Rita Hayworth

(Margarita Carmen Cansino [Geburtsname])

geboren am 17.10. 1918 in New York
gestorben am 14.5. 1987 in New York

US-amerikanische Filmschauspielerin und -tänzerin
25. Todestag am 14. Mai 2012


BiografieZitateWeblinksLiteratur & QuellenBildquellen


Biografie

Wenn es einen Film gibt, der Rita Hayworths Ruhm als Hollywoods Liebesgöttin der 40er Jahre etablierte und gleichzeitig ihr Leben auf den Punkt bringt, so ist es Gilda (1946).  Als New Yorker Tänzerin versucht Gilda (Hayworth) mit provokativer Sinnlichkeit, erotischer Schönheit und professionellem Tanztalent Ex-Ehemann Johnny Farrell (Glenn Ford) zurückzugewinnen, um mit ihm aufzubauen, wonach sie sich wirklich sehnt: ein ruhiges Ehe- und Familienleben.
 
In Rita Hayworths Leben scheint nur Orson Welles – ihre »grosse Liebe«,  zweiter Ehemann und Vater von Tochter Rebecca – ihr Bedürfnis zu verstehen, der Karriere als Hollywoods Sex- Symbol von allein 40 Filmen zwischen 1937 und 1957 zu entfliehen. Aber keine von Hayworths fünf Ehen (die dritte mit Ali Khan) erfüllt jemals wirklich ihre Sehnsucht nach emotionaler und häuslicher Sicherheit weit weg von Hollywood. Im Gegenteil, berechnende Ehemänner, Vertragsverpflichtungen gegenüber Columbia Pictures und finanzielle Notwendigkeit veranlassen Hayworth, immer wieder in die Filmstudios zurückzukehren – so, wie ähnliche Umstände sie dort hingebracht hatten.

Rita Hayworth

Als erstes Kind eines Ziegfeld-Showgirls und des erfolgreichen Vaudeville-Tänzers Eduardo Cansino 1918 in New York geboren, wird Margarita Carmen Cansino ab dem vierten Lebensjahr vom spanischen Vater dazu verpflichtet, mit täglichem Unterricht in Ballett, Steppen und spanischem Tanz die Familientradition weiterzuführen. Mit 12 Jahren nimmt er sie aus der Schule und gibt sie als 14 aus, um die Schulpflicht zu umgehen und sie als seine Tanzpartnerin in Vaudeville-Theatern und Clubs zum Broterwerb für die Familie einzusetzen. Seine Tochter verbal, physisch und höchstwahrscheinlich auch sexuell mißbrauchend, kontrolliert Cansino jeden ihrer Schritte, bis er sie mit knapp 17 als Starlet bei Fox unterbringt. Von nun an diktieren nicht nur ihr Vater (und nachfolgend Ehemänner 1, 4 und 5), sondern die Filmstudios Margarita Cansinos Leben, Arbeit, Aussehen und Identität als Rita Hayworth.

Darunter leidend, beständig das Produkt und Manipulationsobjekt männlicher Kalkulation zu sein, tritt Hayworth die Flucht nach vorn an: mit enormer Disziplin, harter Arbeit und Ehrgeiz versucht sie, ihre extreme Scheu und ihr mangelndes Selbstbewusstsein zu überwinden und sich als Schauspielerin zu beweisen. Fred Astaire bewundert sie als seine beste und professionellste Film- und Tanzpartnerin. Zudem entwickelt Hayworth eine subtile Körpersprache und Mimik als ihre größte schauspielerische Stärke.

Rita Hayworth

Gildas Wunschtraum endet für Hayworth jedoch tragisch: zu intensiver werdenden Stimmungsschwankungen kommen in den 1970er Jahren Gedächtnisverluste, was zunächst ihrem latenten Alkoholismus zugeschrieben wird. 1980 wird ihr sich verschlechternder Zustand schließlich als Alzheimer-Krankheit erkannt. Ihre Lieblingstochter Yasmin Khan pflegt sie bis zu ihrem Tod 1987 in New York.

(Text von 1997)

Imke Lode

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Zitate

Sie hasste es so sehr, ein Filmstar zu sein! Es gab ihr nichts. Sie war nur eine Arbeiterin, die zu ihrem Job ging, wie sie es seit ihrem zwölften Lebensjahr getan hatte. ... Sie wollte ›Rita Hayworth‹ entfliehen. Aber sie konnte nicht einfach davon weglaufen, solange sie ihren Lebensunterhalt verdienen musste.
(Orson Welles)

Sie erinnerte mich immer an eine Zigeunerin. Mit ihren Stimmungsschwankungen. Sie stand einfach plötzlich auf und begann zu tanzen. ... Aber sie sprach nie viel aus, was sie dachte.
(Hermes Pan, Choreograph)

Männer gehen mit Gilda ins Bett und wachen mit mir auf.
(Rita Hayworth, nicht ohne Bitterkeit, gegen Ende ihres Lebens)

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Links

Origins of the Sex Goddess Image. cybercollege.com.
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DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: Rita Hayworth. Bücher und Medien.
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Internet Movie Database: Rita Hayworth. Filme, Biografie, Fotos und mehr.
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Krebs, Albin (1987): Rita Hayworth, Movie Legend, Dies. Nachruf in The New York Times, May 16, 1987.
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Petersen, Anne Helen (2011): Scandals of Classic Hollywood: Rita Hayworth, Tragic Princess. Langer biografischer Artikel (engl.) mit Fotos und Videos. The Hairpin.
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Virtual History: Rita Hayworth. Filme, Bücher, Bilder…
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Wikiquote: Rita Hayworth. Zitate.
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Fanseiten (Auswahl)

A Tribute to RitaHayworth.net
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Eternally Rita Hayworth
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Rita Hayworth: The Love Goddess
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Literatur & Quellen

Filme auf DVD


Literatur

Böhner (Hg.) 1999 – Femmes fatales

Feldvoß (Hg.) 1996 – Apropos Rita Hayworth

Feldvoß 2007 – Portrait Rita Hayworth

Böhner, Ines (Hg.) (1999): Femmes fatales. Elf Annäherungen [Mata Hari, Anaïs Nin, Isadora Duncan, Gala Dali, Rita Hayworth u.a.]. München. Goldmann. (Goldmann, 44330) ISBN 3-442-44330-X.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Feldvoß, Marli (Hg.) (1996): Apropos Rita Hayworth. Mit einem Essay von Marli Feldvoss. Frankfurt am Main. Neue Kritik. (Apropos, 6) ISBN 3-8015-0301-1.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Feldvoß, Marli (2007): Portrait Rita Hayworth. CD und DVD. Regie von Marli Feldvoss ; Sprecher: Corinna Kirchhoff. Dänikon. Hörkultur Medien. ISBN 3-905808-00-5.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Grant (Hg.) 1992 – Rita Hayworth mit ihren eigenen

Hill 1983 – Rita Hayworth

Kobal 1977 – Rita Hayworth


Grant, Neil (Hg.) (1992): Rita Hayworth mit ihren eigenen Worten. (=Rita Hayworth in her own words)
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Hans F. Barthel. München. Orbis-Verlag. ISBN 3-572-00521-3.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Hill, James (1983): Rita Hayworth. A memoir. New York. Simon and Schuster. ISBN 0-671-43273-7.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Kobal, John (1977): Rita Hayworth. The time, the place and the woman. London. Allen. ISBN 0-491-02330-8.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Leaming 1989 – If this was happiness

Magdaleno 2003 – Marlene Dietrich

McLean 2004 – Being Rita Hayworth


Leaming, Barbara (1989): If this was happiness. A biography of Rita Hayworth. New York. Viking. ISBN 0-670-81978-6.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Magdaleno, Rita Maria (2003): Marlene Dietrich, Rita Hayworth & my mother. Tucson. University of Arizona Press. (Camino del sol) ISBN 0-8165-2258-8.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

McLean, Cook (Hg.) 2001 – Headline Hollywood

Morella, Epstein 1983 – Rita

Peary 1976 – Rita Hayworth


McLean, Adrienne L. (2004): Being Rita Hayworth. Labor, identity, and Hollywood stardom. Includes bibliographical references and index. New Brunswick. Rutgers University Press. ISBN 0-8135-3389-9.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

McLean, Adrienne L. und Cook, David A. (Hg.) (2001): Headline Hollywood. A century of film scandal. New Brunswick, N.J. Rutgers University Press. (Communications, media, and culture) ISBN 0-8135-2886-0.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Morella, Joe; Epstein, Edward Z. (1983): Rita. The life of Rita Hayworth. 1. Aufl. New York. Delacorte Press. ISBN 0-385-29265-1.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Peary, Gerald (1976): Rita Hayworth. Ihre Filme – ihr Leben. Deutsche Übersetzung und Redaktion von Bernd Eckhardt. 2. Aufl. München. Heyne. 1985 (Heyne-Bücher, 30) ISBN 3-453-86031-4.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Probst 2012 – Rita Hayworth

Ringgold 1974 – The Films of Rita Hayworth

Roberts-Frenzel 2001 – Rita Hayworth


Probst, Ernst (2012): Rita Hayworth – Die »Venus des Atomzeitalters«. München. GRIN. ISBN 978-3-656-15921-6.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ringgold, Gene (1974): The Films of Rita Hayworth. The Legend and Career of a Love Goddess. Secaucus NJ. Citadel Press. ISBN 0-8065-0439-0.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Roberts-Frenzel, Caren (2001): Rita Hayworth. A photographic retrospective. New York. Abrams. ISBN 0-8109-1434-4.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

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Bildquellen

MovieGoods
Wikipedia

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Hedwig Dohm