Swetlana Alexijewitschs Buch über Tschernobyl

Die Geschichte lehrt uns, dass wir aus der Geschichte nichts lernen - soll Gandhi gesagt haben. Allerdings hat er selbst doch allerlei aus der zeitgenössischen Geschichte gelernt, nämlich den gewaltlosen Widerstand bei den englischen Suffragetten.

Während ich, wie wohl die meisten von uns, die Nachrichten aus Japan starr vor Entsetzen verfolge, muss ich immer wieder an Swetlana Alexijewitsch denken, die vor elf Jahren in ihrem Buch mit dem prophetischen Titel Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft schrieb:

Man meint, dass wir nach all den Jahren alles über Tschernobyl wüssten, dass ... niemand mehr etwas darüber hören möchte. Tatsächlich aber ist Tschernobyl nicht nur nicht vergessen – es wurde nie richtig verstanden.

Dass es nicht richtig verstanden wurde, sehen wir jetzt.

Auch jetzt reden wieder viele von Tschernobyl und der Ukraine. Aber von Weißrussland redet niemand.

Die Weißrussin Alexijewitsch schreibt: „Auf dem Gebiet von Weißrussland gibt es kein einziges Atomkraftwerk. […] Aber 23 % seines Territoriums sind radioaktiv verseucht. Zum Vergleich: In der Ukraine sind 4,8 % des Territoriums verseucht, in Russland 0,5%.“

Ich werde das Buch jetzt wieder lesen, um mehr von unserer Zukunft zu verstehen, die in Japan eingetreten ist.

Ein russischer Wissenschaftler sagte gestern im Fernsehen: „Das Schlimmste an der Katastrophe war, dass niemand der Bevölkerung reinen Wein einschenkte. Fakten wurden verschleiert, Informationen zurückgehalten. Ich beobachte jetzt in Japan genau dasselbe. Dabei hilft bei so einer Katastrophe nur eins: Transparenz.“

Solange Japan nicht mit den Tatsachen herausrückt und seine Bevölkerung im Unklaren darüber lässt, was auf sie zukommt, sollten wir alle uns informieren anhand der Geschichten, die die Überlebenden von Tschernobyl Swetlana Alexijewitsch erzählt haben. Eine zuverlässigere „Chronik der Zukunft“ gibt es nicht.

Alexijewitsch, Swetlana. 1997. Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft. Aus dem Russischen von Ingeborg Kolinko. Berlin. Berliner Taschenbuch Verlags GmbH

Alexijewitsch, Swetlana, Ilse Strambowski, Peter Gavajda, Frank Werner. Hg. 2000. Gespräche mit Lebenden und Toten. München. dhv Verlag. Audiobook.

FemBiographie Swetlana Alexijewitsch

Zitate aus Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft

Es ist schwer, sich vor etwas zu schützen, was wir nicht kennen, was die Menschheit nicht kennt. Tschernobyl hat uns aus einer Zeit in eine andere versetzt. Vor uns steht eine neue Realität für alle. [...] Ich war unterwegs, habe mit Menschen gesprochen, habe Gespräche aufgezeichnet. Diese Menschen haben als erste gesehen, was wir nur erahnen. [...] Immer wieder schien mir, dass ich Zukunft aufzeichne… (Swetlana Alexijewitsch in ihrem Vorwort, S. 37f)

Und dann sprach noch ein bedeutender Wissenschaftler im Klub, der sagte, wir müssten das Holz waschen. Na, so was Komisches! (S. 43)

Als sie zur Welt kam…Das war kein Baby, sondern ein lebendes Bündelchen, von allen Seiten zugenäht, kein Spalt zu sehen, nur die Äuglein waren geöffnet. . Auf dem Krankenblatt steht: Mädchen, geboren mit einer vielfältigen komplexen Pathologie: Aplasie des Anus, Aplasie der Vagina, Aplasie der linken Niere…So klingt das in wissenschaftlicher Sprache, in normaler Sprache heißt das: keine Scheide, kein Popo, nur eine Niere…Ich brachte sie am zweiten Tag zur Operation, an ihrem zweiten Lebenstag. [...] Alle halbe Stunde muss der Harn mit Händen ausgedrückt werden; er dringt durch winzige Öffnungen im Bereich der Scheide. Wenn man das nicht tut, versagt die einzige Niere. Wo in der Welt gibt es noch ein Kind, dem man alle halbe Stunde den Harn mit Händen ausdrücken muss? Und wie lange kann man so etwas durchhalten? Niemand kennt die Wirkung von kleinen Strahlendosen auf Menschen, auf einen kindlichen Organismus. Nehmt meine Kleine, und sei es für Versuche…Ich will nicht, dass sie stirbt. [...] Erst jetzt, nach vier Jahren, hat man mir eine ärztliche Bescheinigung ausgestellt, die den Zusammenhang zwischen ionisierender Strahlung (in kleinen Dosen) und ihrer schrecklichen Pathologie bestätigt. (S. 103)

Gleich in den ersten Tagen nach dem Unglück verschwanden alle Bücher über radioaktive Strahlung, über Hiroshima und Nagasaki, sogar über Röntgenologie aus den Bibliotheken. Auf Anweisung von oben, hieß es. Damit keine Panik entsteht. Es kursierte sogar ein Witz: Wäre Tschernobyl bei den Papuas passiert, wäre die ganze Welt aufgeschreckt - mit Ausnahme der Papuas. (S. 105)

Später gab es eine Regel, nach der sich alle richteten: Solange es in einer Stadt oder einem Dorf Spatzen und Tauben gibt, kann dort auch der Mensch leben. Ich fuhr mal im Taxi, und der Fahrer war erstaunt darüber, dass Vögel wie blind gegen die Scheiben taumelten und herunterfielen…Fast wie Selbstmord… (S. 105)

Keiner blickte durch, das war das Schlimmste. Die Strahlenmesstechniker nannten Zahlen, die Zeitungen druckten andere. (S. 129)

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# | Luise F. Pusch am 03/13 um 01:31 PM

Außer der Informationsebene halte ich sofortiges Handeln für dringend notwendig:

1. Beispiel - hier in Baden-Württemberg am 27. März die GRÜNEN bei der Landtagswahl zu wählen, die einzigen, die eine Chance haben, das alte Regime wegzubekommen. Jetzt geht es um den Sturz der Atom-Despoten, und da steht Herr Mappus (CDU), Ministerpräsident, in der allerersten Reihe. Es steht genau auf der Kippe, ob die GRÜNEN es schaffen oder nicht. Jede Stimme zählt. Keine Bedenken - wählen gehen.

2. Beispiel - überall, wo wir gehen und stehen, mit unseren Frauenwerten präsent zu sein, sichtbar, lautstark, öffentlich. Politisch und privat. Diese erlauben keine Technologien mehr, die dazu geeignet sind, die Menschheit in den Ruin zu treiben, ganz egal wie lange die Lügerei noch weitergeht. Meine Forderung: Moratorium weltweit und sofort, diese Technologien schnellstmöglich abzustellen (In Deutschland könnten s o f o r t alle alten Meiler, 7 oder 8 Stück, abgestellt werden, ohne dass das Geringste an Mangel auf dem Energiesektor geschehen würde. Quelle: Expertisen von Greenpeace)

Hier die direkte e-Mail-Adresse von Angela Merkel, um unsere weiblichen Werte sichtbar zu machen und einzuklagen:

.(Javascript muss aktiviert sein, um diese Mail-Adresse zu sehen)

Allein aus unserem Kreis könnten morgen früh rund 900 e-Mails dort vorliegen!

Evelyn  on  03/13  at  02:56 PM

wie ich gelesen habe, hat sich der skandalträchtige energie-betreibER “tepco” in der vergangenheit nicht immer wahrheitsliebend verhalten . jahrelang waren gefälschte berichte veröffentlicht und inspektionen verzögert worden, weil`s so billiger war. erst 2oo2 flog der schwindel auf, mussten alle reaktoren vorübergehend vom netz.
das heisst, auch hier scheinen kriminelle machenschaften von verantwortlichen männern vor den höchsten sicherheitsmaßnahmen nicht halt zu machen, die eine vielzahl an menschenleben kosten können?
lt. presse soll sogar der jetzige japanische krisenmanagER selbst in einem spendenskandal verwickelt sein.
bisher hiess es ,die japanischen atomanlagen gehörten zu den sichersten der welt.

eigentlich ist es verwunderlich, dass japan schon seit 1954 auf die kernenergienutzung setzt/e.
nach den beiden atombombenabwürfen auf japanische städte mit den verheerenden ausmassen. der pazifismus wurde zwar i.d. verfassung festgeschrieben - was einen verzicht auf kriegsführung für alle zeiten bedeutet/e. ein dekret von 1967 schloss zudem besitz, produktion und stationierung von kernwaffen aus.
auch gibt es anscheinend in japan keine nennenswerte anti-atom-bewegung oder eine grüne partei..

aber auch die sog. friedliche nutzung von kernenergie kann unser aller leben zerstören - und das in friedenszeiten. 

“union und fpd müssen den pfusch in deutschen atomkraftwerken endlich ernst nehmen / atomaufsicht beanstandet `fehlendes fachwissen bei atomwerks-personal”, nachzulesen in SOZ, 13.1o.2oo9.
“pfusch am sklavenreaktor”, WOZ vom 25.1o.2o1o.
hier berichten polnische arbeiter, wie es auf der baustelle des ersten neuen atomkraftwerkes europas in finnland zuging.
frau muss nur einmal googeln nach pfusch in atomkraftwerken .

wir sitzen alle auf einem pulverfass und werden uns auf umweltkatastrophen einrichten dürfen. eine vollständige kernschmelze wie jetzt in japan würde ein dichtbesiedeltes gebiet auf jahrzehnte nicht mehr bewohnbar machen. in amerika soll das atomförderprogramm inzwischen verdreifacht werden? angeblich kommt hier ein weiteres problem hinzu: sie wissen nicht genau wohin mit dem atommüll?

ob beim bau der atomkraftwerke von tschernobyl, smolensk, kursk, rostow, bjelojarsk, orenburg oder odessa - überall wurde gepfuscht, geschlampt und geschludert. schon ende der 50er jahre wurde in russland ein gebiet von mehreren hundert quadratkilometern in eine strahlenwüste verwandelt. dreissig dörfer verschwanden von der landkarte aufgrund einer explosion einer atommülldeponie südlich im südlichen ural.

“willkürliche eingriffe i.d. natur , umweltkatastrophen ohne ende, eine sinkende lebenserwartung und ein allzu sorgloser umgang mit der kernenergie haben rußland auf die stufe eines entwicklungslandes zurückgeworfen, das sich aus eigener kraft nicht mehr aus dem teufelskreis von umweltzerstörung und technowahn befreien kann.
bereits der russische schriftsteller dostojewski rätselte über die unheilvolle düsternis z.b. der russischen seele . es ist die gleichgültigkeit gegenüber allem lebendigen , gegenüber der lebenserhaltenden und lebensspendenden wahrheit des daseins - notierte er 1876 in seinem tagebuch . in unseren tagen ist diese gleichgültigkeit , gemessen an den perspektiven der anderen europ. nationen fast so etwas wie eine russische krankheit.” (zitiert a.d. internet zu russische ökologische wüsten)

und an swetlana alexijewitsch sollte nicht nur aufgrund der jetzigen katastrophe in japan auf jeden fall der nächste literatur-nobelpreis vergeben werden…

http://www.swr.de/wissen/umwelt/-/id=6381798/nid=6381798/did=7751296/orh9jp/index.html

anne  on  03/13  at  03:43 PM

Anlässlich des Raubüberfalls des famosen Tschortsch Dubbeli (dt: kleiner Idiot im med. Sinn) Bush habe ich im Zorn gesagt: Männer sind das lernunfähigste und lernunwilligste Lebewesen dieses Planeten: Als könnte mann mit Gewalt Ideologien verbreiten/vernichten. Und sie werden nie erwachsen, weil sie wie 4-Jährige dauernd alles, was sie mal gebaut haben, wieder zusammenhauen und hinterher heulend zu Mammi rennen.

Wo haben die Politiker (und hier meine ich wirklich Männer) einmal aus der Erfahrung gelernt? Sie meinen, sie könnten alles unter Kontrolle haben, sie hätten alles im Griff. Sie haben nichts im Griff, nicht sich selbst, nicht die Maschinen, nicht die selbsterfundene Technik, nicht die Natur und uns Frauen schon gleich gar nicht. Trotzdem. Sie kapieren es nie, machen weiter wie gehabt nach dem Motto: Die blöden Weiber räumen uns ja hinterher… Und die blöden Weiber wählen weiterhin Männer an die Machthebel, jubeln Fälschern, Lügnern, Betrügern zu, und lassen sich für ein paar Spermien prügeln und schinden.

KeineR hat Tschernobyl kapiert/kapieren wollen und nur wenige Frauen ziehen die Konsequenzen: politisch, gesellschaftlich, persönlich und wirtschaftlich. (Dabei verwalten FRauen Milliarden, die sie täglich als Notwehrmassnahmen einsetzen könnten, z.B. um unsinnig energieintensive Plastik-Verpackungen zu eliminieren, indem sie das Leergut einfach wieder dem Verkäufer ins Regal stellen. Ein halbes Jahr und für alles gäbe es Nachfüllbeutel… usw.) Nein, solange der reiche=mächtige Mann uns imponiert, solange ändert sich nichts und Tschernobyl wiederholt sich… Wie war das doch noch mit dem Friedensnobelpreis? El Baradei, der beim Iran nichts erreicht und seinen Job also nur schlecht gemacht hat, bekam den Preis, die Tausend Friedensfrauen gingen leer aus. Und da wundern wir uns noch?!
Lg Dürr

Dürr  on  03/13  at  10:11 PM

ja @ dürr - die korruption ist männlich - das wurde sogar im focus veröffentlicht unter “männlich und mächtig”. Zitat: z.b. korruptes deutschland - wer sind die täter?
“der typische täter ist männlich, gut ausgebildet, karriereorientiert und mächtig. er legt wert auf status, ist nicht vorbestraft und versteht sich auch nicht als kriminell. meist ist er zwischen 40 und 70 jahren. in welchen branchen ist bestechung üblich?
früher galt immer das baugewerbe als extrem anfällig. egal, ob öffentliche hand oder privatwirtschaft, pharma-unternehmen oder automobilkonzern, wo lukrative aufträge winken, wird auch bestochen.”

“frauen sind weniger in korruption verwickelt und weniger bereit, bestechlichkeit gutzuheißen. im vergleich der staaten ist dort korruption weniger verbreitet, wo frauen einen größeren anteil am arbeitsmarkt haben. und wo frauen eine größere zahl an parlamentssitzen innehaben. dies ist ein ergebnis einer an der university of maryland (übrigens von vier männern) erstellten studie, die bereits frühere erhebungen stützt.
auch eine aktuelle analyse der franz. wirtschaftsprüfungsges. ricol lasteyrie & associes hat gezeigt , daß unternehmen mit mehr frauen in den oberen managementetagen weniger anfällig für korruption sind.
der grund ist einfach: auch bordellbesuche , lustreisen mit schmiergeld und sexpartys wie bei volkswagen oder elf aquitaine sind eher männerfreuden - übrigens weltweit. zudem sind je nach kriminalitätssegment 80 - 95 % der kriminellen männlich. (aus risiko-manager/kriminalität ist männlich)

wenn frau mal sämtliche schmiergeld- korruptionsaffären, steuerhinterziehungen, pfuscharbeiten am bau, die mafiastrukturen, wirtschafts-kriegsverbrechen, drogenhandel, frauenhandel, prostitutions-, sex-gewerbe im großen stil, z.b. im sport die vergabe von olympischen spielen durch das IOC etc. etc. durchleuchten bzw. auflisten würde - eine reine männersache!

auch eine farce mit el baradei, ihn zum friedensnobelpreisträger aufzulistren. wieder gingen 1ooo friedensfrauen stellvertretend für hunderttausende friedensaktivistinnen leer aus.
die mutigen, oft gefährlichen, zumeist unsichtbaren arbeiten von frauen für menschliche sicherheit und gerechtigkeit öffentlich nicht zu würdigen, macht ihre arbeiten und ihren einsatz weiterhin `unsichtbar`.. beschämend!
“das projekt vereint auf unvergleichliche weise viele frauen, die oft abgeschnitten von jeglicher zivilisation , ohne internet, ohne handy und computer wertvolle friedensarbeit leisten. “

lg anne

anne  on  03/14  at  03:46 PM

Hier noch ein Tipp für politisch Interessierte: “Frauen aktiv gegen
Atomenergie - wenn aus Wut Visionen werden”.

Der männliche Held, aggressiv, durchsetzungsstark, arrogant und gefühllos, ist ein Archetyp in unserer Gesellschaft - er hält die Rollen “Held” und “Antiheld” gleichermaßen besetzt und wirkt bis tief ins Unterbewusstsein hinein. Es ist nicht einfach, dies in einer Kultur zu ändern, welche das in so unglaublich vielen Bereichen tagtäglich perpetuiert.

Ein aktuelles Beispiel: Mit dem “Helden” zu Guttenberg hatte das deutsche Volk eine Romanze, er galt buchstäblich als der zeitgemäße “Führer” und wurde schon als Bundeskanzler gesehen - jedenfalls erhofft und ersehnt. Solche Idealisierungen sind praktisch unerschütterlich: Selbst nach Offenbarwerden seiner Verfehlungen ging die Romanze weiter. Jetzt war er das Opfer einer bösen Verschwörung gegen ihn. So simpel und so nachdrücklich arbeitet - wie in einem Märchen -die Psyche, wenn die Menschen sich nie damit befassen, warum sie so handeln, wie sie handeln. Wenn sie sich mit ihren Gefühlen nicht befassen, die gern, allzu gern das Immergleiche ablaufen lassen. Ein Mythos lässt sich nicht so einfach abstellen, auch nicht durch Argumente - denn die Ebene der Reflexion hat mit all dem nichts zu tun. Aus dem gleichen Grunde gelten Männer grundsätzlich als “Experten”, die Medien sind gerade voll davon - das Muster läuft pausenlos und berieselt die Menschen: Das ist also “Normalität”, was soll daran nicht in Ordnung sein?

Evelyn  on  03/14  at  10:43 PM

@ evelyn - unverständlich, daß diese sog. helden   auch nach aufdeckung ihrer fehlverhalten weiterhin ungeheure sympathien einheimsen - siehe auch berlusconi! wenn erst einmal ein männl. mythos aufgebaut ist - nachdem leider viele untertanen hecheln? - lässt er sich nur schweren herzens wieder abbauen. das scheint wie ein drogenentzug zu sein…. 
`mächtige männer machen uns allen die welt kaputt`/ hierzu ganz interessant `heldendämmerung`

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/empfehlungen/ute-scheub-heldendaemmerung/

anne  on  03/15  at  12:11 AM

@anne und evelyn: Danke für die Informationen und die E-Mail-Adresse von Frau Bundeskanzlerin Merkel!
Anne, darf ich Deine Informationen für mein Buch benutzen, bzw. könntest Du mir mitteilen, wie Du zitiert werden willst. (Hab Deine URL nichtmehr.)

Was den fundamentalen Unterschied zwischen Frauen und Männern in solchen Dingen ausmacht, ist, dass wir Frauen eben schwanger werden (können) und ganz genau unterscheiden zwischen lebensfreundlichem und lebensfeindlichem Umfeld und Verhalten. Wir WISSEN, dass man nicht ein bisschen tot sein kann - ebensowenig wie ein bisschen schwanger. WIR tragen das neue Leben in uns, WIR ernähren es aus unserem Körper und WIR schauen, dass es zeugungsfähig wird. Und deshalb müssen wir uns keine Denkmäler für die “Ewigkeit” schaffen. Unsere Ewigkeit sind die Kinder und Kindeskinder ... bis zum Ende der Menschheit. Der männliche Mensch hat sich vom Leben (=Frau) emanzipieren wollen, und daher kommt auch seine Lebensfremdheit und Lebensferne, weil er seine totale Abhängigkeit vom Leben/Frau leugnen will. Blöd nur, dass er - solange er einen Nabel hat - auch abhängig bleiben wird. (Freud hat wohl die Todessehnsucht der Männer in der christlichen Kultur gesehen, aber den Grund nie begriffen, bzw. begreifen dürfen.)  Also muss der Mann “gebären”, Gott sein/spielen, ihn “in aller christlicher Demut” “verbessern, korrigieren”... Von den Pyramiden, den Atombomben (That’s the Boy!), über Gentechnologie zu den Atomkraftwerken - alles zeus’sche Kopfgeburten, die nur Elend und Tod bringen.

Korruption, Lüge, Betrug, Diebstahl, Fälschung usw. - alles patriarchale Normalität, angefangen bei der Leugnung und Eliminierung der Grossen Göttin und endend mit geklauten Doktortiteln und Ausreden bei atomaren Supergaus.

Wovon reden Männer denn dauernd? Genau von dem, was sie nicht sind, denn über Selbstverständlichkeiten spricht man nicht, also auch nicht über Korruption…. usw. Helden? Ach Göttin! Wären Männer nur ein Drittel von dem, was sie gerne sein möchten, wären Helden oder Guttenbergs (noch zu Glanzzeiten) Selbstverständlichkeiten und schlicht nicht der Rede wert.
Die andere Seite sieht ähnlich aus: Was für Märchen (=Vor-Bilder) bekommen wir Mädchen denn vorgesetzt? Die hilflose Prinzessin, die vom Helden gerettet werden muss. Grotesk. Oder hat vielleicht eine von Euch schon mal einen Frosch geküsst?! Ich küsste immer n u r Prinzen. Blöderweise hockte nachher aber immer ein Frosch da: Dick, fett, kalt und mit einem grossen Maul. (Und wir wundern uns noch?!)
lg Dürr

Dürr  on  03/15  at  01:49 AM

“ENERGIE – KZ”

15 Jahre lang lebte ich mit einer Atom-Ingenieurin zusammen, deren Hauptaufgabe es war, Werbedrucke für eines unserer 3 Kernkraftwerke herzustellen. Alle drei, mit ihren dampfenden Meilern und kolossalen Anlagen, muten unheimlich an, was aber nicht die Angler stört, die dort vor der Tür sich ein Frühstück besorgen, nicht die Wassersportler, nicht die Angestellten, und schon gar nicht die Leiterin der großen Firma AREVA.
Kürzlich gab es einen kleinen Unfall. Ökologen warnten vor der Verseuchung des Grundwassers, doch die Leiterin trank öffentlich davon und alle Welt beruhigte sich. Regelmäßig bekommen wir diesbezüglich Post: Im Falle eines Falles sollen wir uns aus der Apotheke JOD holen, aber vorher feststellen, ob wir nicht jod-allergisch sind. Selbstverständlich tut das niemand; der Kopf wird in den Sand gesteckt. Nur bei den Zahnärzten gilt es, ein Formular auszufüllen, das die harmlose Frage stellt, ob wir schon einmal verseucht wurden…

Vor den AKWs grasen schöne Pferde und weiden stattliche Rinder. Noch einmal ein kleiner Unfall, aber die Bio-Bäuerin, nicht unfern der Fabriken angesiedelt, meinte, dass der Wind die Sache südlich getrieben habe. Von Tschernobyl keine Spur. Pilze werden gesammelt, Schlehen gepflückt und Rosmarin.

Was sagte unsere damalige Freundin denn zu Tschernobyl? Ein Achselzucken: Die Russen können das eben nicht! Und jetzt können die Japaner das nicht! Und als sie pensioniert wurde, gründete sie eine Firma für Besichtigungen der Kernwerke, denn sie konnte sich von ihrem “ENERGIE-KZ” nicht ganz trennen, eine typisch französische Mischung von Narretei und Pedanterie; völlig verantwortungslos und gläubig hatte sie der Kritik nichts entgegenzusetzen.

Zugegeben, es muss ein seltsames Leben gewesen sein für diese Frau, welche jeden Tag von einem Hochplateau, aus einem Haus ohne Strom, ohne Telefon, mit qualvoller Wassersituation, in diese Unterwelt zu fahren hatte. Nie war von Gefahren die Rede, keine ihrer Sorgen betraf die Sache selbst.

Ihre Angst war, dass man merken könnte, sie sei lesbisch. Als wir nach 7 Jahren das Telefon bekamen, glaubte sie, wir würden abgehört und zeigte mir, woran es zu erkennen war. Einmal hatten undelikate Besucherinnen eine sehr hohe Telefonrechnung verursacht. Also legte die Post den Apparat still. Wie durch ein Wunder ging es eines Tages wieder: Das AKW hatte bezahlt, um uns weiter abzuhören! Mein Fall wurde auch untersucht: Die Freundin hörte, man hätte nichts gegen mein politisches Engagement, solange es “nur” feministisch sei und bleibe…

Warum waren denn nun diese Freundin und auch eine Nachbarin in diesen Fabriken tätig? Weil anfänglich die Männer dort nicht hineinwollten und folgerichtig Frauen zugelassen wurden. Das fanden sie besser, als in einem Labor mit Versuchskaninchen Lippenstifte herzustellen. Dieser Posten brachte viel ein, vor allem die Anerkennung der Bauersleute, die um Empfehlung für ihre Kinder baten. Alle Welt wollte dort hinein! Und es ist wohl dieser Tatsache zuzuschreiben, dass wir NIE belästigt oder ausgeraubt wurden.

Aber wie ging es denn zu in dieser Bude? Munter, menschlich, lustig! Auf einem Plutonium-Fahrstuhl lagerte eine Matratze und diverse illegale Pärchen vergnügten sich dort in ihren Schäferstündchen. Diverse Damen saßen auf den Toiletten und häkelten. Diebe versteckten sich vor den Wächtern in riesigen Nudeltöpfen, Baumaterial für ganze Siedlungen wurde ausgefahren. Unsere Freundin strickte und las Zeitung. Ich nannte sie “die durchstrahlte Hermaphrodite” und bat sie, doch etwas zu schreiben über ihr “Energie-KZ”. Nein, da ist nichts zu sagen, nur die Deutschen sorgen sich und das ist DEREN Sache!

WANN denn?? wird es die unsere?? sein??
Zu unser aller Beruhigung hörten wir, dass im provenzalischen Zentrum Cadarache 4000 Forscherinnen und Forscher sich bemühen, die Atomik unschädlich zu machen.
Unsere Freundin hatte vormals etwas erfunden, nämlich mittels einer deutschen Brotteig-Wälzmaschine den Atom-Müll in Asphalt einzubinden. Das wurden schwarze Gräber, gleich hinter dem Stacheldraht. Daneben stehen Pinien, deren Kerne gerne gegessen werden, und drumherum wächst guter Wein.

Letzlich war die Rede davon, den Atom-Müll in unserem Karst-Gebirge zu beherbergen. Die Dörfer rissen sich geradezu darum, aber es erwies sich, dass der Kalk zu bröcklig war. Jetzt wird anderswo gesucht, und wie immer in Frankreich, in den schönsten Landschaften.
Zu welchem Prozentsatz wir hier verseucht sind, haben wir bislang nicht erfahren können. Atomik in homoeopathischer Dosis gilt übrigens als gesund: In der vulkanischen Auvergne taten die Leute einen Stein in ihren Kaffee-Filter und wurden 100 Jahre alt; der Stein “spuckte”, wie es hier heißt.

Eines der großen Argumente FÜR die Atomik ist die Nuklear-Medizin und darüber hinaus die Energie-Versorgung, die alle Welt in Anspruch nimmt – auch für den Protest dagegen…

Die Lektion Tschernobyl ist dringend auf die europäische Situation anzuwenden, dabei aber nicht zu vergessen, dass der Grüne Cohn-Bendit von den AKW-Arbeitern der Fabrik La Hague verprügelt wurde, weil er ihnen ihre Arbeit wegnehmen wollte!

Vor der eigenen Tür zu fegen wäre ratsam – und nötig.
Lena Vandrey.

lena Vandrey  on  03/15  at  06:00 PM

Ich frage mich, wieviele Atomkraftwerke noch gebaut würden, wenn die Direktoren solcher Konzerne (ALLE, ausnahmslos alle!) per Gesetz in unmittelbarer Nähe (1 km Umkreis) der KKWs wohnen müssten und beim kleinsten Störfall an ihr Haus gekettet werden müssten? Hierfür wäre ganz einfach ein entsprechendes Gesetz zu schaffen, ganz im Sinne der Verantwortlichkeit, die diese Herren ja jeweils verbal “auf sich nehmen”. So würden sie auch gezwungen (einmal, ausnahmsweise) auch die Folgen ihres Tuns zu übernehmen - und nicht immer nur die anderen armen Idioten. (Aehnliches und Gleiches wünsche ich mir für diejenigen, welche Bodenminen auslegen (lassen).)
lg Dürr

Dürr  on  03/15  at  07:02 PM

danke @ dürr - ich habe dir noch etwas info zugeschickt.

@ lena - ENERGIE-KZ , das ist ja wieder gelungen !!
die menschen scheinen sich ja richtig wohlzufühlen rund um die energie-kz`s? die meinen sich sicher, weil radioaktive strahlung nicht riecht,  frau/man sieht sie, hört sie nicht - umso besser wachsen pinien, bäume, gemüse usw. - verwachsen werden bei überdosis später die nachkommen . grundsätzlich gilt: es gibt keine harmlose strahlendosis, auch wenn sie uns ein leben lang begleitet.  noch heute heisst es bei uns - 25 jahre nach tschernobyl - wir sollten keine waldpilze essen, vor wild wird gewarnt! :-( usw.
und auch radioaktive strahlung macht vor keiner landesgrenzen halt. 

mich würde ja mal interessieren, welche lanfristigen einflüsse haben die gesamten ober- und unterirdischen kernwaffentests auf heutige naturkatastrophen (ausgelöst z.b. durch erdbeben, tsunami). es heisst, daß diese tests die erdbebenrate auf der erde verdoppelt haben. abnormale metereologische phänomene, erdbeben und veränderungen der erdachse stehen in direkter ursache und wirkungszusammenhang mit unter- und oberirdischen atombombenversuchen. z.b. wurde nach den 1992 nevada-atombombenversuchen die mojave-wüste tage später - 2oo meilen entfernt vom atombombenversuch - von einem erdbeben der stärke 7,6 erschüttert. nordkorea hatte 2oo9 die welt mit einem unterirdischen atombombentest geschockt. in planung waren weitere! geophysiker glaubten an den zusammenhang zwischen dem erdbeben 1987 im iran anläßlich unterirdischer atombombenversuche.
der wissenschaftler whiteford vermutet, daß 70 % aller erdbeben nur wenige tage nach nuklearen versuchen geschehen.  das soll angeblich auch für vulkanausbrüche gelten. 

über 500 oberirdische atombombenversuche gab es angeblich - und das alles soll keine langfristigen auswirkungen auf unseren globus haben?

ein verbrechen an der menschheit - nicht nur das risiko der sog. friedlichen nutzung von kernenergie sondern all die katastrophalen abläufe aus der vergangenheit, über die heute fast keine/r mehr spricht.
heisst es nicht, der körper oder die seele vergisst nichts? das gilt doch auch für die natur/umwelt - ein großer teil an umweltschäden geschehen durch menschenhand - z.b. der raubbau an der natur…

interessante infos zu damals wie heute “die sache hat uns kalt erwischt.” (1986)
“...von kernkraftfreunden unter den wissenschaftlern wurde die behauptung aufgestellt, `im sehr kleinen dosisbereich, wie jetzt i.d. brd gemessen werde, könnten spätfolgen - also etwa die bildung von tumoren - ausgeschlossen werden…
gegen diese behauptung steht eine reihe von strahlenmedizinischen untersuchungen, die schon seit mitte der 50er jahre vor allem in den usa unternommen wurden. damals verfolgte beispielsweise der amerik. wissenschaftler hewitt das schicksal von 1694 kindern, deren mütter während der schwangerschaft röntgenologisch untersucht worden waren. hewitt fand eine verdoppelung der leukämierate bei diesen kindern, bevor sie das zehnte lebensjahr erreichten.
die studie wurde stark angefeindet - bis 1962 der mediziner ....  von der harvard school of public health die gleiche fragestellung an 7.000000 kindern wiederholte, die zwischen 1947 und 1964 geboren worden waren. ergebnis: die kindersterblichkeit im kindesalter lag bei im mutterleib bestrahlten kindern um 40 % über der normalen rate. eine am national cancer institute der usa 1985 veröffentlichte studie über 32.ooo zwillinge bestätigte dieses resultat.”

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13517506.html

anne  on  03/15  at  10:37 PM

Der patriarchal-männlichen Logik unterwerfen sich in der Tat auch Frauen, ob sie in einem Kernkraftwerk arbeiten, in einer Waffenschmiede, die weltweit Despoten und Todesregimen Waffen verkauft, oder im CERN: Es ist immer das Gleiche -Auslöschung des eigenen weiblichen ethischen Koordinatensystems und in Dienst stellen von einer patriarchal-männliche Logik: Unterwerfung, Beherrschung und Ausbeutung bis zur allerletzten Konsequenz. Jede Ressource erleidet das. Wenn sie verbraucht ist, wird sie weggeworfen. Dass dies mit der Erde nicht funktioniert, weiß buchstäblich kein Mann auf diesem Planeten, auch keine Ökologen und Naturschützer: Wäre es anders, so hätten sie sich bei der Klimakonferenz in Kopenhagen subito geeinigt. Aber das haben sie nicht. Das haben sie nicht, weil sie nicht begreifen k ö n n e n: sie sind vollkommen abgeschnitten von den Erfahrungswelten der Frauen. Wie ist das alles möglich? Weil diejenigen, die tatsächlich die größten Verbrechen an der Menschheit begehen, am stärksten als Wolf im Schafspelz erscheinen. Lug und Trug, Täuschung und Verleugnung und wenn sie doch etwas zugeben müssen, sprechen sie in Minischeibchen, z.B. von “Restrisiko”, ... wir wissen ja, dass so ein kleines “Restchen” keinerlei Bedeutung hat. Bis zum Umfallen wird die Sprache manipulativ eingesetzt, im Dienste der eigenen Macht. Frauen gehen immer davon aus, alle Menschen wären wie sie - und diese Naivität bezahlen sie nicht selten mit dem Tode, denn der Wolf im Schafspelz ist keineswegs wie sie ud hat auch nicht vor, jemals so zu werden.

Evelyn  on  03/16  at  01:32 AM

@ evelyn - die patriarchal-männliche logik zeigt sich deutlich in seinen mach(t)werken, z.b. zu `die regeln der macht`(faszinosum machtmensch). ich habe das gefühl, das männer über kein biologisches `frühwarnsystem` verfügen? jedes andere lebewesen lernt aus gefahrensituationen und versucht diesen möglichst aus dem wege zu gehen.
mehr fluch als segen scheint die übertriebene männl. risikobereitschaft zu sein, von der männer häufig mit stolz berichten - und meinen, den weiblichen menschen im vorteil bzw. überlegen zu sein.
im gegenteil vernichtungsstrategien entwickelt/e mann daraus, um auch das risiko der eigenen ausrottung zu garantieren. wie verharmlosend manche männer i.d. medien/diskussionen jetzt zum atomunglück von japan über das `restrisiko` fachsimpeln.
wie schon häufig provozierend gesagt, der (patriarchale) mann IST ein risiko, eine gefahr! und dafür ist die gesamte menschheitsgeschichte ein noch lebender beweis. und für SEINE machenschaften müssen wir auch heute alle bezahlen.

“vernichte deine feinde vollständig/alle gewalttaten müssen auf einmal begangen werden, da sie dann weniger empfunden und eher vergessen werden; wohltaten dürfen aber nur nach und nach gewährt werden, damit sie besser gewürdigt werden.” aus regeln der macht.

http://www.focus.de/finanzen/karriere/management/tid-9113/machiavelli-regeln-der-macht_aid_237256.html

anne  on  03/16  at  03:24 PM

nachtrag zur info: - frauen gegen atomkraft - kämpferinnen/aktivistinnen für klimaschutz. die EMMA schreibt darüber (u.a. über rosemarie rübsamen, hanna poddig, ursula sladek).
auch der watch-salon d. journalistinnenbunds berichtet über `stromrebellen` - titel: gefahr für journalistInnen - franzosen fühlen sich weiter sicher mit akw`s.

http://www.frauengegenatom.de/

anne  on  03/16  at  03:37 PM

Nunmal langsam, auch die Frauen haben jahrelang von der Atomkraft profitiert.

Wäre vielleicht nicht zuviel, den Männern Respekt zu zollen, dass sie dageblieben sind und versuchen das Schlimmste zu verhindern, auch wenn sicher ist das sie sterben werden.

Ich als Mann wüsste nicht, ob ich den Mumm dazu hätte aber vielleicht war es auch eh zu spät und sie sind so oder so tot.

Dennoch versuchen sie es.

Ich war schon immer gegen Atomkraft. Ich weiss nur nicht woher die Alternativen herkommen sollen.

Fusionskraftwerke sind ja leider noch Zukunftsmusik.

Wenn ihr so gegen die patriale Stromerzeugung seid, wieso benutzt ihr sie dann? Oder habt ihr alle “grünen” Strom? Würde auch nix ändern.

Alleine die Herstellung der Solarplatten ist so energieintensiv und mit Schadstoffen belastet, dass es auch nicht viel besser ist.

Ich habe in einem der größten Werke der Branche in Deutschland gearbeitet


Atomkraft ist Scheisse aber die Menschheit ändert sich nicht mehr.

Gebts auf ;)

Gruss

Florian

Flo  on  03/19  at  09:52 PM

Mit so einem fatalistischen Aufruf @ Florian ändert sich in der Tat nichts.  Auch Frauen weltweit haben seit mehr als 20 Jahren gegen Atomkraft demonstriert und auf die Bedrohungen aufmerksam gemacht. Die Macher/Männer ändern sich vielleicht nicht, aber viele Frauen sind dazu bereit… hier geht es ebenso um ein Umdenken bzw. um einen Bewusstseinswandel - wie Anja Röhl, 1986 Gründerin des Berliner, später Bundesweiten Organisationsnetzes: Mütter und Väter gegen atomare Bedrohung e.V. KUM in ihrem Blog schreibt:

“Das Argument der Verschwendung muß eingebracht werden : Der Konsum- und Wegwerf-Kapatalismus mit seinen Kaufschlössern, Prachtstrassen, mit dem unsinnig hochgesteigerten Flugtransport, die hochtechnisierte Nahrungsindustrie, wir wissen, dort wird zu mehr als 80 % nur produziert, nicht etwa um den Hunger zu stillen, sondern um wegzuschmeißen und die Preise zu halten. Die Nahrungsverschwendung , wie auch die Verschwendung von allem, was sich in den künstlichen Bedürfnissen , an die das Kapital seine Untertanen
gewöhnt hat , zeigt, ist dem Kapitalismus immanent. In Autoindustrie, Energiewirtschaft, überall saugt das Kapital Energie wie ein Molch , würde man hier so reduzieren , wie etliche Kleinverbraucher es bei sich zuhause schon aus Geldmangel tun, bräuchte man sich keine Sorgen mehr um einen ständigen wachsenden Energiebedarf zu machen. Den Rest kann man schaffen, wenn man die gesamte Forschung aus den Kriegsprodukten rauszieht, natürlich sind dann die Alternativenergien machbar, sie müssen es sein, anders geht es nicht. Unsere Zukunft, wenn es nicht schon die Gegenwart ist: Kriege um Öl, Tsunamis durch Klimaveränderungen , Strahlenkrankheiten, Menschen- und ganze Generationenvernichtung durch Atomkraftkatastrophen .”

Wir sollten weiter Visionen haben und nicht einfach aufgeben - das ist wie eine Kapitulation vor dem Übel dieser patriarchös infizierten (Männer)Welt. Verseucht, verschmutzt, verdreckt, hoch belastet mit Pestiziden sind inzwischen Lebensmittel, auch tierische Lebensmittel aus Profitgier , Verschwendung, Überproduktionen ,kriminellen Machenschaften .. Der sogenannte Fortschritt macht uns krank - die vier häufigsten Todesursachen sind Herz/Kreislauf, Tumore, neurodegenerative Erkrankungen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen. Wer weiss, ob nicht Strahlenerkrankungen die Liste der vier häufigsten Todesursachen zukünftige bereichern werden. 

Noch etwas zu Tschernobyl: dies ist immer noch eine tickende Zeitbombe und Experten warnen , es sei nur noch eine Frage der Zeit, wenn der brüchige `Sar(g)kopharg` zusammenstürzen sollte, käme es zu einer zweiten Tschernobyl-Katastrophe.  Die Stahlträger rosten, Wände haben sich geneigt und meterbreite Spalten sowie Löcher gebildet. Der Bau eines neuen S.ist zwar seit Jahren eine beschlossene Sache , dennoch verzögert sich dieser Plan. Sicher fliessen die Gelder langsam - ich glaube, auf mind. 1,6 Mrd. Euro belaufen sich die Kosten. Den grössten Teil der Finanzierung übernimmt die EU und die USA?
Aber bei den neuen Bauarbeiten muss bedacht werden, dass es mehr als 1ooo Lagerstätten gibt, in denen nach dem Unglück radioaktive Bauteile und Schutt vergraben wurden. Von der Hälfte dieser strahlenden Gräber wisse mann nicht mehr , wo sie sich befinden (Waleri Antropow, Dekontaminationsexperte, Fa. Complex)

Natürlich ist den Männern in Fukushima Respekt zu zollen - aber wer denkt eigentlich noch an die Kinder von Tschernobyl und das Grauen, was den schwangeren Frauen/Müttern heute noch erwartet, die hohe Sterblichkeitsrate unter der Bevölkerung von Weißrußland?

“Auf dem Gebiet von Weißrußland gibt es kein einziges Atomkraftwerk. Für das kleine Rußland wurde Tschernobyl zu einem nationalen Unglück. Während des Großen Vaterländischen Krieges zerstörten die deutschen Faschisten auf weißrussischem Boden 619 Dörfer mitsamt ihren Bewohnern. Nach Tschernobyl verlor das Land 485 Dörfer und Siedlungen: 70 davon sind bereits für immer dem Erdboden gleichgemacht. Im Krieg fiel jeder vierte Weißrusse, heute lebt jeder fünfte auf verseuchtem Gebiet. Das sind 2,1 Mio Menschen, davon 700.000 Kinder. Unter den Todesursachen nimmt die radioaktive Strahlung den ersten Platz ein. In manchen Gebieten ist die Sterblichkeitsrate um über 20 % höher als die Geburtenziffer.
Als Folge der ständigen Einwirkung von geringen Strahlendosen erhöht sich im Land mit jedem Jahr die Zahl der Personen mit Krebserkrankungen, geistiger Unterentwicklung, nervösen und psychischen Störungen sowie genetischen Mutationen. Brustkrebs, Kindersterblichkeit, Leukämie nehmen in der Region zu.” (Auszüge aus `Tschernobyl` v. S. Alexijewitsch)

Die Gebiete an der Ukrainischen Grenze sind aufgrund ihrer Strahlenlast 300 - 600 Jahre nicht für den Anbau von Nutzpflanzen geeignet.
Tschernobyl - Auf verseuchter Scholle:
http://www.zeit.de/2011/12/DOS-Tschernobyl?page=1

Amy  on  03/20  at  01:10 AM

@Florian: Schön! Da ist er wieder, der männliche Kumpanei-Reflex: Jede Kritik am Gott Mann wird sofort zurückgewiesen. Alle sind schuld, nur wir Männer nicht, und wenn’s sonst nicht geht, sind die Frauen schuld, denn schliesslich haben die uns auf die Welt gebracht. Nicht wahr?!
Im Ernst:

Zunächst: Seit Jahrtausenden gibt es in den Entscheidungsgremien keine Frauen mehr, weil Männer sie mit Gewalt ausschliessen. Da sie Kinder haben, die ernährt und grossgezogen werden müssen, sind sie den Männern ausgeliefert. Auch heute noch. Demzufolge zeugt es von ebenso wenig intellektueller Redlichkeit wie Fähigkeit, ihnen die Nutzung von Atomstrom zum Vorwurf zu machen. Zudem gibt es sog. grünen Strom erst seit ein paar Jahren.

Sodann:Das machen Männer ebensolange wie sie Frauen aus Entscheidungen ausschliessen, nämlich: Erst richten sie ein Chaos an (Kriege) und dann heulen und jammern sie, Mammi soll aufräumen und Bobo blasen (Trümmerfrauen!!). Wenn die Männer, die das machen und zugelassen haben, jetzt einmal ihren Dreck selber wegräumen (müssen), dann ist das nur das Selbstbverständlichste der Welt. Mit Heldentum hat das nichts zu tun, sondern nur mit minimalem Anstand, der für ein Zusammenleben nötig wäre. Ausserdem gehen da ja nicht die Direktoren, Geldgeber und Regierungen an die Aufräumarbeiten, sondern arme Idioten, die, so wie wir Frauen, dem müännlichen Grössenwahn auch ausgeliefert sind. Hätten sie nachgedacht (mit dem Hirn im Kopf), sich mit den “dummen” Frauen solidarisiert und gegen Atomkraftwerke protestiert, müssten sie heute nicht das Schlamassel wegräumen.

Des Weiteren: Die Alernativen zu Atomstrom? Gehen Sie einmal in ein beliebiges Kaufhaus und denken Sie sich alle Dinge weg, die man für ein Ueberleben nicht benötigt - dann sind 95 % der Regale leer! Vor rund 50 Jahren erschien der Klassiker “Die geheimen Verführer”. Dort wird beschrieben, wie Energie, Ressourcen und Lebenszeit verschwendet wird für Geld. Die Alternative, mein Herr, ist: Keine Penisverlängerungen in Form von Porsche, Ferraris oder alles über 1000 Kubik, keine Wegwerfartikel, nur Geräte, die sich reparieren lassen, keine Erdbeeren, Wein, Tomaten, Fleisch von anderen Kontinenten, usw. usf. Sie wissen das selber, wenn Sie es wissen wollten. Aber mann muss ja, sonst ist mann kein Mann, gell?!

Ausserdem: Sie haben Recht: Die Menschheit ändert sich mit Männern wie Sie es sind, wirklich nicht, weil jede Kritik am Männersystem von denjenigen Männern ganz persönlich genommen wird, die am meisten AUCH darunter leiden! Und sie leiden darunter, weil sie zu feige sind, das zu tun, was ihnen der Verstand, die Logik und jener Rest von Menschlichkeit, die die meisten ja noch haben, sagt, was zu tun wäre. Mann-sein ist eben heute auf Haben gegründet und nicht auf Mann-SEIN. Und da immer mehr - gerade auch junge - Frauen das merken und sich den Männern verweigern, sind Reaktionen von Seiten der Herren so empfindlich und mann schafft sich noch was an… statt über sich und sein Tun nachzudenken.

Und schliesslich: Ja, die Menschheit ändert sich nicht, solange das die übliche Verhaltensweise ist, wie ich sie oben karikiert habe. Kleiner Gratistipp: Die Menschheit ändert sich, weil Menschen sich ändern. Wenn SIE sich ändern, HAT die Menschheit sich schon geändert. Was ich damit meine? Das: Autobahn, ein PW auf dem Pannenstreifen. Ich halte an. Der junge Mann hat kein Benzin mehr. Er bekommt mein Reserve-Benzin. Er will mir DM 10.—geben. Ich lehne ab und gebe ihm die Aufgabe: Weitergeben, nur so wird die Welt besser! Begriffen?
lg Dürr

Dürr  on  03/20  at  11:13 AM

PS:

Nicht das ihr alle unrecht habt, ganz im Gegenteil, aber alles auf den Mann als Gruppe abzuwälzen ist zu billig. Männer sind Individuen wie Frauen auch.

Es gibt mit Sicherheit mehr Ähnlichkeiten ausserhalb dieser beiden Gruppen als Innerhalb, auch Männer haben gegen Atomkraft demonstriert, nicht nur Frauen usw, auch Frauen fahren Porsche als “Vaginaersatz”. Die meisten Kaufentschidungen werden von Frauen getroffen usw. Mit Halbwahrheiten und Lügen und Schuldzuweisungen kommen wir nicht weiter.

Florian  on  03/20  at  04:05 PM

Noch als Nachtrag: 
Es gibt auf dieser Welt kein Endlager für hoch radioaktive Stoffe - das gilt auch für die japanischen Atomkraftwerke.
Ausserdem ist es interessant zu erfahren, wie viele Störfälle und Ereignisse weltweit in Atomkraftwerken bisher geschehen sind - allein in Deutschland in zwei Anlagen / je 800 und 500 erfolgte meldepflichtige Ereignisse. Gab es dazu nicht auch weltweit 12 schwere Störfälle, ganz zu schweigen von Tschernobyl? der weltweit drittschwerste Atomunfall nach Tschernobyl, Harrisburg ereignete sich 1999 in Tokaimuara/Japan. Im kalten Krieg (Männerwerke samt ihrer üblichen Muskelspiele) lieferten Kernkraftwerke waffenfähiges Material.
Einfach mal googeln nach Atomwaffen A-Z / da wird einer schlecht mehr zu erfahren über Hunderte von ober- oder unterirdischen Atomtests bis in die heutige Zeit, u.a. China, Indien, Pakistan, Nordkorea. Für mich sind das Verbrecherstaaten, in denen eine verheerende Armut in der Bevölkerung besteht.   
Jetzt wird in Japan ein Lebensmittelstopp aus der Region um Fukushima in Erwägung gezogen, da verstrahlte Lebensmitteln aus Japan z.B. in Taiwan entdeckt wurden. Das betrifft ebenso das Trinkwasser.
Zu bedenken sind z.B. die hohen Kosten f.d. japanische Volkswirtschaft. Die Ökonomen gehen von Schäden von mehr als 135 mrd. euro aus.

Sind all diese Risiken die Moderne wert? Ich hätte gerne die Zahlen über Kosten/Schäden aufgrund von Männerverbrechen, Kriegshandlungen an der gesamten Menschheit . Es werden geschätzt ca. 12.5oo Kriege, davon die meisten aufgrund von Eroberungen, männl. Macht- und Dominanzbestrebungen. 

Eine sehr gut recherchierte Sendung zu `Tschernobyl` auf Phoenix lässt sich vielleicht später in der Mediathek wiederholt anschauen - eine kürzere Fassung erscheint heute um 19.1o uhr auf Pro Sieben. 

ZDF-Blickpunkt zu dt. Atompolitik/Atomkraft Pro/Contra kann in der ZDF-Mediathek nochmal angesehen werden. Demnach sollen ca. 80 % der Stromversorgung in Deutschland in ca. 4o Jahren aus erneuerbaren Energien stammen.

http://www.phoenix.de/tschernobyl/365525.htm

Amy  on  03/20  at  05:05 PM

Wie die Politiker und die Bosse der Stromkonzerne (ALLES Individuen und, bis auf Merkel, Männer) lügen seit dem ersten Atomkraftwerk, wissen wir nun. Die Frage ist lediglich: Tun sie das bewusst oder sind sie einfach zu dumm/fantasielos? Ich denke beides nicht. Da sind Physiker, Mathematiker, Volkswirtschafter und andere, die ein Abitur haben und somit eine Ahnung von Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wenn eine Wahrscheinlichkeit 1:x-Tausend steht, bleibt die Frage immer offen: WANN ist 1? Das heisst, sie haben den Supergau einfach in Kauf genommen!! Schon immern und nicht nur in Russland, überall! Und niemand, absolut niemand kann sagen, dass Gift während 250’000 Jahren sicher versorgt werden kann. Solange ist Plutonium nämlich giftig.

Wer es bis heute nicht zur Kenntnis genommen hat, muss es mindestens jetzt: Unsere Kultur bringt Männer hervor, deren grösste Lust Zerstörung ist. Und wir Frauen wählen diese Typen auch noch, damit sie unseren Untergang beschleunigen können. Es gibt nirgends auf der Welt eine Regierung aus Frauen. Dafür dürfen wir auf der ganzen Welt zuschauen, wie die Lebensgrundlagen systematisch und sehenden Auges zerstört werden. Oder hat eine von Euch in all diesen vielen Sendungen das Wort SPAREN, Strom-, Energie-, Ressourcen-Sparen gehört? Ich nicht. Und genau das ist die Augenwischerei: Nicht verkleinern, intelligenter umgehen mit Ressourcen. Nein. Noch mehr, noch grösser, noch ver-rückter. Wir sind zugemüllt worden mit Studien, die eigentlilch alle das Gleiche sagen, was wir Frauen längst wissen (instinktiv, intuitiv oder rational): Atomnkraft ist tödlich für viele Generationen. Vielleicht war deshalb das Rauchverbot so wichtig: Man hat das Pack beschäftigt: Mit Rauchern, Lokalen und anderen Nebenschauplätzen, während mann die Stromdirektoren mit Gewinnen bediente und ihnen die finanzielle Verantwortung für die kommenden Katastrophen abnahm. Das Ganze lief schön parallel, still und leise.

Wenn vor 30 Jahren 10 Millionen Gewinn riesig waren, dann müssen es heute 100 Milliarden sein, bis so ein Typ auch ein “Held” ist. Ich frage mich bloss, was diese Männer mit dem Geld und den Reichtümern machen: Essen? Saufen? Poppen? (Sorry, aber ist doch wahr!) Alles andere bleibt abstrakt und hat mit dem Leben nichts mehr zu tun, weil auch Ackermann, Murdoch und Gates täglich höchstens drei Mal Filet essen können, nur in einem Bett schlafen und - na ja, was den Sex betrifft, wissen wir ja wie gut gestresste Männer sind…
Und warum das alles? Die Geschichte erklärt es uns, und wir hatten dieses Thema hier schon x-Mal: Männer haben einen leeren Bauch und darum müssen sie Pyramiden, Twin-Towers und Atom-Bomben “gebären”. Eigentlich richtig arme Menschen. (Schweine kann frau ja nicht sagen, denn Schweine sollten wir nicht beleidigen…) Und wenn Ewigkeit nicht anders zu schaffen ist, dann wenigstens Zerstörung “auf ewig”!! Frau könnte verzweifeln.
lg Dürr

Dürr  on  03/21  at  10:33 AM

@ DÜRR

Das Problem ist einfach, dass Atomkraftwerke Gelddruckmaschinen sind. Eine sprudelnde Geldquelle.

Die Bonzen können ja mit ihrem Geld überall auf der Welt hin und neue Grundstücke in anderen Kontinenten kaufen nach einem GAU, während der normaler Bürger das nicht kann.

Krieg ist auch nichts weiter als ein riesen Geschäft, so traurig es klingt.

Ausbeutung kennt kein Geschlecht im Kapitalismus.

Dennoch machen es sich hier einige Damen zu einfach. Kleiner Tipp:

Einfach mal für eine Woche die Hauaptsicherung abschalten. Danach könnt ihr immer noch allen Männern für alles Übel der Welt die Schuld geben….hatten wir in Deutschland schonmal…wo es hingeführt hat wissen wir.

Wie gesagt: Auch Frauen zerstören diesen Planeten.

Wegen Männern gibt es wohl keine oder kaum Tierversuche für unnütze Kosmetika.

Damit will ich hier auch niemanden persönlch angreifen, denn hier werden die Frauen wahrscheinlich davon eh nichts halten.

Ändert aber trotzdem nichts daran das auch Frauen ihre destruktiven Seiten haben. Etwas Selbstkritik und Selbstreflektion würde mit sicherheit auch den Damen ganz gut tun, alles alle Probleme einer bestimmten Gruppe aufzubürden.

Aber mit einer solchen Sündenbock Denke wird man nicht weit kommen. Wir müssen begreifen das es nur gemeinsam geht, egal ob es um Geschlecht oder Kulturen geht. Es geht um unser aller Überleben auf diesem Planeten, aber es scheint das dies hier noch nicht wirklich begriffen wurde.

MFG

Florian  on  03/21  at  01:23 PM

@ dürr - ich kann dir nur zustimmen - “dann wenigstens zerstörung `auf ewig` -  jetzt kommt heraus, dass die herren verantwortlichen von tepco   sog. `wegwerfarbeiter` im einsatz hat:
“der ard-korrespondent robert hetkämper berichtet:
die helden von fukushima sind in wahrheit `wegwerf-arbeiter`. so werden sie zumindest in ihrer heimat genannt. seit jahren würden obdachlose , gastarbeiter sogar minderjährige in verstrahlten meilern eingesetzt , so der korrespondent in einem beitrag zur aktuellen stunde im wdr. die schlimme vermutung : auch jetzt könnten diese wegwerf-arbeiter in der japan. strahlen-hölle gegen den super-gau ankämpfen.
der akw-betreiber tepco nutze die arbeiter schamlos aus. wenn sie dort eine zeitlang gearbeitet haben und halbwegs verstrahlt sind, werden sie gefeuert. 

hetkämper beruft sich auf einen japan. arzt, der die grausame praxis seit jahren beobachtet. es sei eine ausbeutung von obdachlosen und menschen ohne arbeit.

billiglohnkräfte , die sich aus not für geld verstrahlen lassen? personen, die vielleicht gar nicht wissen, dass sie sich einer tödlichen strahlen-dosis aussetzen?

die vorwürfe erinnern auch an das atom-drama von tschernobyl , dort wurden sog. liquidatoren eingesetzt, um die gefahr nach dem super-gau einzudämmen. hunderttausende arbeiter wurden teilweise zwangsverpflichtet - ihnen wurde nicht gesagt, wie gross die gefahr ist. vielen wurden verstrahlt, sind qualvoll verstorben und andere leiden noch heute unter den gesundheitlichen folgen. (presse v. 21.3.2o11)

das ist ein weiterer sichtbarer beweis krimineller energie bzw. handlungen unverantwortlicher männer bei ihrer machtausübung ... weder tschernobyl noch fukushima hätten passieren müssen, das ist die leistung aus männerhand… 
lg anne

anne  on  03/21  at  04:32 PM

@ Anne

” weder tschernobyl noch fukushima hätten passieren müssen, das ist die leistung aus männerhand…”

Wer denn immer so stolz hier auf Damen wie Marie Curie und Lise Meitner? Lach…

Diese beiden haben einen entscheidenen Anteil daran, dass es Atomwaffen und Atomkraftwerke überhaupt gibt…nur keine falsche Bescheidenheit. Oder liege ich jetzt auf einmal damit falsch? Mal so, mal so?

Jetzt könnte ich mir dieselbe Gehässigkeit erlauben und sagen, wären beide Damen mal zuhause geblieben, bei Kinder Küche und Herd, wäre uns viel erspart geblieben…aber so einfach ist die Sache nicht.

Es gibt einen gewissen dynamischen Prozess, der hier völlig ausgeblendet wird.

Es ist wie bei den Grünen: Wollen den Leuten was erzählen von wegen Öko, aber lassen sich selbst im dicken 7er BMW durch die Gegend kutschieren. Besonders Sigmar Gabriel ist hier zu erwähnen.

Ja liebe Damen, dann verzichtet doch auf Strom aus der Steckdose, Autos, Eisenbahnen…Das heisst das erste was ihr macht: Schaltet das Internet ab, sofort!, kocht nur noch mit Feuerholz usw. Dann könnt ihr glaubwürdig sagen: Die Männer sind schuld…aber solange ich noch Kommentare von euch hier lese, heisst das ihr habt immer noch den PC an. Wisst ihr wieviel Strom alleine für das WWW verbraucht wird?

Wenn ihr es macht, seid ihr glaubwürdig…anderenfalls sollte man lieber schweigen.

Heuchelei hasse ich wie die Pest.

Florian  on  03/21  at  08:44 PM

@ Florian: Und ich hasse Dûmmheit wie die Pest, die von Leuten kommt, die meinen Rechthaberei sei Recht haben! Und noch etwas hasse ich: Männer, die grundsätzlich am Thema vorbeischwätzen, weil sie das, was sie wissen, nicht wissen dürfen, denn sie sind ja Helden, und Helden sind eben einfach nur Feiglinge, die das wirkliche Leben nicht ertragen können.
Dürr

Dürr  on  03/21  at  09:37 PM

@ flor - es mag sein, dass sie sich in ihrer männlichkeit angegriffen fühlen, wenn sie hier vehement die unzähligen untaten der angesprochenen männer zu verteidigen suchen, indem sie aufarbeiten wollen und krampfhaft nach mitbeteiligung d. frauen
suchen. sie werden keine 1 : 1 gleichstellung herauskitzeln können - weil es sie nicht gibt. dass auch frauen im patriarchat einer männl. patriarchalen logik folgen und untaten begehen, streitet hier niemand ab.
sehr rührselig, wie sie hier ablenken und verbrechen von männern versuchen zu vertuschen oder abzumildern - sie beweisen wieder mal überdeutlich, dass es in der tat unter männern keine `schamkultur` gibt - eher die übliche kumpanei.
danke für diese weitere erkenntnis!

lachen sie nur, lise meitner und marie curie haben nichts mit den vorfällen von fukushima zu tun. entscheidungen tragen dort männer des 21. jahrhunderts. sind sie eigentlich nicht informiert über die vorfälle des tepco-managements ? wollen sie frau meitner für das versagen der hiesigen männl. elite und deren fehlverhalten verantwortlich machen? oder vielleicht für tschernobyl verantwortlich machen?

auch für atombombenabwürfe haben sich männer entschieden - lise meitner hat niemals an dem bau einer atombombe mitgewirkt - sie hat es strikt abgelehnt. sie lehnte es auch ab, an dem atomb.-projekt i.d. usa mitzuarbeiten.
unnützerweise von der damaligen presse wurde sie zu ihrem eigenen entsetzen als mutter der atombombe bezeichnet wegen ihrer deutung / berechnung d. bei der kernspaltung freiwerdenden energie. 

wollen sie viell. herrn nobel für seine erfindungen verantwortlich machen….

wenn sie der diskussion hier nicht folgen können, dann lassen sie es doch einfach und spielen nicht den beleidigten und verteidigen nicht männer, die für die geschehnisse von tschernobyl/fukushima verantwortung tragen.

Anne  on  03/21  at  10:20 PM

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Hedwig Dohm