Frau(en) der Woche:
Maria Elena Vieira da Silva

geboren am 18. Juni 1908 in Lissabon
gestorben am 6. März 1992 in Paris
portugiesisch-französische Malerin und Grafikerin
105. Geburtstag am 18. Juni 2013
Ohne Vorzeichnung baut Vieira da Silva ihre Gemälde aus vielen mosaikartigen Farbflächen und einem Gitternetz von Linien auf. Dicke Farbschichten lassen den kreativen Entstehungsprozess erkennen. Für ihre Raumkonstruktionen bevorzugt sie große Formate und benutzt eine gedeckte Farbpalette, aus der sie sich für das jeweilige Bild ähnliche Farbtöne heraussucht. Ihre Themen sind von den fallenden Linien einer Stadtlandschaft, von Eisenkonstruktionen, Brücken oder Schienen inspiriert. Besonders in den 40er und 50er Jahren haben ihre Bilder eine enorme Raumtiefe, wie beim 3-D-Effekt nehmen aus dem Gewirr von Linien und Farbflecken Gegenstände Gestalt an, und die Betrachterin wird förmlich in das Bild hineingezogen. Durch …
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Joséphine Beauharnais

geboren am 23. Juni 1763 auf der Insel Martinique
gestorben am 29. Mai 1814 in Paris, Schloß Malmaison
Kaiserin von Frankreich
250. Geburtstag am 23. Juni 2013
Joséphine (eigentlich Rose Tascher de la Pagerie) wurde als Tochter einer reichen und vornehmen Plantagenbesitzerfamilie auf Martinique geboren. Sie verlebte eine glückliche Kindheit auf der Insel. Mit 16 Jahren heiratet sie den Vicomte Alexandre de Beauharnais. Die Ehe war nicht glücklich. Josephine gebiert zwei Kinder, Hortense und Eugène. 1794 wird Beauharnais vom Revolutionstribunal verurteilt und hingerichtet. Die Vicomtesse entgeht diesem Schicksal nur knapp durch das Eingreifen ihrer einflussreichen Freundin Therese Cabarrus. Im Spätsommer 1795 lernt die 32jährige Witwe Napoleon kennen. Ihm gefällt der Name Rose nicht, er nennt sie Joséphine. Über seinen Heiratsantrag ist sie mehr überrascht als erfreut. Sie …
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Marianne Brandt

geboren am 1. Oktober 1893 in Chemnitz
gestorben am 18. Juni 1983 in Kirchberg/Sachsen
deutsche Designerin
30. Todestag am 18. Juni 2013
Marianne Brandt war vielseitig künstlerisch tätig. Während des Ersten Weltkriegs studierte sie zunächst Malerei in Weimar. Sie erlebte den Zusammenbruch des Kaiserreichs, den Werteverfall und die Inflation, im künstlerischen Bereich die Zeit des Expressionismus. Die 1920er Jahre waren für sie dann eine Zeit des Aufbruchs. Für junge Frauen öffneten sich neue Berufsfelder, und Marianne Brandt ergriff diese Chance. Sie vernichtete den größten Teil ihrer früheren Bilder und begann 1924 ein weiteres Studium am Weimarer Bauhaus. Ihre Fächer waren Werk- und Materiallehre und Gestaltung, ihre Lehrmeister Albers, Moholy-Nagy, Klee und Kandinsky. Sie arbeitete in der Silberschmiedewerkstatt und wurde dann stellvertretende Leiterin …
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Benazir Bhutto

geboren am 21. Juni 1953 in Karachi, Pakistan
gestorben (ermordet) am 27. Dezember 2007 in Rawalpindi, Pakistan
pakistanische Politikerin; Oppositionsführerin; Premierministerin (1988-1990 und 1993-1996)
60. Geburtstag am 21. Juni 2013
Auch Benazir Bhuttos Karriere begann – wie bei vielen Politikerinnen der „Dritten Welt“ – mit einem schrecklichen Todesfall: Benazir war 25, als 1979 ihr Vater, Zulfikar Ali Bhutto, der bis dahin einzige demokratisch gewählte Premierminister Pakistans, unter dem Regime seines Nachfolgers, General Zia ul-Haq, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Fortan engagierten sich Benazir und ihre Mutter für die Wiederherstellung der Demokratie in Pakistan, Nusrat Bhutto übernahm den Vorsitz der Pakistan People’s Party ihres ermordeten Mannes. Beide Frauen wurden mehrfach verhaftet und unter Hausarrest gestellt, seit 1984 organisierte Benazir den pakistanischen Widerstand vom Londoner Exil aus. Benazir brachte gute Voraussetzungen …
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Minna Lachs

geboren am 10. Juli 1907 in Trembowla, Ostgalizien, österreichisch-ungarische Monarchie
gestorben am 22. Juni 1993 in Wien
Vizepräsidentin und Vorsitzende des Fachausschusses für Erziehung der österreichischen Unesco-Kommission; Hofrätin
20. Todestag am 22. Juni 2013
Minna Lachs war eine große Pädagogin. Als Vizepräsidentin der österreichischen Unesco-Kommission förderte sie den internationalen Jugendaustausch in der Hoffnung, dass Abbau von Barrieren und Fremdheit Vorurteile, Hass und Rassismus verringern würden. Sie glaubte an die völkerverbindende und aufklärerische Kraft von Bildung und Wissen und arbeitete selbst daran, sei es als Gymnasiallehrerin oder als Mitarbeiterin in politischen Gremien, der Jugend Bildung und Wissen zu vermitteln. Ihr eigenes Leben war geprägt von der Erfahrung der Niedertracht des Antisemitismus. Schon die Siebenjährige, aufgewachsen in einer selbstverständlichen alten jüdischen Tradition, floh 1914 mit ihrer Familie vor den Kosaken von Ostgalizien nach Wien. Minna Lachs …
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Clara Zetkin

geboren am 5. Juli 1857 in Wiederau, Sachsen
gestorben am 20. Juni 1933 in Archangelskoje bei Moskau
deutsche Politikerin, Sozialdemokratin
80. Todestag am 20. Juni 2013
„Dann Clara Zetkin mit ihrer ungeheuren Schaffenskraft und ihrer leicht hysterischen Begeisterung, aber ich habe sie sehr gern“, erinnert sich Friedrich Engels in einem Brief an Laura Lafargue, Marx’ Tochter, an Zetkins Auftritt beim Internationalen Arbeiterkongress in Zürich 1893. 1891 war die Sozialistin, Kommunistin, Feministin und Pazifistin nach dem Tod ihres russischen Lebensgefährten Ossip Zetkin mit ihren beiden acht- und neunjährigen Söhnen aus dem Pariser Exil nach Deutschland zurückgekehrt. In Stuttgart übernimmt sie 1892 die Herausgabe der sozialdemokratischen Frauenzeitung Die Gleichheit, für die sie bis 1917 verantwortlich ist. Sie setzt sich für das Recht der Frauen auf Erwerbstätigkeit und für …
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Ethel Rosenberg

geboren am 28. September 1915 in New York
hingerichtet auf dem elektrischen Stuhl am 19. Juni 1953 im Zuchthaus Sing-Sing in New York
US-amerikanische Kommunistin, angebliche Spionin, Justizopfer
60. Todestag am 19. Juni 2013
Sie träumt davon, Opernsängerin zu werden. Aber welche Chancen hat ein jüdisches Mädchen von der Lower East Side schon! Dennoch: Sie wird zur “Schauspielerin des Jahrgangs” ernannt, als sie 1931 die High School beendet, und man prophezeit ihr eine große Karriere. Den Wunsch nach einer Collegeausbildung muß Ethel aufgeben. Aber neben ihrer schlecht bezahlten Arbeit in einer Speditionsfirma studiert sie Gesang, wird Mitglied in einem führenden New Yorker Chor, gewinnt Gesangswettbewerbe, tritt mit viel Erfolg bei politischen Veranstaltungen in Kulturhäusern auf. Die miserablen Arbeitsbedingungen haben sie politisiert. 1935 tritt Ethel in die Gewerkschaft ein. Mutig beteiligt sie sich an einem …
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Liselotte Herrmann

geboren am 23. Juni 1909 in Berlin
enthauptet am 20. Juni 1938 in Berlin-Plötzensee
deutsche Kommunistin und Widerstandskämpferin
75. Todestag am 20. Juni 2013
Fragen Sie einmal jemanden, der in den 1970er oder 1980er Jahren das DDR-Schulsystem durchlaufen hat, nach Lilo Herrmann: Sie werden mit nach oben verdrehten Augen rechnen müssen und einer vagen Beschreibung von einer Widerstandskämpferin mit Brille und Kind, vielleicht kommt auch der Satz »Denn sie wusste um unsere Sache«… Ergebnis des Musikunterrichts in der neunten Klasse, in dem das von Paul Dessau komponierte Melodram »Lilo Herrmann« nach dem biografischen Poem von Friedrich Wolf behandelt wurde, das – musikalisch anstrengend und inhaltlich plakativ und agitatorisch – kaum dazu angetan war, bei SchülerInnen Interesse für die Namensgeberin zu wecken. Schade um die …
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