Christine Busta

(Christine Dimt; Christina von Dimt; Christine Busta-Dimt; Christina Busta)

geboren am 13. April 1915 in Wien
gestorben am 3. Dezember 1987 in Wien

österreichische Dichterin
25. Todestag am 3. Dezember 2012


BiografieZitateWeblinksLiteratur & QuellenLiteratur, Musik und Kunst


Biografie

Christine Busta wuchs ohne Vater bei ihrer Mutter auf, die erst Hausangestellte und dann Verkäuferin war:

„… dass sie sich trotz aller verzweifelten Anstrengung nur kümmerlich durchbringen konnte, ertrug sie wie eine Schande und Schmach, erbittert und verschwiegen … in ihrem Blick stand die Erschöpfung wie geheimer Zorn.”

Christine Busta

Busta besucht das Gymnasium; ab ihrem 14. Lebensjahr muss sie sich und die schwerkranke Mutter mit Nachhilfestunden durchbringen. Ab 1933 studiert sie in Wien Germanistik und Anglistik, gibt aber nach einem Nervenzusammenbruch das Studium auf und wird Hilfslehrerin. 1940 heiratet sie den Musiker Dimt, der seit 1944 vermisst ist. Nach dem Krieg arbeitet sie zunächst als Dolmetscherin und Hotelangestellte, von 1950 bis 1976 dann als Bibliothekarin.

Seit 1946 veröffentlicht sie ihre Gedichte, für die sie etliche Literaturpreise erhält, u.a. den Georg-Trakl-Preis (1954), den Großen Österreichischen Staatspreis für Lyrik (1969) und den Anton-Wildgans-Preis (1975).

Christine Busta

„Ich möchte nicht gerne damit hausieren”, schreibt Christine Busta, „aber ich hab’s immer reichlich schwer gehabt. Ich habe Gutes und Böses erfahren wie alle Menschen und schlimme Verstörungen erlitten, und könnte mir vorstellen, dass mir noch schlimmere nicht erspart bleiben werden, aber ich glaube dennoch, dass täglich und stündlich im wörtlichen Sinne des Wortes ‘namenlos’ viel Gutes geschieht, mehr Gutes, als die Lästerer wahrhaben wollen. Diesen Anonymen, die das ächzende Getriebe der Welt mit dem Öl ihrer unbedankten Ausdauer, Geduld, Treue und Hoffnung noch immer in Gang halten, gehört trotz unvermeidlicher Irritationen meine unwandelbare Liebe und Dankbarkeit, und auch in den heftigsten Krisen der Isolation hat mich kaum je das Bewusstsein verlassen, in vieler Schuld zu stehen.”

 

Luise F. Pusch (1989)

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Zitate

Christine Busta

Mein Grundthema ist die Verwandlung der Furcht, des Schreckens und der Schuld in Freude, Liebe und Erlösung. Freilich hat die Schönheit dabei oft unbarmherzige Farben, und die Tröstung kostet zumindest eine Hüfte.
(Christine Busta)

Verschwenderisch ergießt man sich auf Papier
Wer in Stein schreibt, wird sparsam mit Lettern
(Christine Busta, gefunden auf den Seiten der Österreichischen Nationalbibliothek, Ursprungsseite leider nicht mehr existent)

Nie habe ich einer heilen Welt
das Wort geredet.
Immer nur einer verletzlichen,
um deren gefährdete Schönheit ich bangte –
schon auf Heilung bedacht.
(Christine Busta im Gedicht „Erklärung gegen ein Mißverständnis“, gefunden hier)

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Links

Bott – Kalligrafische Blätter


Bott, Irmgard: Kalligrafische Blätter – Ausstellungsreihen – Schaubücher. Enthält mehrere Gedichte Christine Bustas – einfach „Ausstellungen” durchklicken oder Seite durchsuchen!

Busta – Den Gassenrufern meiner Kindheit


Busta, Christine: Den Gassenrufern meiner Kindheit. Gedicht, gelesen von der Autorin. 2:23 min.

Busta – Entdeckung


Busta, Christine: Entdeckung. Gedicht. Podium Lyrikanthologie.

Busta – Gedichte


Busta, Christine: Gedichte. gedichtsuche.de.

Busta – Unter den Menschen


Busta, Christine: Unter den Menschen. Gedicht. Diözese Linz. 

Eichmann-Leutenegger – Der Atem des Wortes


Eichmann-Leutenegger, Beatrice: Der Atem des Wortes von Christine Bustas. Buchbesprechung. Lyrikwelt.de.

Giszas – Das Eis der Seele brechen


Giszas, Jürgen: Das Eis der Seele brechen. Musik und Texte zur Passion. Mit zwei Gedichten von Christine Busta. mit-G-lesen.de.

Katalog der Deutschen Nationalbibliothek – Busta, Christine


Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: Busta, Christine, 1915-1987.

Lemberg – Reflexion über ein Gedicht


Lemberg, Ingrid: Reflexion über ein Gedicht von Christina Busta. Abtei Neuburg Heidelberg. (Lyrik zur Be-Sinnung).

Modul zur Lyrik der Autorinnen


Modul zur Lyrik der Autorinnen Christine Busta und Rose Ausländer. Mit Texten und Tondokumenten (Menüpunkt: Texte Busta).

Österreichisches Literaturarchiv – Bestände. Christine Busta


Österreichisches Literaturarchiv: Bestände. Christine Busta. Kurzbiografie, Nachlass. Österreichische Nationalbibliothek.

Tiemann – Impuls der Woche


Tiemann, Ingeborg: Impuls der Woche. Mit Texten von Christine Busta.

Universität Innsbruck – Christine Bustas Nachlass ging


Universität Innsbruck: Christine Bustas Nachlass ging an das Forschungsinstitut Brenner-Archiv.

Wikipedia – Christine Busta


Wikipedia: Christine Busta.



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Literatur & Quellen


Bildquellen

Otto Müller Verlag
Universität Innsbruck
Österreichische Gesellschaft für Literatur

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Literatur, Musik und Kunst

Hinweis:
Nicht verlinkte Titel im Gesamtkatalog des Österreichischen Bibliothekenverbundes recherchieren für Fernleihe, Kopien o.ä.!


Werke

Busta 1951 – Der Regenbaum


Busta, Christine (1951): Der Regenbaum. Gedichte. Wien. Herder.


Busta, Christine (1951): Jahr um Jahr. Weihnachts- und Neujahrsgabe des Verlages Herder an seine Mitarbeiter und Freunde. Wien. Herder.

Busta 1955 – Lampe und Delphin

Busta 1958 – Die Scheune der Vögel


Busta, Christine (1955): Lampe und Delphin. Gedichte. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (1958): Die Scheune der Vögel. Gedichte. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (1959): Das andere Schaf. Eingeleitet und ausgewählt von Viktor Suchy. Graz, Wien. Stiasny (Stiasny-Bücherei, 43).

Busta 1959 – Die Sternenmühle

Busta 1965 – Unterwegs zu älteren Feuern


Busta, Christine (1959): Die Sternenmühle. Gedichte für Kinder und ihre Freunde. Mit Bildern von Johannes Grüger. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (1965): Unterwegs zu älteren Feuern. Gedichte. Salzburg. Otto Müller.

Busta 1975 – Salzgärten


Busta, Christine (1975): Salzgärten. Gedichte. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (1978): Der Regenengel. Gedichte und Erzählungen. Eine Auswahl. Leipzig. St.-Benno-Verlag.


Busta, Christine (1978): Steige, steige, verwunschene Kraft. Erinnerungen an Christine Lavant. Wolfsberg. Ploetz.


Busta, Christine (1980): Die Zauberin Frau Zappelzeh. Gereimtes und Ungereimtes für Kinder und ihre Freunde. Mit Bildern von Hilde Leiter. Salzburg. Otto Müller.

Busta 1981 – Wenn du das Wappen

Busta 1985 – Inmitten aller Vergänglichkeit


Busta, Christine (1981): Wenn du das Wappen der Liebe malst. Gedichte. Salzburg, Wien. Otto Müller.


Busta, Christine (1985): Inmitten aller Vergänglichkeit. Gedichte. Salzburg. Otto Müller.

Busta 1988 – Der Regenengel


Busta, Christine (1988): Der Regenengel. Legenden. Bilder von Doris Pacher. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (1989): Der Himmel im Kastanienbaum. Gedichte. Gesammelt und herausgegeben von Franz Peter Künzel. Salzburg. Otto Müller.

Busta 1995 – Der Atem des Wortes

Busta 1995 – Gedichte


Busta, Christine (1995): Der Atem des Wortes. Gedichte. Salzburg, Wien. Otto Müller.


Busta, Christine (1995): Gedichte. Neun Bände in Kassette (Wenn du das Wappen der Liebe malst; Unterwegs zu älteren Feuern; Die Scheune der Vögel; Salzgärten; Der Regenbaum; Lampe und Delphin; Inmitten aller Vergänglichkeit; Der Himmel im Kastanienbaum; Der Atem des Wortes). Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (2000): Die Welt war schön und schrecklich. Zehn Gedichte und ein Brief im Faksimile der Handschrift. Herausgegeben von Erich Fitzbauer. Zeichnungen von Gunter Böhmer. Wien. Edition Graphischer Zirkel (Buchpublikation der Edition Graphischer Zirkel, 114).

Busta 2004 – Die Sternenmühle

Busta 2000 – Einsilbig ist die Sprache


Busta, Christine (2000): Einsilbig ist die Sprache der Nacht. Ausgewählte Gedichte. Medienkombination (Buch und Audio-CD, gelesen von Christine Busta, 67 min). Herausgegeben von Anton Gruber. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (2004): Die Sternenmühle. Gedichte für Kinder und ihre Freunde. Medienkombination (Buch und Audio-CD, gelesen von Christine Busta). Salzburg, Wien, Freilassing. Otto Müller.

Haslinger 1985 – Weihnachtszeit schön verschneit


Haslinger, Adolf (1985): Weihnachtszeit schön verschneit. Ein literarisches Hausbuch. Enthält von Christine Busta: Schnee im Advent; Advent an der burgenländischen Grenze; Weihnachtslied aus einer Baracke. München. Deutscher Taschenbuch-Verlag (dtv, 10495).


Musik zu Busta-Texten

Dünser, Richard (1990): Doch atmet kalt mein Abend schon. Vier ernste Gesänge für Mezzosopran und Orchester. Nach Texten von Else Lasker-Schüler, Joseph von Eichendorff, Christine Busta und Friedrich Hölderlin. Partitur. Bad Schwalbach (Wiesbaden). Edition Gravis.

Ebenhöh, Horst (1983): Miserere. Lieder für mittlere Stimme und Klavier op. 38, 1. Nach Gedichten von Christine Busta u. Christine Lavant. Wien. Robitschek.

Ebenhöh, Horst (1983): Sechs Lieder für Sopran und Klavier op. 11. Nach Gedichten von Christine Busta. Wien. Robitschek.

Einem, Gottfried von (1985): Carmina gerusena. Acht Gesänge für Singstimme und Klavier op. 65. Nach Gedichten von Christine Busta und Friederike Mayröcker. Partitur. Wien. Universal Edition.

Einem, Gottfried von (1989): Inmitten aller Vergänglichkeit. Zwölf Lieder nach Gedichten von Christine Busta für Gesang und Klavier op. 77. Partitur. Berlin. Bote & Bock.

Einem, Gottfried von (1989): Unterwegs. Zyklus für gemischten Chor. Texte von Christine Busta. Chorpartitur. Wien, München. Doblinger.

Einem, Gottfried von (1992): Votivlieder. Für Frauenchor a cappella auf Gedichte von Christine Busta ; op. 93. Partitur. Wien. Doblinger.

Kletzander, Reinhold (1982): Wenn Du das Wappen der Liebe malst. Kantate für Sopran, Chor und Bläser nach einem Text von Christine Busta. Partitur.

Woll, Erna (2002): Zeit, o Verkündigung. Zyklus nach Worten von Christine Busta, Ina Seidel, Ingeborg Bachmann für gemischten Chor a cappella. Partitur. Köln. Tonger (Deutsche Lyrik im Chorgesang).

Kunst zu Busta-Texten

Baumgartner, Roman (1994): Entlassung. Zwölf Radierungen. Text: Christine Busta. Auflage: 10 Ex. Horn. Galerie & Edition Thurnhof.

Lewandowska, Katarzyna (2004): Der Sommer. Originalbilder auf Büttenpapier zu einem Gedicht von Christine Busta. 15 Blätter in Mappe. Auflage: 25 Ex. + 5 e.A. Ingolstadt. Alpha-C-Performance-Projekt-Edition.

Lewandowska, Katarzyna (2004): Wo holt sich die Erde die himmlischen Kleider? Original-Malereien und Siebdruck zu einem Gedicht von Christine Busta. 20 Blätter in Mappe. Ingolstadt. Alpha-C-Performance-Projekt-Edition (WVZ, 09).

Müller, Wol (2006): Wo holt sich die Erde die himmlischen Kleider? Digitalisierte Zeichnung und Siebdruck von Wol Müller zu einem Gedicht von Christine Busta. Insgesamtdruck auf Büttenvorsatzpapier, Einband aus Museumskarton bedruckt. Auflage: 29 Ex.+ 3 e.A. Sulzbach. Alpha-Presse (Alpha Presse WVZ, 352).


Quellen

Busta 1951 – Der Regenbaum

Busta 1955 – Lampe und Delphin


Busta, Christine (1951): Der Regenbaum. Gedichte. Wien. Herder.


Busta, Christine (1955): Lampe und Delphin. Gedichte. Salzburg. Otto Müller.


Busta, Christine (1959): Das andere Schaf. Eingeleitet und ausgewählt von Viktor Suchy. Graz, Wien. Stiasny (Stiasny-Bücherei, 43).

Kunisch (Hg.) 1987 – Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Lennartz 1969 – Deutsche Dichter und Schriftsteller unserer


Kunisch, Hermann (Hg.) (1987): Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2., erw. u. aktualisierte Aufl. Unter Mitarbeit von Herbert Wiesner und Sybille Cramer. München. Nymphenburger.


Lennartz, Franz (1969): Deutsche Dichter und Schriftsteller unserer Zeit. Einzeldarstellungen zur Schönen Literatur in deutscher Sprache. 10., erw. Aufl. Stuttgart. Kröner (Kröners Taschenausgabe, 151).

Wilpert 1976 – Deutsches Dichterlexikon


Wilpert, Gero von (1976): Deutsches Dichterlexikon. Biographisch-bibliographisches Handwörterbuch zur deutschen Literaturgeschichte. 2., erw. Aufl. Stuttgart. Kröner (Kröners Taschenausgabe, 288).


Weiterführende Literatur


Bader, Christa (1990): Christine Busta (1915-1987). Ausstellung zum 75. Geburtstag. Dokumentation. Wien. Österreichische Nationalbibliothek (Sonderausstellungen, 1990, 2).


Chae, Yon-Suk (1991): Untersuchung zur Lyrik Christine Bustas. Dissertation. Wien. Universität.


Hatzenbichler, Ilona (1979): Motive und Themen in der Lyrik Christine Bustas. Dissertation. Graz. Universität.


Heydemann, Gunda (2006): Hauptsächlich Gedichte. Ein Beitrag zur Ordnung und Erschließung des Teilnachlasses Christine Bustas am Österreichischen Literaturarchiv. Lehrgang Library and Information, Master-Thesis. Wien. Universität.


Mühlberger, Sigrid (1996): Die andere Frömmigkeit (Christine Busta). Zu einer Spiritualität des Alltags aus der Sicht moderner Dichtung. In: Die Zeit im Buch, H. 50 (1996), S. 1–5.


Renn, Petra (2003): Christine Busta. Zur Entwicklung der poetischen Sprechweise und Gedichtauffassung. Diplomarbeit. Wien. Universität.


Türtscher, Helga Elisabeth (2003): Sehnsucht nach Barmherzigkeit. Lebensgeschichte und theologisches Denken von Christine Busta. Diplomarbeit. Innsbruck. Universität.


Wiesmüller, Wolfgang: Das Gedicht als Predigt. Produktions- und rezeptionsästhetische Aspekte biblischer Motivik in Gedichten von Christine Busta. In: Sprachkunst, H. 20/1989, S. [199]-226.


Wiesmüller, Wolfgang (1991): Christine Busta im Briefwechsel mit Ludwig Ficker. Mit einem Verzeichnis der Gedichtmanuskripte Bustas im Brenner-Archiv. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv, H. 10/1991, S. 39–71.

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Hedwig Dohm