Frau(en) der Woche:

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Jane Addams

Frauenbild

geboren am 6. September 1860 in Cedarville, Illinois
gestorben am 21. Mai 1935 in Chicago, Illinois

US-amerikanische Pazifistin, Sozialreformerin und Feministin; Friedensnobelpreisträgerin (1931)
80. Todestag am 21. Mai 2015


Jane Addams “nur” als Pazifistin, Sozialreformerin und Feministin zu bezeichnen, wird ihren vielen Aufgaben und Themen, denen sie sich gewidmet hat, nicht gerecht. Sie beschäftigt sich mit allen gesellschaftspolitischen Fragen ihrer Zeit und wird am Ende ihres Lebens dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Geboren wird sie in eine kinderreiche Familie, der Vater John Huy Addams ist politisch als Senator aktiv und Zeit seines Lebens eine prägende Figur für ihre weiteren Aktivitäten. Als er 1881 stirbt, verfällt Jane in eine tiefe Depression, was für ihren gesundheitlich angeschlagenen Zustand – sie leidet unter chronischen Rückenschmerzen nach einer Operation – eine weitere Belastung …

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Elizabeth Fry

Frauenbild

geboren am 21. Mai 1780 in Earlham Hall/Norwich, England
gestorben am 12. Oktober 1845 in Lepton Lane

englische Gefängnisreformerin
235. Geburtstag am 21. Mai 2015


Nach einer sorglosen Jugend auf dem Landgut ihrer Eltern fühlte sich Elizabeth Fry innerlich zerrissen und unbefriedigt. Durch die Predigten eines Quäkers zum Glauben erweckt, wandte sie sich von allen weltlichen Vergnügungen ab und trug fortan die graue Keidung der QuäkerInnen. Ihre erste Tat der Nächstenliebe war die Gründung einer Schule für die verwahrlosten Kinder der Umgebung. Mit zwanzig Jahren heiratete sie den Bankier Josef Fry und zog mit ihm nach London, wo sie in glücklicher Ehe 16 Kinder gebar. 1813 fand sie beim Besuch des Frauengefängnisses Newgate die große Aufgabe ihres Lebens. Die unvorstellbaren Verhältnisse dort veranlaßten sie zur …

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Caroline Muhr

Frauenbild

geboren am 20. Mai 1925 in Essen
gestorben am 13. Januar 1978 in Bonn-Bad Godesberg

deutsche Schriftstellerin
90. Geburtstag am 20. Mai 2015


Caroline Muhr gehört, mit ihrem schmalen Werk, zu den großen deutschen Schriftstellerinnen. Sie wurde allerdings bisher weder von der etablierten Literaturkritik noch von der Frauenbewegung angemessen gewürdigt - nur der feministischen Literaturkritik beginnt es langsam zu dämmern (vgl. Weigel 1987).  Dabei erfüllt Muhr eine der wichtigsten Voraussetzungen für literarischen Ruhm: Sie ist tot, seit über 30 Jahren. Bei einer anderen Großen der deutschsprachigen Literatur, Marlen Haushofer, brauchte es 15 Jahre Totsein, bis sie “entdeckt” wurde. Mit ihr hat Muhr überhaupt einiges gemeinsam. Fast Altersgenossinnen, starben beide viel zu früh - Haushofer 1970 im Alter von 49 und Muhr acht Jahre …

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Antoinette Brown Blackwell

English

Frauenbild

geboren am 20. Mai 1825 in Henrietta, New York
gestorben am 5. November 1921 in Elizabeth, New Jersey

US-amerikanische Frauenrechtlerin: Pastorin, Rednerin und Schriftstellerin
190. Geburtstag am 20. Mai 2015


Sie ist bekannt geworden als die erste ordinierte Pastorin in den Vereinigten Staaten, aber sie übte diesen Beruf nur kurze Zeit aus. Durch ihre philosophisch-wissenschaftlich-theologischen Schriften und besonders durch ihre Auftritte als Rednerin und Predigerin wurde Antoinette Brown Blackwell zu einer führenden Gestalt der ersten amerikanischen Frauenbewegung. Als siebte von zehn Kindern wuchs Antoinette Brown im Staat New York auf. Schon als Kind zeigte sie Frömmigkeit und Wissensdurst. Der Vater ließ sie an der Monroe-Akademie in Henrietta ausbilden, wo sie mit sechzehn schon als Lehrerin angestellt wurde. Aber sie wollte Pastorin werden – ein unmöglicher Wunsch. Antoinette blieb trotzdem unbeirrt. …

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Eliza Orzeszkowa

Eliza Orzeszkowa

geboren am 6. Juni 1841 in Milkowszczyźna (bei Grodno)
gestorben am 18. Mai 1910 in Grodno

polnische Schriftstellerin
105. Todestag am 18. Mai 2015


Gleich zweimal galt Eliza Orzeszkowa als aussichtsreiche Anwärterin auf den Literaturnobelpreis: doch 1905 ging der Preis an den ebenfalls aus Polen stammenden Henryk Sienkiewicz (»Quo Vadis«) und 1909 unterlag sie Selma Lagerlöf. Aber auch wenn ihr die ganz große internationale Anerkennung versagt blieb, Eliza Orzeszkowa war (und ist) die herausragende Repräsentantin der polnischen realistischen Literatur des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihre Werke wurden nicht nur zu ihren Lebzeiten und nicht nur in Polen viel gelesen. Auch noch lange nach ihrem Tod wurden ihre Hauptwerke immer wieder neu aufgelegt. Zugleich galt sie als die literarische Stimme der polnischen Frauenbewegung …

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Lorraine Hansberry

English

Lorraine Hansberry

geboren am 19. Mai 1930 in Chicago
gestorben am 12. Januar 1965 in New York

US-amerikanische Dramatikerin
85. Geburtstag am 19. Mai 2015


Lorraine Hansberry, die aus einer kultivierten schwarzen Mittelschichtfamilie stammte, sich aber über die Armut und Ungerechtigkeit, der die meisten Schwarzen in den USA ausgesetzt sind, keinerlei Illusionen machte, kämpfte in ihren Werken und ihr Leben lang leidenschaftlich gegen den Rassismus. Sie war zornig über die Art und Weise, wie Schwarze in der Literatur von Weißen dargestellt werden, und wollte zeigen, »daß wir in unseren elenden und geschundenen Reihen Leute haben, die der Inbegriff menschlicher Größe und Würde sind«. Nach dem Besuch einer segregierten Schule studierte Hansberry zwei Jahre an der Universität von Wisconsin. 1950 ging sie nach New York, begann …

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Annemarie Rübens

Frauenbild

geboren am 24. Mai 1900 in Banfield, Provinz Buenos Aires, Argentinien
gestorben am 8. Mai 1991 in Göttingen

deutsch–argentinische Theologin, Widerstandskämpferin und Wohltäterin
115. Geburtstag am 24. Mai 2015


Annemarie Rübens lebte in zwei Welten. Ihre erste war die “Dritte Welt”, doch mit 9 Jahren schon zog sie mit ihren Eltern in die “Erste” nach Deutschland. Dort verbrachte sie ihre Jugend, studierte Theologie und arbeitete ab 1927 als Vikarin in Kölner Berufsschulen und Altersheimen. In einer Zeit, in der, gemäß dem Vikarinnengesetz, Frauen vom Pfarramt und Gemeindegottesdienst ausgeschlossen waren, lief Annemarie Rübens Sturm gegen die Männerherrschaft in der evangelischen Kirche. War diese Frau schon in der Republik recht unbequem für die Kirche, so wurde sie ihr im “Dritten Reich” zu einer unerträglichen Belastung. Sie ließ sich nicht gleichschalten. Ihre …

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Margaret Fuller

Frauenbild

geboren am 23. Mai 1810 in Cambridge, Massachusetts
ertrunken am 19. Juli 1850 in der Nähe von Fire Island, bei einem Schiffsunglück

US-amerikanische Schriftstellerin, Journalistin und Feministin
205. Geburtstag am 23. Mai 2015


Margaret Fuller, die einmal “die bemerkenswerteste und in gewisser Hinsicht größte Frau, die Amerika bis jetzt gesehen hat” genannt worden ist, war eine eigenwillige und herausragende Persönlichkeit in der religiösen, sozialen und literarischen Geschichte der USA. Die älteste von neun Kindern bekam eine strenge, “männliche” Erziehung von ihrem Vater, einem Juristen und Politiker. Nach kurzem Besuch einer Mädchenschule setzte sie ihre Ausbildung auf eigene Faust fort und wurde als eine Art Allround-Genie und brillante Unterhalterin bekannt. Nach dem Tod ihrs Vaters 1835 begann Margaret Fuller zu unterrichten, studierte gleichzeitig die deutsche Philosophie und übersetzte u.a. Eckermanns Gespräche mit Goethe. Gemeinsam …

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Hedwig Dohm