Frau(en) der Woche:

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Jackie Kennedy

Jackie Kennedy

geboren am 28. Juli 1929 in Southampton, NY
gestorben am 19. Mai 1994 in New York

US-amerikanische First Lady; Lektorin
85. Geburtstag am 28. Juli 2014


Sie wurde an den besten Privatschulen unterrichtet, studierte am elitären Vassar College Literatur und Kunst, ging ein Jahr nach Paris an die Sorbonnne und schloß 1951 ihr Studium in Washington ab. Jacqueline Bouvier, Tochter eines Börsenmaklers französischer Abstammung, liebte die schönen Künste – und die französische Kultur. Als sie 1951 die Chance hat, ein Jahr in Paris als Redakteurin zu arbeiten, lehnt sie jedoch ab, auf Drängen der Mutter, die sie verheiraten will. Stattdessen nimmt sie eine Stelle beim Washington Times Herald an. Im Januar 1952 verlobt sie sich mit dem Börsenmakler und Yale-Absolventen John G.W. Husted. Einen Monat später …

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Judith Leyster

Judith Leyster

getauft am 28. Juli 1609 in Haarlem
beerdigt am 10. Februar 1660 in Heemstede

niederländische Malerin
405. Tauftag am 28. Juli 2014


Erstaunlicherweise stammt die äußerst erfolgreiche Malerin aus Hollands »Goldenem Zeitalter« nicht aus dem Künstlermilieu: Ihr Vater war Tuchmacher und Besitzer der Brauerei und Wirtschaft »Leyster« (Leitstern) in Haarlem. Ihr Leben lässt sich anhand von Dokumenten in den Archiven von Haarlem, Amsterdam und Heemstede gut rekonstruieren (siehe Quellensammlung bei Hofrichter). Unklar sind ihre »malerischen« Anfänge. Sicher zeigte sich die große Begabung schon im Kindesalter; möglicherweise erfolgte ein erster Kontakt mit den in der väterlichen Wirtschaft verkehrenden Künstlern, die ihr Talent erkannten. 1625 muss ihr Vater Bankrott anmelden. Nicht zu Unrecht sehen einige Biographen die Verarmung der Familie als große Chance für …

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Renate Zeiss

Frauenbild

geboren am 28. Juli 1934 in Bielefeld
gestorben am 17. März 2007 in Allensbach bei Konstanz

deutsche Malerin, Schriftstellerin und Abenteurerin
80. Geburtstag am 28. Juli 2014


Renate Zeiss verlebte ihre Kindheit im Nationalsozialismus. Sie wuchs jedoch behütet in einer Familie auf, die vielerlei Anregungen bot. Sie wählte für ihr Berufsleben eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin und Sekretärin. Ihr Herz zog es jedoch zur Malerei. Den Grundstein ihres malerischen Schaffens legte sie mit einer Ausbildung in Maltechniken bei Werner Reiniger in Bielefeld. Seit Mitte der 60er Jahre lebte sie am Bodensee. Zeitlebens hatte es ihr die Landschaftsmalerei angetan. Sie entwickelte diese aber nicht in einer traditionellen Richtung. Im Gegenteil: Die Landschaftsmalerei war ihr lebenslang ein Anreiz,  Beobachtung und Phantasie zu vereinen. Als Genre wählte sie die Aquarellmalerei, der …

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Anne Stuart

Anne Stuart

geboren am 6. Februar 1665 in London
gestorben am 1. August 1714 in Kensington

englische Königin
300. Todestag am 1. August 2014


Anne Stuart war die letzte Stuart, ähnlich wie Elizabeth I., die knapp hundert Jahre vor Annes Thronbesteigung starb, die letzte Tudor war. Beide, Elizabeth wie auch Anne, starben ohne Erbin oder Erben, die erste als »jungfräuliche Königin«, die andere, nachdem ihre verzweifelten Versuche, einen Erben zu produzieren, in zwanzig Jahren Ehe 17 Mal fehlgeschlagen waren: Anne erlitt viele Fehl- und Totgeburten, und von ihren Kindern starben bis auf William, der elf Jahre alt wurde, alle im Säuglingsalter. Elizabeths Mutter (Anne Boleyn) war von ihrem Vater (Heinrich VIII.) geköpft worden. Annes Ururgroßmutter wiederum, Maria Stuart, war auf Geheiß Elizabeths hingerichtet worden, …

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Margarete Trappe

Frauenbild

geboren am 3. August 1884 in Petersdorf bei Sagan (ehemaliges Schlesien)
gestorben am 5. Juni 1957 in Momella, Tansania

deutsch-britische Farmerin und erste professionelle Großwildjägerin Ostafrikas
130. Geburtstag am 3. August 2014


„Am 5. Juni 1957 starb Margarete Trappe. … Bettlägerig geworden, hatte sie sich drei Tage lang gegen den Tod gewehrt. Während der ganzen drei Tage stand eine Elefantenherde vor dem Haus am Rande des Urwaldes. Der Leitbulle* war bis auf wenige Schritte an das Fenster ihres Sterbezimmers herangekommen. Dort verharrte er, bis Margarete gestorben war. Erst dann ging er zu den anderen zurück und führte die Herde in den Wald hinein. Margarete wurde auf der Trappe-Farm beerdigt. Am nächsten Morgen entdeckte Rolf zahllose Abdrücke riesiger Säulen rings um das Grab. Die Elefantenherde hatte in der Nacht einen letzten Besuch abgestattet. …

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Ricarda Schwerin

Frauenbild

geboren am 30. Januar 1912 in Göttingen
gestorben 29. Juli 1999 in Jerusalem

deutsch-israelische Fotografin
15. Todestag 29. Juli 2014


Nur ein kleiner Teil ihrer Werke ist erhalten geblieben, berühmt wurde nur ein einziges: Das Portrait der Hannah Arendt, von Ricarda Schwerin 1961 in Jerusalem aufgenommen. Doch sie bekam noch viel mehr berühmte Leute vor ihre Kamera – Golda Meir, James Baldwin, Mosche Dayan und andere. Aber damals war sie Partnerin des Jerusalemer Fotografen Alfred Bernheim und die meisten der gemeinschaftlichen Arbeiten sowie ihre eigenen trugen seinen Namen. Ein „schwieriges“ Kind Als Ricarda drei Jahre alt war, starb ihre Mutter, und ihr Vater brachte sie in einem Kinderheim unter, in dem sie vorwiegend unglücklich war. Als der Vater, mittlerweile Bankdirektor …

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Sidonie Gabrielle Colette

Ginette Neveu Violine

geboren am 28. Januar 1873 in Saint-Sauveur, Burgund
gestorben am 3. August 1954 in Paris

französische Schriftstellerin
60. Todestag am 3. August 2014


Sie waren schockiert. Das war sicherlich nicht die Schwiegertochter, die sich eine standesbewußte Familie gewünscht hatte: Frauen wie sie – über deren erste Ehe ganz Paris getuschelt hatte – hielt mann sich als Geliebte, aber machte sie nicht zur Baronne de Jouvenel! Gegen die Schriftstellerin (ihr Roman La Vagabonde war 1910 für den angesehenen Prix Goncourt vorgeschlagen worden), gegen die Journalistin (seit 1909 schrieb sie regelmäßig kleine Erzählungen, Anekdoten und Stellungnahmen zu aktuellen Ereignissen für die Zeitschrift Le Matin, deren Mitherausgeber der Ehemann Henri de Jouvenel war) war ja schwerlich etwas einzuwenden. Aus einem burgundischen Provinznest war sie als Zwanzigjährige …

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Kate Steinitz

English

Frauenbild

geboren am 2. August 1889 Beuthen, Oberschlesien (heute Bytom, Polen)
gestorben am 7. April 1975 in Los Angeles, Kalifornien

deutsch-amerikanische Malerin, Fotografin und Leonardo-Expertin
125. Geburtstag am 2. August 2014


Als Kate Steinitz im Jahre 1917 mit ihrer Familie in die norddeutsche Provinzhauptstadt Hannover kommt, laut Theodor Lessing die „fahlste aller Städte“, sucht sie nach künstlerischen Farbflecken. Es gelingt ihr, diese Stadt in wenigen Jahren zum Treffpunkt der internationalen Avantgarde zu machen und ihr so in der modernen Kunst Weltgeltung zu verschaffen. Das Gästebuch des Ehepaares Steinitz legt anschaulich Zeugnis davon ab. Am 2. August 1889 wurde Kate, zuerst Käte oder Käthe Traumann, im oberschlesischen Beuthen (heute Bytom, Polen) geboren. In Berlin, wohin die Familie umgezogen war, erhielt sie die für höhere Töchter der damaligen Zeit übliche Ausbildung und durfte …

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Dorothy Crowfoot Hodgkin

Dorothy Hodgkin

geboren am 12. Mai 1910 in Kairo
gestorben am 30. Juli 1994 in Shipston-on-Stour, England

britische Biochemikerin, Nobelpreisträgerin und Pazifistin
20. Todestag am 30. Juli 2014


Dorothy Crowfoot wurde 1910 als älteste von vier Töchtern einer englischen Kolonialbeamtenfamilie in Kairo geboren.  Da die Eltern aus beruflichen Gründen häufig den Wohnort wechselten und die Kinder während des ersten Weltkriegs in Sicherheit wissen wollten, ließen sie sie bei Verwandten in England aufziehen. Dorothy lernte schon in der Grundschule das Züchten von Kristallen – und hatte damit ihre Berufung fürs Leben gefunden. Ihre Mutter war eine gute Botanikerin und bestärkte Dorothy in ihren naturwissenschaftlichen Interessen. Sie schenkte der Fünfzehnjährigen das Buch “Über die Dinge der Natur” des Nobelpreisträgers William Bragg, in dem er unter anderem beschreibt, wie man die …

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Corazón Aquino

Corazón Aquino

geboren am 25. Januar 1933 in Paniqui, Provinz Tarlac (Philippinen)
gestorben am 1. August 2099 Makati City (Philippinen)

philippinische Präsidentin (1986 bis 1992)
5. Todestag am 1. August 2014


Am 21. August 1983 kehrt der beliebte Oppositionspolitiker Benigno Aquino aus dem Exil in die Heimat zurück. Er hofft, endlich Ferdinand Marcos ablösen zu können, der die Philippinen mit unglaublicher Raffgier während einer bald 20-jährigen Diktatur ausgepowert hat. 12 Minuten nach der Landung wird »Ninoy« noch auf dem Flugfeld durch einen gezielten Schuss in den Hinterkopf getötet. Corazón Aquino, Mutter von fünf Kindern, ist Witwe. Nach anfänglichem Zögern und Rückzug in ein Kloster erklärt sie sich bereit, die Führung der zerstrittenen Opposition zu übernehmen. »Cory« wird zur Hoffnungsträgerin einer gewaltigen Volksbewegung, der »people’s power«, als »Gelbe Madonna« (Gelb ist ihre …

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Hedwig Dohm