Georgia O’Keeffe

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geboren am 15. November 1887 bei Sun Prairie, Wisconsin
gestorben am 6. März 1986 in Santa Fe, New Mexico

amerikanische Malerin

120. Geburtstag am 15. November 2007


Eigentlich wollte sie 125 Jahre alt werden, dann wurde sie doch “nur” 98, aber die große Ausstellung ihrer Werke zu ihrem 100. Geburtstag im New Yorker Metropolitan Museum hat sie noch selbst mit vorbereitet.

Georgia O’Keeffe ist die bekannteste und erfolgreichste US-amerikanische Malerin; besonders ihre stark vergrößerten, fast abstrakten Blumenbilder sind weltberühmt. Aber nicht nur als Künstlerin fand sie große Beachtung. Sie faszinierte durch die Kraft ihrer persönlichen Ausstrahlung, denn sie war “von ungewöhnlicher Schönheit, Spontaneität, Klarheit des Geistes und Gefühls und von wunderbarer Intensität, mit der sie jeden Augenblick ihres Lebens auskostete.” (Stieglitz) Sie war schlagfertig und konnte umwerfend direkt sein. Für die Jüngeren verkörperte sie die unabhängige, kreative Frau, die unbeirrt ihren Weg ging, nie bereit zu Kompromissen, die sie am Malen hinderten.

Sie wuchs als Farmerstochter mit vielen Geschwistern in einer von starken Frauen dominierten Familie auf und verfolgte schon früh energisch ihr Ziel, Malerin zu werden, studierte in Chicago und New York und schlug sich als Entwurfszeichnerin und Kunstlehrerin in der Provinz durch. Ihr Leben nahm eine entscheidende Wende, als Alfred Stieglitz, bekannter Fotograf und Besitzer der Avantgarde-Galerie “291”, sich für ihre Bilder begeisterte und 1917 ihre erste Ausstellung organisierte. Er wurde ihr Förderer und Manager, während sie ihn zu Hunderten von außergewöhnlichen, sensiblen Akt- und Porträtfotos inspirierte. Trotz dieser intensiven Zusammenarbeit erhielt sie sich immer ihre Unabhängigkeit, auch in ihrer späteren Ehe mit dem dominierenden, 23 Jahre älteren Stieglitz.

Nach einem erfolgreichen Jahrzehnt in New York entdeckte sie 1929 die ihr gemäße Landschaft: New Mexico. Hier begann sie, ihre mythischen, menschenleeren Naturbilder zu malen. Jahrelang pendelte sie zwischen New Mexico und New York, wo Stieglitz ihre jeweilige Jahresproduktion ausstellte und gut verkaufte. Nach seinem Tod zog sie für immer nach Abiqiui, ein entlegenes Dorf in New Mexico, wo sie ein altes Farmhaus gekauft hatte. Sie war fasziniert von der Kargheit, Weite und Unberührtheit dieser Landschaft, die sie malte, bis in hohem Alter ihre Sehkraft nachließ.

Heute im Zeitalter der Zerstörung der Erde bekommen diese Bilder eine visionäre Bedeutung.

Zitat:

Bevor ich den ersten Pinselstrich mache, frage ich mich: Bin das wirklich ich? Hat mich hier vielleicht ein Gedanke beeinflußt, den ich von einem Mann übernommen habe? Ich versuche mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, ein Bild so zu malen, daß es ganz allein eine Sache der Frauen und gleichzeitig ganz allein meine Sache ist. (Georgia O’Keeffe)

Renate Rochner

Castro, Jan Garden.1985. The Art and Life of Georgia O’Keeffe. New York. Crown.

Lisle, Laurie. 1989. Georgia O’Keeffe: Das Leben der großen amerikanischen Malerin. Aus d. am. Engl. von Jürgen Benz. München. Droemer/Knaur.

Messinger, Lisa Mintz. 1988. Georgia O’Keeffe. New York. Thames & Hudson.

O’Keeffe, Georgia. 1976. Georgia O’Keeffe. New York. Viking Press.

Pollitzer, Anita. 1988. A Woman on Paper: Georgia O’Keeffe. Introduction by Kay Boyle. New York, etc. Simon & Schuster.

Robinson, Roxana. 1989. Georgia O’Keeffe: A Life. New York. Edward Burlingame / Harper & Row.

Diese FemBiographie wurde gesponsert von Joey Horsley und Christie Jacobs zur Erinnerung an ihre Mutter, die Malerin Hallie B. Stiegman (1906-1998).

Hallie B. Stiegman

Cabbage and Lemons, 1966

Morning, 1989

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Hedwig Dohm