31.10.2009

Der Zuhälter und die Haushälterin: Anmerkungen zum Reformationstag

Zum heutigen Reformationstag wachte ich mit vermischten Ideen für meine nächste Glosse auf. Ich dachte an “das Vaterunser” und “den Paternoster” - beides Wörter, die auch bald mal eine Glosse verdienen. Ich dachte an Doktor Martin Luther, den inzwischen vermutlich verstorbenen Dackel von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Und ich dachte an Margot Käßmann, die erste Ratspräsidentin der EKD (ev. Kirche in Deutschland).

Da hat die Reformation den Frauen schließlich doch noch was gebracht. Allerdings hat es 450 Jahre gedauert bis zur ersten Pfarrerin, 475 Jahre bis zur ersten Bischöfin und fast ein halbes Jahrtausend bis zur ersten Ratspräsidentin, Käßmann.

Interessant übrigens, dass die beiden Frauen, die in Deutschland derzeit die höchsten politischen Ämter bekleiden, beide Pfarrerstöchter sind. Die neue Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht, ist außerdem selber Pfarrerin und mit einem Pfarrer verheiratet. Das deutsche evangelische Pfarrhaus soll ja so viele männliche Genies hervorgebracht haben; die fehlenden weiblichen Genies und Talente hingegen wurden wohl bis vor kurzem erfolgreich behindert. Jetzt aber kommen sie anscheinend flott zum Zuge …

Was hat die Reformation den Frauen sonst noch gebracht?

Das Mönchtum und das Nonnenwesen wurden abgeschafft. Der Exmönch Luther und die Exnonne Katharina von Bora heirateten und wurden damit Vorbilder für alle kinderreichen Pfarrfamilien nach ihnen. War bis dahin die Ehelosigkeit der würdigste christliche Zivilstand, erreichbar nur für auserwählte Seelen, die dafür später selig- oder heiliggesprochen wurden, traten mit den Luthers die “family values” ihren bedenklichen Siegeszug an. Vornehmste Aufgabe der Frau war fortan die Pflege des Gatten, der Kinder und des Haushalts, und da sie die Kinder zum rechten Glauben erziehen sollte, durfte sie auch ein bißchen studieren, und zwar die Bibel. Von imponierenden Frauen wie Roswitha von Gandersheim, Hildegard von Bingen, Caterina von Siena oder Teresa von Avila ist in der protestantischen Kirche nichts bekannt.

Der evangelische Pfarrer hat wie der Reformator seine evangelische Pfarrfrau zur Seite. Viele meiner Vorfahrinnen haben sich in diesem undankbaren, äußerst arbeitsintensiven und unbezahlten Amt verbraucht. Die evangelische Pfarrerin von heute (30 Prozent aller Pfarrstellen sind inzwischen mit Frauen besetzt) hat in der Regel keinen Pfarr- bzw. Hausmann zur Seite, nicht mal einen Haushälter entsprechend der Haushälterin des katholischen Pfarrers.

Das Wort Haushälter ist so ungebräuchlich, dass es in den meisten Lexika fehlt. Mag es immerhin fehlen - zum Ausgleich haben wir den Zuhälter, dem das weibliche Pendant fehlt.

Das Duden Herkunftswörterbuch, 3. Aufl. meldet über Zuhälter:

“Zuhälter” bedeutet … eigentlich “Geliebte[r], außerehelicher Geschlechtspartner”, beachte das veraltete “Zuhälterin”,  “Dirne” (15. Jh.). Daraus entwickelte sich die Bedeutung “Dirnenbeschützer”.

Wie wir wissen, ist der “Dirnenbeschützer” alles andere als ein Beschützer.

Der fehlende Haushälter benachteiligt die vielen schwulen Priester, die - anders als ihre heterosexuellen Kollegen die Partnerin-“Haushälterin” - den Partner nicht als “Haushälter” tarnen können. Aber um dies hausgemachte Problem soll sich die katholische Kirche selber kümmern. 

Lücken im Wortschatz wie der fehlende Haushälter und die fehlende Zuhälterin sind meist sehr aufschlussreich. Das Beispiel Haushälterin - Zuhälter bestätigt akkurat die feministische Analyse der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung: Der Mann dient dem Herrn (als Priester oder evangelischer Pfarrer) oder auch dem Gott Mammon (als Zuhälter), die Frau aber dient dem Mann, z.B. als Haushälterin, als “Dirne” oder als Kombi (Pfarrfrau). Der Mann dient nicht der Frau, da sei Gott vor! Wenn also die Frau sich anmaßt, als Pfarrerin dem Herrn zu dienen, als Bundeskanzlerin dem Volk oder als Ministerpräsidentin dem Land Thüringen, muss sie zusehen, wie sie zurechtkommt. Sie kann mitnichten auf einen Mann rechnen, der dann ihr dient. Denn es gibt keinen Haushälter, keinen Dirnerich, keinen Pfarrmann, keinen Ministerpräsidentingatten und keinen Kanzleringatten - weder sprachlich noch sonstwo.

Besser hatten und haben es da die Nonnen: Die Bräute Christi dienen zwar dem Herrn unter Aufsicht eines Priesters, aber sie dienen nicht Männern, sondern versorgen einander.


# | Luise F. Pusch am 31.10.2009 um 07:17 PM • Permalink

24.10.2009

Die Ex

Letzte Woche lief im Fernsehen spätnachts der Film Die Ex bin ich von Katrin Rothe. Er handelt von drei jungen Frauen, die nacheinander mit demselben jungen Mann eine Beziehung hatten. Brit noch während der Schulzeit, Sandra war die mittlere, Anne die letzte - bevor Bert Selbstmord beging. Nun gehen sie gemeinsam seine Sachen durch und versuchen dabei herauszufinden, warum er das getan hat.

Was mich an dem Titel faszinierte, war der Ausdruck “die Ex”. Joey hatte schon öfter von “ihrem Ex” gesprochen - wie sie heute erzählte, weil sie nicht wusste, ob “Dick” hier gleich verstanden würde (Dick Cheney war Mitte der achtziger Jahre noch keine bekannte Größe), ob die Leute vielleicht denken würden, sie hätte “der Dicke” gesagt. Außerdem bedeutet Dick auf Englisch auch “Schwanz” - all das war ihr ungemütlich, und “mein ehemaliger Ehemann”, das brachte sie auch nicht über die Lippen. Also “mein Ex”, frei aus dem Englischen.

“Die Ex”, das hatte ich bis dahin noch nie gehört. Das Interessante an dem Wort ist, dass es nicht “moviert” wird, also mit einem angehängten “-in” aus “der Ex” abgeleitet: der Ex, die Exin, wie es sonst im Deutschen üblich ist.

In der 20. Auflage des Duden von 1992 kommt das Substantiv Ex noch nicht vor, es gibt da nur die Vorsilbe: “Ex… = ehemalig, z.B. Exminister”. 12 Jahre später meldet die 23. Auflage von 2004: “Ex, der und die; umgangssprachlich kurz für Exfreund[in], Exehemann bzw. Exehefrau.”

Ja, warum sagt das Volk hier plötzlich nicht “der Ex / die Exin”?
Vielleicht, weil es im Englischen “the ex” heißt und das schlicht übernommen wurde, für beide Geschlechter? Glaube ich nicht, wenn ich z.B. an “manager” denke, das als “der Manager” und schließlich auch “die Managerin” ins Deutsche kam. Oder nehmen wir ein neueres, schickeres Wort, “art director”. Der Duden von 2006 sagt dazu: “Artdirector, der (engl.) (künstlerischer Leiter des Layouts in einer Werbeabteilung).” Eine Artdirector ist nicht vorgesehen. Und eine Boss natürlich schon gar nicht, obwohl das Wort im Englischen geschlechtsneutral ist.

Ich erkläre mir diese Ausnahme folgendermaßen:
Wenn ich bei Google “mein Ex” eingebe, werde ich als erstes gefragt: “Did you mean meine Ex”? Geboten werden dann 138.000 Vorkommnisse von “mein Ex”. Suche ich hingegen nach “meine Ex”, werde ich nicht gefragt “Did you mean mein Ex”? Und ich bekomme fast dreimal so viele Fundstellen geliefert: 335.000 für “meine Ex”.

Die vielen Seiten über “meine Ex” sind überwiegend von Hass geprägt. Typisch sind Texte wie “Meine Ex - Hier rächen sich Boys an Ihrer Ex Freundin indem Sie Nacktbilder von den Mädels veröffentlichen - Jede Menge Erotik für wenig Geld · Bereits Mitglied? Dann logge dich Hier ein.”

Wie das Internet belegt, wird “meine Ex” weit häufiger gebraucht als “mein Ex”. “Die Ex” scheint das Original zu sein, nicht “der Ex”.
Und somit gehört diese Ausnahme des deutschen Wortschatzes wohl in die Nähe der Gruppe Witwe, Witwer und Hexe, Hexer; Ente, Enterich; Gans, Gänserich, bei denen das Maskulinum aus dem Femininum abgeleitet wird. Witwen sind seit jeher die “Normalform”, denn ein Witwer blieb nicht lange Witwer, sondern heiratete die nächste, und wenn er die zu Tode geschwängert hatte, kam wieder die nächste dran. Die Kunst der Hexerey wurde mit Vorliebe Frauen nachgesagt - zur Zeit des Hexenwahns eine beliebte Methode, aufmüpfige Frauen loszuwerden und sich ihr Hab und Gut unter den Nagel zu reißen. Beim Geflügel (Gans, Ente) ist das Weibchen die Normalform, weil es Eier legt und damit das nützlichere Nutztier ist.

Was lernen wir aus dem Befund?

A) Es gibt weit mehr Exfreundinnen als Exfreunde, mehr weibliche als männliche “Exe”. In Katrin Rothes Film, der mich überhaupt auf dieses Thema brachte, haben drei Frauen je einen Ex, und zwar denselben Bert, dieser eine Ex aber hatte sie alle drei.

B) Wenn Frauen einen Freund verlieren oder ihm den Laufpass geben (müssen), stellen sie ihn normalerweise nicht im Internet bloß, sind sie eher traurig als rachedurstig. Wenn Männer eine Frau verlassen und erst recht, wenn sie verlassen werden, rächen sie sich oft. Nacktfotos von der Ex im Netz sind noch die mildere Variante, die extreme Variante ist Mord.

Einen Superhit landete die Gruppe Die Ärzte mit “Meine Ex(plodierte) Freundin”. Der Leadsänger brüstet sich, dass er für seine Freundinnen gefährlich ist: Sie sterben alle. Einen Link zu diesem scheußlichen Produkt des ungefilterten Frauenhasses lege ich hier nicht.

Merke: Werde besser keine Ex. Wie das anzustellen ist? Ganz einfach: Werde nicht seine Freundin, dann wirst du auch nicht seine Ex, und die Explosionsgefahr verringert sich dramatisch.
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Nachtrag: Ganz anders und auf jeden Fall weniger gefährlich lebt anscheinend die Ex einer Frau, nachzulesen bei Silke Buttgereit, „Auf ewig war ich Dein – Lesben und ihre Ex-Geliebten“. (Dank an Doris Hermanns für den Hinweis).


# | Luise F. Pusch am 24.10.2009 um 12:11 PM • Permalink

17.10.2009

Müller, Schmidt & Co: Frauen räumen ab

“Herta hat gewonnen”, verkündete der Sprecher am 8. Oktober in den TV-Nachrichten. “Nicht Hertha BSC, aber Herta Müller, auch aus Berlin. Sie bekommt den Literatur-Nobelpreis.”

Und dann wurde weiter geflapst in den Medien. Elke Heidenreich (stern.de) rühmte die Autorin vorbehaltlos, empfahl ihr aber nachdrücklich eine andere Frisur, etwa in der Art wie ihre eigene. Ob das nun wieder so günstig wäre? Ich erinnere mich nicht, anlässlich des Nobelpreises für Günter Grass gelesen zu haben, er solle sich nun aber gefälligst von seinem missfarbenen Schnauzbart trennen.

Harald Schmidt hatte es auch mit Herta Müllers derzeitiger Frisur, ließ ihr letztes Buch Atemschaukel zersägen und erklärte, die Schriftstellerin erinnere ihn auffällig an Max Schreck, den Titelhelden aus Murnaus Vampir-Film Nosferatu. Und Bild titelte dazu: “Harald Schmidt zersägt Herta Müller (ihr Buch)”. Die Präzisierung scheint tatsächlich notwendig.

Ja, die scheue Nobelpreisträgerin ist endgültig in den Medien angekommen. Früher gab es wunderschöne Lieder auf “Die schöne Müllerin”. Diese Zeiten sind vorbei. Als Kathrin Schmidt am vergangenen Montag den Deutschen Buchpreis bekam, sah Bild das wie folgt: “Kathrin Schmidt schlägt Nobelpreisträgerin Herta Müller”.

Am Freitag schauten wir zum Spätstück mal auf das “Blaue Sofa” zur Frankfurter Buchmesse (ZDF-Dokukanal). Rüdiger Safranski verbreitete sich über Schiller und Goethe. Das Publikum war mehr als zahlreich, es quetschte sich bis in die hintersten Ecken. “Der hat aber viel Publikum!” wunderte sich Joey. Des Rätsels Lösung kam bald: Nach Safranskis Abgang nahm Herta Müller auf dem Sofa Platz, die Leute waren ihretwegen gekommen und hatten, um sich einen guten Platz zu ersitzen, Safranski in Kauf genommen.

Den Nobelpreis ließen Herta Müller und ihre Interviewerin links liegen und kamen gleich zur Sache, ihrem neuen Roman Atemschaukel über das Schicksal rumäniendeutscher ZwangsarbeiterInnen in sowjetischen Lagern nach dem zweiten Weltkrieg. Müller zog das zunächst noch unruhige Publikum mühelos in ihren Bann, gerade weil das nicht ihre Absicht schien. Sie hatte eben etwas zu sagen, und das Publikum dankte es ihr. In all dem Messetrubel brachte Herta Müller uns in Erinnerung, was die Aufgabe der Literatur eigentlich ist.

Der Spiegel betitelte seine Übersicht über Kommentare der Internationalen Presse mit “Die Feministinnen freuen sich”. Ich denke, jede Frau, die sich über die unsinnige Verteilung der Ressourcen und Preise auch nur ein wenig Gedanken macht, freut sich über die Entscheidung des Nobel-Komitees. Mit dem Reizwort “Feministinnen” soll diese Freude gedämpft werden - denn “richtige Frauen” sehen das nicht so verbissen, sondern wollen nur, dass die oder der Beste den Preis bekommt. Nur die Feministinnen sind so engstirnig, dass sie den Männern den Preis nicht gönnen. Dabei hätte doch Philip Roth den Preis nun wirklich endlich mal verdient.

Aber nicht nur die Feministinnen sind begeistert. Es freuen sich außerdem
- die Deutschen: “Zum ersten Mal seit 1999 (Grass) geht der Preis wieder nach Deutschland” lesen wir überall.
- die Vertriebenen
- die Menschen, die in einer Diktatur leben
- ganz Berlin (laut Wowi)
- die Rumäniendeutschen und die RumänInnen
- die EinwohnerInnen von Nitzkydorf im Banat, Herta Müllers Geburtsort

Und die Frauen wie gesagt, die dies Jahr überhaupt satt abgeräumt haben: Von den 6 Nobelpreisen gingen vier an Frauen: ⅔ des Medizinpreises (Greider und Blackburn), ⅓ des Chemiepreises (Yonath), 1/2 des Wirtschaftspreises (Ostrom) und der Literaturpreis.

Wahrscheinlich freut sich auch Hertha BSC nicht schlecht. Und bestimmt auch alle anderen, die Herta heißen. Insofern ist es schon recht, dass weder Joeys Favoritin (Christa Wolf) noch meine (Swetlana Alexijewitsch) diesmal den Preis bekommen hat. Denn so ist die Fräude schließlich viel größer, können sich doch auch alle freuen, die Müller heißen.


# | Luise F. Pusch am 17.10.2009 um 07:35 PM • 8 Kommentare0 TrackbacksPermalink

03.10.2009

Die Wahrheit über Michael Jacksons und Madonnas Griff in den Schritt (crotch grab)

Der kürzlich verstorbene Michael Jackson hat ihn berühmt gemacht, den Crotch Grab, zu deutsch: Griff in den Schritt. Oder war es nicht vielleicht umgekehrt?

Egal, ein Jahr später tat Madonna es ihm nach, wie ich aus dem Internet erfahre, wo die Frage “Who did it first?” heiß diskutiert und zugunsten von Michael entschieden wurde. Inzwischen hat der lukrative Kunstgriff viele NachahmerInnen gefunden, die Technik wird kennerisch begutachtet, wobei besonders weiße Männer schlechte Noten bekommen. Früher schon habe ich gelesen, der Crotch Grab sei überhaupt eine Erfindung schwarzer Männer, die die verklemmten Weißen damit gezielt schockieren wollten, wie auch mit ihrem langsamen wiegenden Gang, der Lässigkeit und Verachtung signalisieren solle.

Michael Jackson selbst gestand bei Oprah schelmisch, der Crotch Grab habe mit seiner Musik zu tun, es habe ihn irgendwie übermannt, hinterher hätte er sich selbst gefragt: Habe ich das wirklich getan?

Diese Erklärungen sind ja gut und schön, aber sie gehen doch am Kern der Sache komplett vorbei. Der Griff in den Schritt hat mit Harndrang zu tun, jedes Kind weiß das. Da haben also Michael Jackson und Madonna aus einer lästigen Blasenschwäche im Handumdrehen (sozusagen) ein Vermögen gemacht - Respekt!

“Blasen-Management”, eine umfangreiche Broschüre der Bayer HealthCare (klingt ihnen wohl schicker als Gesundheitsfürsorge), empfiehlt den Griff jedenfalls dringend für Erwachsene mit dem Jacko-Madonna-Syndrom:

Wie Sie den Blasendrang überlisten:
• Drücken Sie als Frau auf die Klitoris und als Mann auf die Penisspitze, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben. Sie lösen damit einen Reflex aus, der den Harnröhrenverschluß positiv beeinflusst.

Nicht genau verraten wird, auf wessen Klitoris beziehungsweise Penisspitze da gedrückt werden soll, ich vermute jedoch, es ist die eigene gemeint. Andererseits, vielleicht auch nicht - warum sollte ich dazu nicht die Möglichkeit haben? Seit Michael und Madonna uns vorgemacht haben, wie es geht, sollten doch alle, denen der Kampf gegen die Blasenschwäche ernst ist, auch jederzeit und überall eine handliche Möglichkeit zum Crotch Grab finden. Schwierig könnte höchstens das Drücken auf eine andere als die eigene Klitoris bzw. Penisspitze sein - die Möglichkeiten dazu ergeben sich nicht so ohne weiteres.

Bei dieser Interpretation des Textes erhebt sich allerdings sofort die Frage: Warum darf nur “die Frau auf die Klitoris” und nur “der Mann auf die Penisspitze” drücken? Das klingt ja nun fast, als wolle Bayer Geschlechtertrennung oder gar lesbische und schwule Intimitäten propagieren. Wir sind leicht irritiert, besonders heute am Tag der Deutschen Einheit - aber ok, wenn’s der Gesundheit dient….


# | Luise F. Pusch am 03.10.2009 um 12:38 PM • Permalink

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Hedwig Dohm