Susan B. Anthony

geboren am 15. Februar 1820 bei Adams, Massachusetts
gestorben am 13. März 1906 in Rochester, New York

Pionierin der amerikanischen Frauenbewegung
105. Todestag am 13. März 2011


BiografieWeblinksLiteratur & Quellen


Biografie

Susan B. Anthony, “die Napoleon der Frauenbewegung”, wurde durch ihren unermüdlichen, leidenschaftlichen und couragierten Einsatz zur national wie international anerkannten Führerin der Frauenstimmrechtsbewegung. Am Anfang wegen ihrer radikalen Ansichten und kompromißlosen Forderungen öffentlich geschmäht, wurde sie am Ende ihres Lebens als bewunderte und geliebte Symbolfigur einer mächtigen Bewegung gefeiert.

Anthony wuchs in einer kinderreichen Familie im liberalen Geist der QuäkerInnen auf, die Frauen als gleichberechtigt ansahen. Sie bekam eine für die Zeit relativ gute Ausbildung und wurde Lehrerin. Früh erfuhr sie aber die Ungerechtigkeit gegen Frauen: Sie verdiente nur ein Viertel dessen, was die Männer bekamen. 1849 kehrte Anthony als Verwalterin der Familienfarm nach Rochester zurück. Im Hause ihres fortschrittlichen Vaters lernte sie AktivistInnen der vielen Reformbewegungen der Zeit kennen und engagierte sich bald selbst, zunächst in der Temperenz- und der AbolitionistInnenbewegung.

FrauenbildEmpört darüber, daß sie als Frau in diesen Organisationen nur begrenzt mitreden durfte, stimmte Anthony bald der brillanten und militanten Elizabeth Cady Stanton zu, daß frau sich vor allem der Sache der Frauen widmen sollte. In der lebenslangen innigen Freundschaft und Arbeitsgemeinschaft der beiden hatte die Frauenbewegung eine unbezwingbare Waffe. Und für Anthony, die nie heiratete, wie auch für Mrs. Stanton war die Beziehung von zentraler Bedeutung: “Bald griff Herz an Herz mit Haken aus Stahl”, schrieb Stanton später über diese “perfekte Ehe”. Anthony und Stanton kämpften mehr als 40 Jahre an der Spitze der Bewegung für das Stimmrecht und andere Reformen: Sie organisierten Konferenzen, hielten Vorträge im ganzen Land, entwarfen Initiativen, redeten vor den Landtagen, gaben eine radikale Zeitung (Die Revolution ) heraus und gründeten Organisationen wie die National Women Suffrage Association (1869). 1872 wurde Anthony verhaftet, weil sie versucht hatte, das Wahlrecht für sich zu beanspruchen. Erst mit 80 trat sie als Präsidentin des nationalen Frauenstimmrechtsverband zurück, und einen Monat vor ihrem Tode nahm sie noch an einer Frauenrechtstagung teil. Hier gab Anthony ihre lebenslange Überzeugung als Vermächtnis an die Bewegung weiter, mit den berühmten Worten: “Failure is impossible!” (Es kann nicht mißlingen!). 14 Jahre später, 1920, wurde das bundesweite Wahlrecht für Frauen in den USA endlich Wirklichkeit.

Zitat: 
Tatsache ist, Frauen sind in Ketten, und ihre Versklavung ist umso erniedrigender, weil sie sie nicht erkennen. Ach, daß frau sie zwingen könnte zu sehen und zu fühlen, und ihnen den Mut und das Gewissen eingeben könnte, für ihre eigene Freiheit zu sprechen und zu handeln, auch wenn sie dafür den Spott und die Verachtung der ganzen Welt ernten!
(Susan B. Anthony)

 

Joey Horsley

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Links

Fundgrube der PBS (auch über Elizabeth Cady Stanton)

Wikipedia (englisch)

The Elizabeth Cady Stanton & Susan B. Anthony Papers Project at Rutgers University

Multimedia (Audio/Video) zu Stanton & Anthony

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Literatur & Quellen

Anthony, Katherine S. 1975 [1954]. Susan B. Anthony: Her Personal History and Her Era. Garden City, NY. Doubleday.

Baker, Jean H. 2005. Sisters: The Lives of America’s Suffragists. New York: Hill & Wang.

Barry, Kathleen. 1988. Susan B. Anthony: A Biography of a Singular Feminist. New York. New York Univ. Press

FrauenbildDuBois, Ellen C. Hg. 1992. The Elizabeth Cady Stanton - Susan B. Anthony Reader: Correspondence, Writing, Speeches. Vorwort Gerda Lerner. Boston. Northeastern UP.

Harper, Ida Husted. 1898-1908. The Life and Work of Susan B.  Anthony. 3 Bde. Nachdr. 1969.

Hopkinson, Deborah. 2005. Susan B. Anthony: Fighter for women’s rights. New York. Aladdin. 

Lutz, Alma. 1976 [1959]. Susan B. Anthony: Rebel, Crusader, Humanitarian. Boston. Beacon Press.

Stanton, Elizabeth Cady, Susan B. Anthony & Matilda Joslyn Gage. Hg. 1985 (1881-1922). The History of Woman Suffrage. In 6 vols (Vol. 4 edited by S.B. Anthony and I.H. Harper; v. 5-6 edited by I.H. Harper.) Salem, NH: Ayer.

FrauenbildStanton, Elizabeth Cady & Susan B. Anthony. 1997-2006. The Selected Papers of Elizabeth Cady Stanton and Susan B. Anthony. Ed. Ann D. Gordon. Vol. 1. In the School of Anti-Slavery, 1840 to 1866. Vol. 2. Against an Aristocracy of Sex, 1866 to 1873. Vol. 3. National Protection for National Citizens, 1873 to 1880. Vol. 4. When Clowns make laws for Queens, 1880-1887. New Brunswick, NJ. Rutgers University Press.

Ward, Geoffrey C. & Ken Burns. 2001. Not For Ourselves Alone: The Story of Elizabeth Cady Stanton and Susan B. Anthony. New York. Knopf.

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Hedwig Dohm