Frau(en) der Woche:

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Jeanne-Antoinette Poisson, Marquise de Pompadour

Jeanne-Antoinette Poisson, Marquise de Pompadour

geboren am 29. Dezember 1721 in Paris
gestorben am 15. April 1764 in Versailles

französische Mätresse, Politikerin, Mäzenin
250. Todestag am 15. April 2014


Madame de Pompadour, Geliebte Ludwigs (Louis) XV. von Frankreich, gilt auf der ganzen Welt als Synonym für »die« Mätresse schlechthin. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass Liebesspiele wohl das waren, was sie am wenigsten gut beherrschte – und sie nur durch diese überhaupt in eine Position gelangen konnte, um ihre vielfältigen anderen Talente auszuleben. Jeanne-Antoinette Poisson stammte aus bürgerlichen Kreisen der Hochfinanz. Ihr Vater Francois musste, als Strohmann zweier mächtiger Bankiers zum Tode verurteilt, Frankreich für viele Jahre verlassen. Die Mutter, Louise-Madeleine de La Motte, hielt sich derweil mithilfe eines Liebhabers über Wasser: Charles-Francois Le Normant de Tournehem, der …

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Bessie Smith

Bessie Smith

geboren am 15. April 1894 Chattanooga, Tennessee
gestorben am 26. September 1937 Sharon, Pennsylvania

US-amerikanische Blues-Sängerin
120. Geburtstag am 15. April 2014


Die »Kaiserin des Blues« war ein Star und lebte auch danach. Viel ist über ihr unbeherrschtes Wesen, den Alkoholmissbrauch, die Affären mit Partnerinnen und Partnern und ihre Verachtung jeglicher Autorität geschrieben worden. Notfalls verteidigte sie sich mit den Fäusten. Aber sie konnte auch anders sein, beispielsweise wenn sie ihren FreundInnen finanziell mehr als großzügig aushalf, todesmutig dem Ku Klux Klan trotzte und selbst zu konkurrierenden Bluessängerinnen ein kollegiales Verhältnis pflegte.        Smith trat als Teenager in Zelt-Shows, Minstrel Shows und in Cabarets auf. 1921 hatte sie ihre eigene Band; die ersten Plattenaufnahmen mit Louis Armstrong, Coleman Hawkins und …

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Rachel Carson

Rachel Carson

geb. 27. Mai 1907 in Springdale, Pennsylvania
gest. 14. April 1964 in Silver Spring, Maryland

US-amerikanische Schriftstellerin, Meeresbiologin und Ökologin, “Mutter der Umweltbewegung”
50. Todestag am 14. April 2014


“Die Macht ihres Wissens und die Schönheit ihrer Sprache machten sie zu einer der einflußreichsten Frauen unserer Zeit”, schrieb die New York Times, als Rachel Carson 1964, anderthalb Jahre nach Erscheinen ihres revolutionären Buches Der stumme Frühling (Silent Spring), mit 56 Jahren an Krebs starb. Rachel Carson wuchs auf einer Farm in Pennsylvanien auf. Schon als Zehnjährige wollte sie Schriftstellerin werden, studierte später aber doch Biologie. Mitten in der Depression starben im Laufe eines Jahres ihr Vater und ihre Schwester. Carson gab ihre weitere Berufsausbildung auf, um Geld für sich, ihre Mutter und ihre beiden mutterlosen Nichten zu verdienen. 14 …

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Bernadette Soubirous

Bernadette Soubirous

geboren am 17. Februar 1844 in Lourdes
gestorben am 16. April 1879 in Nevers

französische Heilige
135. Todestag am 16. April 2014


In der französischen Hauptstadt herrscht Aufbruchstimmung, George Sand, eine Symbolfigur der französischen Revolution, trägt Männeranzüge und raucht Zigarren, die erste Pariser Weltausstellung zeigt unermessliche industrielle Perspektiven auf. Von all dem ist in Lourdes, der Pyrenäenstadt mit 4000 Einwohnern, nichts zu spüren. Hier herrscht noch das Mittelalter, Bauern und Handwerker sind arm. Besonders arm ist das Ehepaar Soubirous, das am 11. Februar 1858 ihre Tochter Bernadette mit zwei Geschwistern zum Reisigsammeln schickt. Bei der Grotte von Massabielle erstarrt das 14-jährige asthmakranke Mädchen, das bis vor kurzem noch Schafe gehütet hatte und erst seit einem Monat die Schule besuchte. Wächsern sieht sie …

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Eva Gonzalès

Eva Gonzalès

geboren am 19. April 1849 in Paris
gestorben am 5. Mai 1883 in Paris

französische Malerin
165. Geburtstag am 19. April 2014


Eva Gonzalès ist heute am ehesten bekannt durch Manets berühmtes Portrait, das sie als Malerin vor der Staffelei zeigt: elegant in langem weißen Kleid, ernsthaft, mit dunkler Lockenpracht, eine Schönheit ihrer Zeit. Doch die Werke der Künstlerin, die mit Erfolg im Pariser Salon ausstellte und sich zu Lebzeiten über die Grenzen Frankreichs hinaus einen Namen gemacht hatte, sind wie die vieler anderer Malerinnen fast vergessen. Eva kam durch ihren Vater Emmanuel Gonzalès, der ein bekannter Autor war, schon früh in Kontakt mit bedeutenden künstlerischen Kreisen der prosperierenden Hauptstadt. Bereits mit 16 Jahren studierte sie in den mondänen Pariser Ateliers des …

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Daphne du Maurier

Frauenbild

geboren am 13. Mai 1907 in London
gestorben am 19. April 1989 in Par, Cornwall

englische Schriftstellerin
25. Todestag am 19. April 2014


Mit 19 Jahren war sich Daphne du Maurier darüber im klaren, daß es für sie nichts Wichtigeres gab, als finanziell von ihrer Familie unabhängig zu sein und so ein Leben nach ihren Vorstellungen führen zu können. Im Hause ihrer Eltern in London - ihr Vater war der Schauspieler und Theatermanager Sir Gerald du Maurier, ihr Großvater der Punch-Illustrator und Schriftsteller George du Maurier - sah sich Daphne einem zwar sorgenfreien und behüteten, aber geselligen Lebensstil voller gesellschaftlicher Verpflichtungen ausgesetzt, der ihrem schüchternen Wesen, ihrem Freiheitsdrang und ihrer Vorliebe für Einsamkeit zuwiderlief. Der Besuch eines Pensionats in Paris und die Freundschaft …

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Hilde Benjamin

hilde benjamin

geboren am 5. Februar 1902 in Bernburg/Saale
gestorben am 18. April 1989 in Berlin

deutsche Politikerin, erste Justizministerin der DDR
25. Todestag am 18. April 2014


Hilde Benjamin, erste Justizministerin nicht nur der DDR sondern weltweit, starb sechs Monate vor dem Fall der Berliner Mauer. Hätte sie das Ende der DDR miterlebt, an deren innerem Aufbau sie von Anfang an maßgeblich beteiligt war, “es hätte sie umgebracht”, vermutet ihr Sohn Michael. Mit ihrem jüdischen Ehemann Dr. Georg Benjamin (Bruder von Walter Benjamin) arbeitete sie in Berlin von Beginn ihrer Ehe (1926) an für die KPD. Die Parteidisziplin, der sie sich zeit ihres Lebens bedingungslos unterwarf, erforderte ihrer Meinung nach vollen Einsatz. Als junge Anwältin verteidigte sie oft politisch verfolgte GenossInnen und unterstützte mit ihrem Mann die …

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Christina von Schweden

Christina von Schweden

geboren am 8. Dezember 1626 in Stockholm
gestorben am 19. April 1689 in Rom

schwedische Königin
325. Todestag am 19. April 2014


Biografie Die einzige Tochter Gustaf Adolfs von Schweden ist sechs Jahre alt, als ihr Vater 1632 auf einem Schlachtfeld des Dreißigjährigen Kriegs stirbt. Ihre Erziehung zur Thronfolgerin übernimmt von da an der schwedische Reichskanzler, weil die Mutter schwermütig geworden ist. Christina lernt Reiten und Jagen; auf ihre Kleidung legt sie keinen Wert, Essen und Trinken sind ihr gleichgültig, die Nächte verbringt sie mit viel Studien und wenig Schlaf. Mit 18 Jahren übernimmt sie die Regierung und erweist sich trotz ihrer Jugend als energische und zielbewusste Herrscherin. Sie schließt drei Friedensverträge ab, auch denjenigen, der den grauenhaften Dreißigjährigen Krieg beendet. Christina …

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Gro Harlem Brundtland

Frauenbild

geboren am 20. April 1939 in Oslo

erste norwegische Ministerpräsidentin, Ärztin
75. Geburtstag am 20. April 2009


Die Ärztin und langjährige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland übernimmt 1998 das Amt der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Durch ihre zehnjährige Berufstätigkeit im norwegischen Gesundheitswesen (1963-1973) und ihre Erfahrungen als Umweltministerin (1974-1979) hatte sie erkannt, dass „Umweltveränderungen auch die Bedrohungen verändern, die die menschliche Gesundheit gefährden.“ Während ihrer fünfjährigen Amtszeit hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, den Teufelskreis von Armut und Krankheit zu durchbrechen. Sie setzte sich insbesondere dafür ein, dass Medikamente gegen Malaria und Aids der Bevölkerung in Entwicklungsländern zugänglich gemacht werden und leitete erfolgreich Maßnahmen gegen die Sars-Epidemie ein. Dass es gilt, „die kritischen Fragen zu stellen“ …

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Hedwig Dohm