts. Ihr Vater Richard, ein Rechtsanwalt, nimmt sie als Kind in die Slums von Manchester und später von London mit, wo er leidenschaftliche politische Reden hält und sie schon früh mit der Not der Frauen der unterprivilegierten Klasse in Berührung kommt. Diese Prägung soll lebenslang ihr Engagement bestimmen. Der Feminismus war nur eines ihrer Interessen, zweifellos das wichtigste, denn sie opferte ihm viel Zeit, Energie …

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Alice Paul

geboren am 11. Januar 1885 in Moorestown, New Jersey
gestorben am 9. Juli 1977 in Moorestown, New Jersey

amerikanische Frauenrechtlerin
35. Todestag am 9. Juli 2012

Alice Paul, die schüchterne Tochter einer wohlhabenden, liberalen Quakerfamilie aus Pennsylvanien, ging bei den englischen Suffragetten Emmeline und Christabel Pankhurst in die Lehre und entwickelte sich zur “einzigen wirklich charismatischen” Führerin der US-amerikanischen Frauen-Stimmrechtsbewegung im 20. Jahrhundert. Mit der 1916 von ihr gegründeten Frauenpartei (Woman’s Party) brachte Paul neues Leben in die etwas müde gewordene Frauenbewegung. Mit ihren radikalen Methoden wurde die kühne und brilliante Strategin, die ihr ganzes Leben der Sache der Frauen widmete, zur Pionierin des “zivilen Ungehorsams”. Alice Paul besaß eine für ihre Zeit ungewöhnlich eindrucksvolle Bildung: 1905 machte sie ihren ersten Abschluß am Swarthmore College, studierte …

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Elizabeth Cady Stanton

geboren am 12. November 1815 in Johnstown, New York
gestorben am 26. Oktober 1902 in New York, New York

Pionierin der US-amerikanischen Frauenbewegung
110. Todestag am 26. Oktober 2012

Neben Susan B. Anthony gilt Elizabeth Cady Stanton als führender Kopf der amerikanischen Frauenrechtsbewegung im 19. Jahrhundert. Die beiden Freundinnen und Kampfgefährtinnen setzten sich über vierzig Jahre lang unermüdlich und kompromißlos dafür ein, daß Frauen das Stimmrecht erhielten. Stantons brillante, radikale Kritik der rechtlichen, politischen und auch religiösen Diskriminierung der Frauen, wie sie sie in zahllosen Reden, Manifesten, Briefen und Büchern formulierte, inspirierte die junge Frauenrechtsbewegung, lieferte ihr die zwingendsten Argumente und und ist zum grossen Teil auch heute noch aktuell. Für Stanton stand die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit der Frau, auch in der Ehe und während der Mutterschaft, als …

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Flora Tristan

geboren am 7. April 1803 in Paris
gestorben am 14. November 1844 in Bordeaux

französische Schriftstellerin, Feministin und Sozialistin; Großmutter von Gauguin
210. Geburtstag am 7. April 2013

“In unserer unglücklichen Gesellschaft ist die Frau von Geburt her eine Paria, sie hat die Stellung einer Dienerin ... und fast immer kann sie nur wählen zwischen Heuchelei und Schmach.” Mit ihrer scharfen Kritik an der Unterdrückung der Frauen stand Flora Tristan in ihrer Zeit - den dreißiger und vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts - nicht allein, und auch ihre Hoffnung “Die Zukunft wird der Frau gehören” wurde von den französischen Frühsozialisten (Saint-Simon, Fourier) geteilt. Aber im Gegensatz zu den männlichen Theoretikern sprach sie aus eigener leidvoller Erfahrung. Mit knapp achtzehn Jahren hatte sie ihren Arbeitgeber, den Graveur André Chazal, …

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Fanny Wright

geboren am 6. September 1795 in Dundee, Schottland
gestorben am 13. Dezember 1852 in Cincinnati, Ohio

englisch-US-amerikanische Sozialrevolutionärin und Schriftstellerin
160. Todestag am 13. Dezember 2012

Fanny Wright war eine Rebellin von unerhörtem Mut und analytischer Kraft. Sie war ihrer Zeit so weit voraus, daß manche ihrer Einsichten und Forderungen noch heute revolutionär wirken. Sie war die erste Frau, die in den Vereinigten Staaten öffentlich gegen die Sklaverei protestierte und zu einer großen Menschenmenge über Frauenrechte sprach. Fanny hatte mit zwei Jahren ihre – wohlhabenden – Eltern verloren und wurde zusammen mit ihrer Schwester Camilla von Verwandten aufgezogen. Sie las viel, besonders über die USA, und begann früh zu schreiben. 1818 schiffte sie sich mit Camilla nach Amerika ein und kehrte 1820 zurück. Ihre enthusiastischen Briefe …

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