Sylvia Ashton-Warner

(Sylvia Constance Henderson geb. Ashton-Warner)

geboren am 17. Dezember 1908 Stratford (Neuseeland)
gestorben am 28. April 1984 Tauranga

neuseeländische Lehrerin und Schriftstellerin
100. Geburtstag am 17. Dezember 2008


BiografieZitateWeblinksLiteratur & Quellen


Biografie

Sylvia Ashton-Warner

Sylvia Constance Ashton-Warner wurde 1908 in Neuseeland als eines von neun Kindern geboren. Ihr Mutter war Lehrerin und wegen Arbeitsunfähigkeit ihres Mannes für die Versorgung der Familie allein verantwortlich. Häufige Schulwechsel verhinderten tiefergehende Freundschaften; daher war Sylvia sehr auf ihre Geschwister angewiesen und bereits früh eine Einzelgängerin, die stark in ihren eigenen Phantasien lebte.


Obwohl der Lehrerberuf für Sylvia zeitlebens negativ mit ihrer strengen Mutter verbunden war, begann sie 1926 selbst mit dem Studium, zuerst in Wellington und dann in Auckland. Lehrerinsein bedeutete für sie zunächst eine Einschränkung ihrer Kreativität und ihres künstlerischen Potentials.

1931 heiratete sie Keith Henderson, mit dem sie zwischen 1935 und 1938 drei Kinder hatte. Ihr Mann, der sie in ihren Ideen stark unterstützte, kümmerte sich zum Entsetzen der NachbarInnen hauptsächlich um die Kinder und die Hausarbeit, während Sylvia, neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin an verschiedenen Maori-Schulen, ihrer Berufung als Schriftstellerin und Malerin nachging.


Sylvia Ashton-Warner

Ihre Bücher handeln überwiegend von starken Frauencharakteren und dem Unterrichten. Sie entwickelte aus ihrer langjährigen Arbeit mit den Maori-Kindern (1938-1955) eine eigene Form des Leseunterrichts und versuchte erstmals, die unterschiedlichen Kulturen miteinander zu verbinden. Ihr Anspruch war es, die »angeborene Symbolik freizulassen und sie als Arbeitsmaterial zu nutzen«. Jede Person habe bereits als Kind ein eigenes Grundvokabular (»key vocabulary«), das sich aus Emotionen und Erfahrungen entwickelt. Wenn dieses Grundvokabular besser berücksichtigt würde, sei es den Kindern auch eher möglich, lesen zu lernen. Durch Beobachten der Kinder wurde ihr klar, daß man die Maori nicht wie alle anderen Kinder unterrichten kann, sondern auf ihre speziellen Bedürfnisse eingehen muß – z.B. wird ihr Interesse am Lesen nicht durch die Lektüre europäisch ausgerichteter Bücher geweckt, sondern durch Bücher, in denen sie sich wiederfinden.

Sylvia Ashton-Warner

Ihr erfolgreichstes Buch, Spinster von 1958, das 1960 auch verfilmt wurde, befaßt sich mit einem weiteren Thema, das sie ihr Leben lang beschäftigte: Die »innere und die äußere Welt« eines Menschen. Diese beiden Welten, die »hinter den Augen« und die »harte Realität«, liegen im Krieg miteinander. Ashton-Warner hat versucht, beide Welten in ihrem Leben koexistieren zu lassen, aber leider ist ihr dies nicht immer gelungen. Viel zu oft hat sie versucht, ihre innere, kreative Seite mit Hilfe von Alkohol wiederzubeleben.

Ihre provokanten und innovativen Theorien brachten ihr im Ausland viel Zuspruch, während ihr Heimatland sie weitgehend ignorierte.

Eva Odri-Janku

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Zitate

All the great teachers of the past have drawn their action from non-action. From Christ upon the high mountain, to Lo Tung over his tea, down to us. And I can never see that those names are too big to be used side by side with today. The intention is the same – teaching.

(Sylvia Ashton-Warner, gefunden hier)

Sylvia Ashton-Warner



You must be
true to yourself.
Strong enough to be
true to yourself.
Brave enough to be
strong enough to be
true to yourself.
Wise enough to be
brave enough to be
strong enough to
shape yourself from what
you actually are.

(Sylvia Ashton-Warner, gefunden hier)



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Links


Bischel – Teacher von Sylvia Ashton-Warner
Bischel, Jeffrey: Teacher (von Sylvia Ashton-Warner).
Rezension mit Informationen zu Ashton-Warners Lehrmethode.
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Clemens – Sylvia Ashton-Warner
Clemens, Sydney Gurewitz: Sylvia Ashton-Warner, 1908-1984.
Biografie und Bibliografie (engl.).
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Hughes 2005 – A bibliography of the works
Hughes, Peter (2005): A bibliography of the works of Sylvia Ashton-Warner.
Bibliografie mit sämtlichen Ausgaben ihrer Bücher. PDF-Datei. University of Auckland Library.
(Link aufrufen)


Internet Movie Database – Sylvia Ashton-Warner
Internet Movie Database: Sylvia Ashton-Warner.
Filme.
(Link aufrufen)


New Zealand Book Council – Ashton-Warner
New Zealand Book Council: Ashton-Warner, Sylvia.
Biografie und Links (engl.).
(Link aufrufen)


Sylvia Ashton-Warner
Sylvia Ashton-Warner - New Zealand Literature File - The University of Auckland library.
Werke von und über Ashton-Warner, thematisch gruppiert.
(Link aufrufen)



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Literatur & Quellen

Hinweis: Dies sind keine Literaturempfehlungen, sondern die zum Thema erschienenen Titel – ohne Wertung unsererseits.

Ashton-Warner 1958 – Spinster

Ashton-Warner 1960 – Incense to idols

Ashton-Warner 1961 – Quelle meiner Einsamkeit


Ashton-Warner, Sylvia (1958): Spinster. A novel. London. Secker & Warburg.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1960): Incense to idols. New York. Simon and Schuster.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1961): Quelle meiner Einsamkeit. Roman. (=Spinster). Aus dem Englischen von Ilse Krämer. Hamburg. Krüger (Die Bücher der Neunzehn, 107).
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner 1963 – Teacher

Clemens 1996 – Pay attention to the children

Hood 2008 – Sylvia!

Ashton-Warner, Sylvia (1963): Teacher. New York. Simon and Schuster.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1964): Bell call. New York. Simon and Schuster.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1966): Greenstone. New York. Simon and Schuster.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1967): Myself. New York. Simon and Schuster. ISBN 0436022028.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1970): Three. A novel. New York. Knopf, 1970 (A Borzoi Book).
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1972): Spearpoint – »Teacher« in America. New York. Knopf (A Borzoi Book). ISBN 0394479718.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1974): O Children of the World… Songs and Stories. Vancouver. First Person Press.
(Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1979): I passed this way. New York. Knopf.
(Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Ashton-Warner, Sylvia (1986): Stories from the river. Introduction by Lynley Hood. Auckland. Hodder & Stoughton.
(Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Clemens, Sydney Gurewitz (1996): Pay attention to the children. Lessons for teachers and parents from Sylvia Ashton-Warner. Napa. Rattle OK Publications. ISBN 1-883965-41-1.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Hood, Lynley (1988): Sylvia! The biography of Sylvia Ashton-Warner. Auckland. Penguin, 2008. ISBN 9780143008835.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Hood 2008 – Who is Sylvia

Robertson (Hg.) 2006 – Provocations

Hood, Lynley (2008): Who is Sylvia? The diary of a biography of Sylvia Ashton-Warner. Dunedin. Longacre. ISBN 9781877460159.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Robertson, Judith P. (Hg.) (2006): Provocations. Sylvia Ashton-Warner and excitability in education. New York. Lang (Complicated conversation, 13). ISBN 0-8204-7877-6.
(Amazon-Suche | Eurobuch-Suche | WorldCat-Suche)

Bildquellen

The Ashton School of Santo Domingo
Lynley Hood
Enki Education
International Sylvia Ashton-Warner Centennial Conference 2008

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Hedwig Dohm