Frau(en) der Woche:

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Marguerite Friedlaender-Wildenhain

Marguerite Friedlaender-Wildenhain

geboren am 11. Oktober 1896 in Ecully bei Lyon/Frankreich
gestorben am 24. Februar 1985 in Guerneville, Kalifornien/USA

französisch - US-amerikanische Keramikkünstlerin
30. Todestag am 24. Februar 2015


»Publizität und Rampenlicht sind so flüchtig wie Wolken«, resümierte die Keramikkünstlerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain in ihrer Autobiographie. Sie wusste, wovon sie sprach: Früh erntete sie reichlich Lorbeer, als junge Bauhaus-Künstlerin, als erste leitende Keramikmeisterin einer bedeutenden Kunstschule der Weimarer Republik – der Halleschen Burg Giebichenstein, schließlich als innovative Porzellan-Designerin internationalen Rufs. Seit 1933 aber, seit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, wurde Friedlaender-Wildenhain in Deutschland ausnahmslos auf ihre jüdischen Wurzeln reduziert. Sie floh in die Schweiz, startete mehrmals neu, in den Niederlanden, in den USA. Dass ihr fünftes Comeback an einen Aufstieg zur künstlerischen und moralischen Instanz der US-Keramikszene gekoppelt war und sie …

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Muriel Hazel Wright

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Frauenbild

geboren am 31. März 1889 bei Lehigh, Choctaw Nation (später Oklahoma)
gestorben am 27. Februar 1975 in Oklahoma City

US-amerikanische Historikerin
40. Todestag am 27. Februar 2015


Muriel Wright stammte vterlicherseits von Choctaw-IndianerInnen ab (ihr Großvater war Choctaw-Häuptling) und wurde berühmt als Historikerin der Geschichte Oklahomas, besonders der indianischen. Sie spielte auch eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der Choctaw, für die Plünderung und Annexion ihrer Territorien eine angemessene Entschädigung von der Regierung zu erwirken. 1971 bekam Wright von der North American Indian Women’s Association den Titel “überragende Indianerin des 20. Jahrhunderts” - eine von vielen Ehrungen, die ihr zuteil wurden. Wright hatte eine für damalige Verhältnisse hervorragende Ausbildung bekommen, die sie mit glänzenden Ergebnissen abschloss. Ab 1924 widmete sie sich überwiegend Forschungen und Publikationen über die …

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Sophie Tieck

Frauenbild

geboren am 28. Februar 1775 in Berlin
gestorben am 1. Oktober 1833 in Reval

deutsche Schriftstellerin; einzige Schwester Ludwig Tiecks
240. Geburtstag am 28. Februar 2015


“Sie hat gewiß herrliche Geistesanlagen; aber Leidenschaftlichkeit und Ehrgeiz haben, wie es mir scheint, ihre Seele sehr zerrüttet.” So Friedrich Schlegel am 12. Mai 1813 an Ludwig Tieck. Es geht um dessen Schwester Sophie. Der Brief sagt nichts über das “Warum”; Ursachen, die für Sophies seelische Zerrissenheit verantwortlich sein könnten, werden nicht genannt. Sophie ist das mittlere von drei Kindern des Seilermeisters Ludwig Tieck und seiner Frau Anna Sophie Tieck. Der älteste Sohn war der Liebling des Vaters, der jüngste der der Mutter. Und während Ludwig das Gymnasium besucht und studiert und Friedrich als Bildhauer bei Schadow lernt, wird Sophie …

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Anna Stainer-Knittel

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Anna Stainer Knittel, die »wahre« Geierwally

geboren am 28. Juli 1841 in Elbigenalp im Lechtal
gestorben am 28. Februar 1915 in Wattens

österreichische Malerin aus Nordtirol, die »wahre« Geierwally
100. Todestag am 28. Februar 2015


Was Andreas Hofer unter den Männern für die TirolerInnen ist, ist ihnen die Geierwally unter den Frauen – eine Identifikationsfigur, ein Weibsbild mit Eigenschaften, wie sie nur die besten Mannsbilder des Alpenvolkes vorweisen, eine Unbeugsame, die selbst den Berggeistern trotzt, dem Murzoll und seinen Töchtern, den saligen Fräuleins. Und – weil sie eben eine Frau ist und kein Mann – respektheischend, ja gefährlich.  Zur Schaffung des Heldinnenbildes gingen bei ihr – wie so oft – Wirklichkeit und Fiktion eine Verbindung ein, die nachträglich schwer zu lösen ist. Dabei war die »wahre« Geierwally, Anna Stainer Knittel aus dem Lechtal, eine Frau, …

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Ethel Leginska

Frauenbild

geboren am 13. April 1886 in Hull, England
gestorben am 26. Februar 1970 in Los Angeles

englisch-US-amerikanische Komponistin, Dirigentin und Pianistin
45. Todestag am 26. Februar 2015


“Wenn wir Frauen nur rebellieren würden, uns von den alten Traditionen lösen könnten und unseren eigenen Weg gingen!” Dies rief Ethel Leginska bereits 1917 aus. Sie ging freilich stets mutig ihren eigenen, verschlungenen Pfad. In England geboren, studierte sie in Frankfurt Klavier und Komposition, debütierte 16jährig am Klavier in London und avancierte rasch zu einer bedeutenden und international begehrten Pianistin. Nach Kompositionsstudien bei Ernest Bloch schrieb sie Lieder, Kammermusikstücke, sinfonische Werke und zwei Opern. 1924 trat sie nach Dirigierstudien in London und München als Dirigentin auf und wurde vom “Woman’s Symphony Orchestra” in Chicago engagiert. Aber sie arbeitetete auch mit …

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Elisabeth Félix, genannt Rachel

Frauenbild

geb. 28. Februar 1820 (oder 1821) in Mumpf. Schweiz
gest. 3. Januar 1858 in Cannet, Südfrankreich

französische Theaterschauspielerin
195. Geburtstag am 28. Februar 2015


Als die berühmte Sarah Bernhardt 1863 in der Comédie Française debütierte, wurde sie nur an einer Vorgängerin gemessen, die das Publikum ähnlich begeistert hatte: Elisabeth Félix, genannt Rachel, die größte Tragödin der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während der gut 20 Jahre ihrer beispiellosen Bühnenkarriere erweckte Rachel das klassische französische Schauspiel des 17. und 18. Jahrhunderts zu ganz neuem Leben. Die längst in steifer Deklamationstradition erstarrten Verse von Racine, Corneille und Voltaire sprach sie mit solcher “Kraft, Wahrheit und Natürlichkeit”, daß sie wie die Worte wirklicher Menschen klangen. Die “Retterin der französischen Sprache” galt als Naturtalent, verfügte sie wegen ihrer …

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Anna Magdalena Bach

geboren am 22. September 1701 in Zeitz
gestorben am 27. Februar 1760 in Leipzig

deutsche Sängerin; zweite Frau Johann Sebastian Bachs
255. Todestag am 27. Februar 2015


Sie hätte selbst Karriere machen können, denn sie war fürstliche Sängerin am Köthener Hof, als sie 1721 im Alter von zwanzig Jahren den sechzehn Jahre älteren Johann Sebastian Bach heiratete. Aber sie verzichtete auf eigenen Ruhm und schuf stattdessen fortan die Atmosphäre, in der sich sein Werk – und infolgedessen sein Ruhm – entfalten konnte. So versorgte sie seine vier Kinder aus erster Ehe und zog von Köthen mit nach Leipzig, als ihr Mann zum Kantor an der dortigen Thomaskirche berufen wurde – ein Amt, mit dem auch leidige Unterrichtsverpflichtungen an der Thomasschule verbunden waren. In den folgenden zwanzig Jahren …

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Hedwig Dohm