Frau(en) der Woche:
Astrid Lindgren

geb. 14. November 1907 in Näs/Småland, Schweden
gest. 28. Januar 2002 in Stockholm
schwedische Schriftstellerin
10. Todestag am 28. Januar 2012
Pippis erbsengrüne Pillen gegen das Erwachsenwerden hätte Lindgren gerne geschluckt, um ihre herrliche Kindheit zu verlängern, nach der sie sich zeitlebens zurücksehnte. Ihre liebevollen Eltern leiteten die vier Kinder (Astrid war das zweite) einerseits konsequent zu Gehorsam und Pflichterfüllung an, ließen ihnen aber andererseits ungewöhnlich großen Freiraum für völlig unbeaufsichtigtes und Fantasie anregendes Spielen in unverfälschter Natur. Viele der kindlichen Hauptfiguren ihrer Bücher, allen voran Pippi Langstrumpf, aber auch Ronja, Michel und die Bullerbü-Kinder spiegeln diese Ungebundenheit wider, die Lindgren in Näs erlebte. Sie schreibe für das Kind, das sie gewesen sei, sagte sie oft, und hatte wohl deshalb weltweit …
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Mahalia Jackson

geboren am 26. Oktober 1911 in New Orleans, Louisiana
gestorben am 27. Januar 1972 in Evergreen Park, Illinois
amerikanische Gospelsängerin
40. Todestag am 27. Januar 2012
Durch die Macht ihrer Stimme und die Echtheit und Beseeltheit ihres Vortrags brachte Mahalia Jackson Gospelsongs – tief empfundene religiöse Lieder, gespeist aus verschiedenen Traditionen schwarzer Musik – an die Spitze der schwarzen religiösen Musik und wurde selbst zur weltbekannten Sängerin. Trotz allen Erfolgs blieb sie stets dem Glauben an ihre religiöse Sendung treu und weigerte sich, weltliche Blueslieder zu singen oder mit ihrer Gospelmusik in Nachtlokalen aufzutreten. Jackson, die Enkelin eines Sklaven, war fünf Jahre alt, als ihre Mutter starb und sie zu ihrer Tante, einer etwas strengen Christin, kam. Als Kind sang sie, »fast sobald ich gehen und …
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Marie Jahoda

geboren am 26. Januar 1907 in Wien
gestorben am 28. April 2001 in Keymer, Sussex (GB)
österreichisch-englische Sozialwissenschaftlerin
105. Geburtstag am 26. Januar 2012
Marie Jahoda ist eine Pionierin der Sozialpsychologie und empirischen Sozialforschung. Ihr erstes bedeutendes Werk “Die Arbeitslosen von Marienthal”, das sie gemeinsam mit Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel 1933 veröffentlichte, bescherte ihr Weltruhm. Es wurde in viele Sprachen übersetzt. In der Studie werden Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit auf Arbeitslose dargestellt. Arbeitslosigkeit führt nicht zu revolutionärem Verhalten, sondern zu Resignation. Wegen ihrer Originalität ist diese Studie noch immer sehr lesenswert. Marie Jahoda stammte aus einer liberal-bürgerlichen Familie. Ihre Mutter war überzeugte Pazifistin. Schon als Schülerin engagierte sich Jahoda in sozialdemokratischen Jugendvereinen, mit 17 war sie bereits Führerin einer Jugendgruppe. Mit 18 trat sie …
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Virginia Woolf

geboren am 25. Januar 1882 in London
gestorben am 28. März 1941 in der Nähe von Rodmell, Südengland
englische Schriftstellerin
130. Geburtstag am 25. Januar 2012
Virginia Woolf entstammte einer wohlhabenden Intellektuellen-Familie. Ihre schriftstellerische Karriere begann relativ spät, doch Ende der zwanziger Jahre war sie eine berühmte Autorin. In ihren letzten Lebensjahren geriet sie in eine abgrundtiefe Verzweiflung, gegen die sie lange ankämpfte. 1941, im zweiten Kriegsjahr, ertrug sie es nicht länger und ertränkte sich, 59 Jahre alt, im Fluss Ouse. Der Name Virginia Woolf ruft heute schon fast stereotype Assoziationen hervor, seit sie mit ihrem Essay A Room of One’s Own (Ein eigenes Zimmer) und durch das Poster mit ihrem Jugendbildnis zu einer Kultfigur der neuen Frauenbewegung wurde. Ihre melancholische Schönheit, ihr Wahnsinn und ihr …
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Xenia Boguslawskaja

geboren am 24. Januar 1892 in Nowgorod
gestorben im Mai 1973 in Paris
russische Malerin
120. Geburtstag am 24. Januar 2012
Ihre Mutter ist griechischer Herkunft, ihr Vater Kaukasier und hoher Offizier in der zaristischen Armee. Ihren ersten Kunstunterricht erhält sie in einer Kunstschule in St. Petersburg. Mit 16 Jahren lernt sie ihren späteren Mann, den Maler Jean Pougny (russischer Name: Iwan Albertowitsch Puni), kennen. Sie setzt sich für sozialistische Ideen ein und muss 1910 unter falschem Namen fliehen. 1912 trifft sie in Neapel Pougny wieder, und sie gehen zusammen nach Paris. Sie lernt dort die ExilrussInnen und die KünstlerInnen der Avantgarde kennen, besucht die russische Akademie und verdient ihren Unterhalt mit Stoffentwürfen und Zeichnen von Blumenkarten. 1913 kann sie dank …
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