Frau(en) der Woche:

RSS RSS-Abo

Marie-Madeleine de Lafayette

Frauenbild

getauft 18. März 1634 in Paris
gestorben am 25. Mai 1693 in Paris

französische Schriftstellerin
320. Todestag am 25. Mai 2013


Mme de Lafayette - sie schrieb ihren Namen stets in einem Wort - wurde berühmt durch ihren in der Weltliteratur wegweisenden Roman La princesse de Clèves. Bis heute blieb er lesbar, ja aktuell in seiner Forderung nach einer gleichberechtigten, aufrichtigen Liebesbeziehung zwischen den Geschlechtern. Erst die Frauen der Romantik stellten solche Ansprüche erneut. Der psychologische Roman des 19. Jahrhunderts variierte Lafayettes Thema einer Dreiecksbeziehung, zwischen Leidenschaft und Vernunft, dann unendlich oft (Balzac, Flaubert, Tolstoi ...). Die junge Marie-Madeleine erhielt eine sorgfältige Erziehung. Sie sprach Italienisch und sogar Latein - große Ausnahme in einer Zeit, in der die Mädchenerziehung der der …

weiterlesen

Helen Taussig

Frauenbild

geboren am 24. Mai 1898 in Cambridge, MA
gestorben am 20. Mai 1986 in Kennett Square, Pennsylvania

US-amerikanische Kinderärztin, “First Lady der Kardiologie”
115. Geburtstag am 24. Mai 2013


Als Begründerin der Herzheilkunde für Kinder gewann Helen Taussig Lob und Dankbarkeit vieler Eltern und Kinder ihres Landes. 1927 schloß sie das Medizinstudium an der Johns Hopkins Universität ab und übernahm kurz danach die Leitung der Herzklinik des Harriet Lane Home. In diesem Heim für schwerbehinderte Kinder bildete sie sich schnell zur Expertin für Kinderherzkrankheiten weiter. Anfangs beschäftigte sie sich nicht viel mit PatientInnen mit angeborenen Herzfehlern, denn diese Fälle galten damals als hoffnungslos. Mehr als trösten, pflegen und abwarten konnten die ÄrztInnen nicht. Taussig aber machte diesem Elend ein Ende, indem sie, zusammen mit ihrem Mitarbeiter Alfred Blalock, die …

weiterlesen

Annette von Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff

geboren am 10. Januar 1797 auf Schloß Hülshoff bei Münster
gestorben am 24. Mai 1848 in Meersburg

deutsche Dichterin und Komponistin
165. Todestag am 24. Mai 2013


Annette von Droste-Hülshoff, die einzige Schriftstellerin, die in keiner deutschen Literaturgeschichte fehlt und eine der wenigen Frauen, deren Porträt einen deutschen Geldschein zierte, kämpfte ein Leben lang gegen die Erwartungen ihres Standes und ihrer Familie, die literarische Leistungen, gar von einer Frau, nicht ernstnahmen und öffentliches Auftreten grundsätzlich ablehnten. Drostes eigene Ambivalenz ihrer weiblich-ständischen und ihrer dichterischen Rolle gegenüber prägt fast all ihre Arbeiten und trägt sehr zu ihrer heutigen Wirkung bei. Die mikroskopisch genau beobachteten Bilder ihrer Naturlyrik und Balladen vermitteln in ihren oft geheimnisvollen, schauerlichen Stimmungen, mit ihren Spiegelbildern und DoppelgängerInnen psychologische Einsicht in die Gespaltenheit des modernen …

weiterlesen

Annemarie Schwarzenbach

Annemarie Schwarzenbach

geboren am 23. Mai 1908 in Zürich
gestorben am 15. November 1942 in Sils/Engadin

Schweizer Schriftstellerin und Reisejournalistin
105. Geburtstag am 23. Mai 2013


Ihr kurzes Leben verlief in Extremen. Die Tochter einer der reichsten Schweizer Industriellenfamilien zog es 1931 nach brillant absolviertem Studium (Promotion mit 23) nach Berlin, wo sie engen Kontakt zum Kreis um Erika und Klaus Mann bekam. Politisch und finanziell unterstützte sie deren antifaschistische Projekte, engagierte sich ab 1933 im Widerstand, wodurch sie mit ihrer erzkonservativen Familie in heftigen Konflikt geriet. Zusammen mit den Manns machte sie auch erste Erfahrungen mit Morphium und kam dann, trotz vieler Entziehungskuren, nie wieder davon frei. Ihr unstetes, fluchtartiges Reiseleben führt sie in den folgenden Jahren rund um die Welt – mehrfach nach Persien, …

weiterlesen

Maria Hueber

English

Maria Hueber

geboren am 22. Mai 1653 in Brixen, Südtirol/Italien
gestorben am 6. Juli 1705 in Brixen, Südtirol/Italien

Südtiroler Ordensgründerin und Pionierin der Mädchenbildung
360. Geburtstag am 22. Mai 2013


Maria Hueber ist eine Pionierin der Mädchen- und Frauenbildung in Tirol und die erste Tirolerin, die einen Orden gegründet hat. Die von ihr 1700 gegründete Kongregation, die Tertiarschwestern des heiligen Franziskus, ist heute die zahlenmäßig stärkste Frauengemeinschaft Südtirols. Maria Hueber gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Frauen in der Geschichte Tirols und hat auch heute noch das Zeug zur Leitfigur; ihr Leben ist biographisch gut erschlossen, und es läuft ein Seligsprechungsverfahren. Nichtsdestotrotz wird sie – wie vergleichbare Frauen in anderen Regionen auch – nur sehr langsam zu einem festen Bestandteil des »kollektiven Gedächtnisses« ihres Landes. Dies mag auch daran liegen, dass …

weiterlesen

Warwara Stepanowa

Warwara Stepanowa

geboren am 5. November 1894 in Kaunas, Litauen
gestorben am 20. Mai 1958 in Moskau

russische Malerin und Grafikerin
55. Todestag am 20. Mai 2013


Am Aufbruch der russischen Kunst zu Beginn unseres Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre waren besonders viele Frauen beteiligt. Eine der jüngsten Vertreterinnen dieser weiblichen Avantgarde war Warwara Stepanowa. Während ihres Malereistudiums lernte sie ihren späteren Mann Alexander Rodschenko kennen, mit dem sie ein Leben lang zusammenarbeitete. Sie stellte schon mit 19 Jahren in Moskau aus. Während des Krieges arbeitete sie als Buchhalterin und Sekretärin, nach der Revolution begann sie, »transrationale Gedichte« zu schreiben und entwickelte ihre »visuelle Poesie«. Diese Schöpfungen wurden auch als »Anti-Bücher« bezeichnet. Dann wandte sie sich wieder der Malerei zu und entwickelte ihre »Figurenbilder«, aus geometrischen …

weiterlesen

Edith Hamilton

Frauenbild

geboren am 12. August 1867 in Dresden
gestorben am 21. Mai 1963 in Washington, D.C.

US-amerikanische Altphilologin und Schriftstellerin
50. Todestag am 21. Mai 2013


Edith Hamilton war die älteste von vier Töchtern und kam während einer Europareise ihrer Eltern in Dresden zur Welt. Die Eltern waren wohlhabend, aber der Vater trank und machte 1885 bankrott, so dass die vier Schwestern früh auf eigenen Füßen stehen mussten. Edith entschied sich für den Beruf der Lehrerin. 1895 schloss sie ihr Studium der klassischen Philologie am Bryn Mawr College ab. Als Anerkennung für herausragende Leistungen bekam sie ein Europa-Stipendium und ging für ein Jahr nach Deutschland. In Leipzig ärgerte sich Edith über die philologische Pedanterie der Deutschen; in München war es etwas interessanter, aber dort wurde sie …

weiterlesen


Seitenanfang

Hedwig Dohm