Heidi 01
Mein Kommentar dazu:
Zum 100. Todestag Johanna Spyris am 7. Juli 2001 findet eine Ausstellung an drei Orten der Schweiz statt: Im Strauhof Zürich, im Schweizerischen Jugendbuch-Institut (SJI) in Zürich und im Johanna Spyri-Museum auf dem Hirzel. Die Webseite heidi01 teilt dazu mit: “Die Teilausstellung im Strauhof widmet sich dem Mythos “Heidi”. Im Schweizerischen Jugendbuch Institut (SJI) hat der Ausstellungsteil über die Schöpferin von Heidi seinen Platz. Das Johanna Spyri-Museum auf dem Hirzel präsentiert das schriftstellerische Gesamtwerk der berühmten Jugendbuchautorin.”
Die Webseite selbst bietet nur äußerst knappe Informationen über die Inhalte der drei Ausstellungen und weitere relevante “Spyri- und Heidi-Events” im Jubiläumsjahr. Umso mehr Appetit macht sie auf die Ausstellungen selbst und ist als Info-Quelle über Termine etc. unverzichtbar.
# | Luise F. Pusch am 02.07.2001
Anne Tyler Special der New York Times
Anne Tyler Special der New York Times
Mein Kommentar dazu:
Normalerweise verkauft die New York Times ihre zurückliegenden Artikel für $ 2,50 das Stück. Aber sie öffnet ihr Archiv auch regelmäßig für ihre “Specials” zu bestimmten AutorInnen. Diesmal ist es Anne Tyler, zur Feier ihres soeben erschienenen 15. Romans “Back when we were Grownups”. Eine Fundgrube für Anne-Tyler-Fans bzw. -FanInnen: Es gibt die NYT-Rezensionen sämtlicher Tyler-Romane seit 1964, vier Rezensionen von ihr (u.a. zu Joyce Carol Oates und Marilyn French), ein Feature von ihr über Eudory Welty und eins der seltenen Interviews mit ihr. Außerdem ein Bild, das erste Kapitel des neuen Romans und eine 19minütige Lesung aus dem neuen Roman. Eine massive Dosis Tyler also, aber was wir nicht auf einmal verkraften, können wir uns später anschauen - die Specials werden gesammelt und bleiben weiter kostenlos zugänglich.
# | Luise F. Pusch am 30.05.2001
Salman Rushdie über selektive Abtreibung in Indien
Salman Rushdie über selektive Abtreibung in Indien
Mein Kommentar dazu:
Ein klares Wort von Salman Rushdie gegen die widerliche indische Praxis, weibliche Föten gezielt abzutreiben. Die indische und die internationale Frauenbewgung kämpfen ja schon lange dagegen, aber männliche Mitstreiter sind immer wilkommen, zumal solche mit großer Breitenwirkung wie Rushdie. Der Titel des differenzierten Textes - “Women beware women” - ist allerdings enervierend marktschreierisch und macht mal wieder die Opfer-Täterinnen zu den allein Schuldigen.
# | Luise F. Pusch am 05.05.2001
First Ladies’ Gallery
http://www.whitehouse.gov/history/firstladies
Mein Kommentar dazu:
Die First-Ladies-Website des Weißen Hauses gibt eine nützliche Chronologie sämtlicher First Ladies vom 18. bis zum 21. Jahrhundert und stellt fast alle mit schönen Bildern vor.
Die biographischen Texte dazu sind ebenfalls brauchbar für eine erste Orientierung, bleiben aber im Stil der Hofberichterstattung meist an der Oberfläche. Z.B. wird nicht mitgeteilt, daß Louisa Adams vom Adams-Clan gezwungen wurde, ihre Söhne in Massachusetts zurückzulassen. Über Eleanor Roosevelts in jeder Hinsicht enttäuschenden Vater, den Bruder des Präsidenten Theodore Roosevelt, heißt es sinngemäß, “sie verlor ihren geliebten Vater 1894” – nicht verraten wird, daß er sich zu Tode soff. Laura Bushs Geburtsdatum wird diskret verheimlicht – ganz wie bei Filmstars. Undsoweiter.
Trotzdem: des handlichen Überblicks, der ansehnlichen Bilder – und auch der vielsagenden Auslassungen und Beschönigungen wegen: Interessant.
# | Luise F. Pusch am 30.01.2001
Mary Cassat: Modern Woman
Mein Kommentar dazu:
Im Frühjahr 1999 brachte das Museum of Fine Arts in Boston die Ausstellung “Mary Cassatt: Modern Woman” - so genannt nach einem riesigen Wandgemälde “Modern Woman”, das Cassatt 1893 für die Weltausstellung in Chicago malte und das nicht erhalten geblieben ist.
Das MfA errichtete zur Ausstellung diese Website mit 18 ausgesucht schönen Cassatt-Bildern, die bis heute zugänglich ist. Falls Sie nicht die Zeit haben, sich alles anzuschauen - die folgenden dürfen sie nicht verpassen:
* “Portrait of a little girl” - das kleine Mädchen räkelt sich breitbeinig und herausfordernd und gar nicht ladylike in einem üppig gepolsterten blauen Sessel, umgeben von weiteren üppigen blauen Sesseln, einer mit ruhendem Hündchen.
* “Portrait of Alexander J. Cassatt and his Son Robert Kelso Cassatt” - ein ungewöhnliches Männer-Doppelporträt, sehr sanft und intim.
* “Children on the Shore” - meist versteht unsere Kultur unter “Kindern” ja Jungs, hier aber sind es Mädchen, zum Knuddeln, völlig ins Spiel versunken.
* “Mother and child” - das Kind, wieder ein Mädchen, greift der Mutter mit einer Geste ans Kinn, die wir alle kennen von Kindern, aber gemalt wird es eigentlich nie.
* “Study for The Banjo (The Two Sisters)” - sehr berührend die Innigkeit der beiden Schwestern.
Vgl. auch die Biographie zu Mary Cassatt, Frau dieser Woche.
# | Luise F. Pusch am 30.04.1999














