Brauchen wir den Zweitmann?
Aus: Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Elfte Lektion
Der weibliche Partner einer Konkubinatsbeziehung heißt Konkubine; eine männliche Form dieses Wortes existiert nicht. (Wikipedia, 27.12.07)
Heute früh hörte ich eine PodCast der BBC-Serie Woman’s Hour über Mätressen (engl. mistresses). Anlaß war die Zeit zwischen den Jahren, eine Zeit, in der wohl niemand so einsam sei wie die Mätresse bzw. die Geliebte: “Die Familie versammelt sich, sie bleibt außen vor.”
Die Moderatorin fragte, weshalb es für die männliche Mätresse eigentlich keinen Ausdruck gäbe. Z.B.…
Bürgerkommune im Direktsaft
Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Achte Lektion
Bei Aldi in der Schlange. Mein Vordermann hat einen Block mit Saftkartons auf das Band gehievt. “Direktsaft” lese ich und frage ihn, “Was ist das denn? Das Wort habe ich noch nie gehört.” “Weiß ich auch nicht”, meint er. “Soll aber sehr gut sein.” “Hauptsache!” sage ich, und wir lachen beide.
Vom Direktsaft direkt zur Direktkommune. Ja, das war’s doch! Schon seit Wochen suche ich nach einem brauchbaren Ersatz für das Wort Bürgerkommune; eine Bürgerin der Stadt Herford hatte mir nämlich geschrieben:
„Herford will eine…
Männlichkeiten
In den 90er Jahren war der Dekonstruktivismus im Volk angekommen; wir lernten, daß es nicht nur DIE Literatur gibt, sondern VIELE Literaturen. Die Feministinnen sprachen nicht mehr nur von Männlichkeit, sondern von verschiedenen Männlichkeiten, “masculinities”. Die Männlichkeit von Hooligans unterscheidet sich z.B. erheblich von derjenigen buddhistischer Mönche.
Ich hatte in den letzten Tagen reichlich Gelegenheit, zwei sehr unterschiedliche Männlichkeiten zu studieren.
Zum einen gab es in Boston, wo ich mich gerade aufhalte, massives Getöse wegen der sogenannten World…
Der Stall der Nonnen
(Nachdem ich letzte Woche zwei Glossen produziert habe, gibt es heute nur eine "Konserve" aus dem Jahr 2003. Möge sie euch zu kühnen Urlaubsideen für den Winter anregen!)
Ende Januar 2003 waren Joey und ich eine Woche auf der schönen vulkanischen Atlantikinsel Madeira. Die Insel ist nicht ohne Reiz für Frauen, haben wir festgestellt. Da ist zum einen die "Chinesa", ein espressoartiges Getränk - ähnlich wie der sächsische "Blümchenkaffee" benannt nach einem Bild auf dem Grund der Tasse. Die Chinesa ist nicht nur sehr wohlschmeckend, sondern auch der einzige uns bekannte nach einer Frau…
Wir sind Weltmeista!
Aus Wir machen uns unsere Sprache selber: Ein Feminar. Siebte Lektion
Heute nachmittag habe ich mir im Fernsehen das Endspiel der Fußballweltmeistaschaft in Shanghai angesehen - wow! Über die brasilianischen und die deutschen Fußballerinas oder -ballerinen ist nicht viel zu sagen, die waren einfach phänomenal, ja geradezu fembional. Aber die Leistung des Reporters Norbert Galeske möchte ich hier mal fachfraulich bewerten. Zuerst aber noch ein Wort über das Absingen des Deutschlandlieds. Die Frauen sangen fröhlich mit, stockten nicht mal bei den unhöflichen Wörtern…


