Marilyn Monroe
geboren am 1. Juni 1926 in Los Angeles
gestorben am 4./5. August 1962 in Los Angeles
amerikanische Schauspielerin
“Du kannst ein Vermögen damit verdienen, einfach vor der Kamera zu stehen oder hin- und herzugehen, praktisch ohne zu spielen”, sagte Michael Tschechow, Marilyns Schauspiellehrer, 1951 zu ihr. “Das will ich nicht”, erwiderte sie, “ich will eine Künstlerin sein, kein erotischer Freak ... In den ersten Jahren war das in Ordnung, aber jetzt ist es anders.” Nach diesem Gespräch, sagte sie, “begann mein Kampf mit den Filmgesellschaften”.
Als sie Anfang 1960 mit den Dreharbeiten zu Let’s make love begann, sah es so aus, als wäre sie dabei, diesen Kampf zu verlieren. Sie, die Billy Wilder, mit dem sie gerade Some like it hot abgedreht hatte, für eine “begnadete” Schauspielerin hielt, sollte in ihrem 28. Film neben Yves Montand einem langweiligen Drehbuch zum Erfolg verhelfen. Also sprach man nicht mehr über den Film, sondern über ihre Affäre mit Montand. Simone Signoret blieb gelassen. Zwar meinte sie, dieser Film habe “un titre prémonitoire” - einen bedrohlich klingenden Titel -, aber die Pressemeldungen kommentierte sie kurz und souverän: Es habe in Marilyns Leben “eine ganze Reihe von Menschen gegeben (und es gebe sie immer noch), die ihr klarmachen wollten, daß sie alles andere sei als eine Schauspielerin ... Sie fanden Gefallen am Starlet Marilyn, aber es paßte ihnen nicht, daß aus ihr eine richtige Schauspielerin wurde.”
Die “richtige Schauspielerin” war zu dieser Zeit schon viele Jahre drogenabhängig, und das Trauma ihrer Kindheit - eine schizophrene Mutter, ein verschollener Vater, Waisenhäuser und diverse Pflegeeltern - hat sie nie überwunden. Drei gescheiterte Ehen hatte sie hinter sich. Zwei Filme lagen noch vor ihr. Den letzten sollte sie nicht mehr abschließen. Ein Gemisch aus Barbituraten und Amphetaminen brachte Marilyn Monroe ums Leben.
Zitat:
“Du bist das traurigste Mädchen, das ich je gesehen habe”, sagte Clark Gable in ihrem letzten Film Something’s got to give. “Du bist der erste Mann, der das gesagt hat. Gewöhnlich sagen sie mir, wie glücklich ich bin”, erwiderte sie.
Susanne Gretter
Monroe, Marilyn. 1980. Meine Story. Frankfurt/M. Fischer.
Spoto, Donald. 1993. Marilyn Monroe: Die Biographie. München. Heyne.
Steinem, Gloria. 1986. Marilyn: Norma Jeane. London. Gollancz.














