Frau(en) der Woche:

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Charlotte Brontë

Frauenbild

geboren am 21. April 1816 in Thornton, Yorkshire
gestorben am 31. März 1855 in Haworth, Yorkshire

englische Schriftstellerin
160. Todestag am 31. März 2015


Charlotte war die drittälteste von fünf Schwestern, die inmitten einer wilden, windgepeitschten Moorlandschaft in einem Pfarrhaus in Yorkshire aufwuchsen. Ihre beiden älteren Schwestern starben im Kindesalter. Die Mutter starb bereits 1821, so dass Charlotte früh für ihre Geschwister Verantwortung übernahm. Der einzige Bruder Branwell, mit dem die genialen Schwestern Charlotte, Emily und Anne phantasievolle Geschichten entwarfen, wurde zum Alkoholiker. 1842 absolvierten Charlotte und Emily in Brüssel eine Ausbildung in einem Pensionat für junge Damen. Dort blieb Charlotte, die sich unglücklich in den Leiter verliebt hatte, ein Jahr länger als Emily, die es fern von zu Hause nicht lange aushielt. 1846 …

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Bettine von Arnim

Bettine von Arnim

geboren am 4. April 1785 in Frankfurt/Main
gestorben am 20. Januar 1859 in Berlin

deutsche Schriftstellerin
230. Geburtstag am 4. April 2015


»Wer resigniert und sich zusammennimmt, der beweist nur, daß er mehr tot als lebendig ist. Ich bin aber nicht tot. Ich habe einen festen, starken Willen, bis in Ewigkeit – und was hast Du dagegen? – Dich zu lieben?« schreibt Bettine Brentano 1809 an Johann Wolfgang Goethe. Ihr Hunger nach Liebesbeteuerungen war unstillbar, aber nicht nur Goethe, sondern auch die Freundin Karoline von Günderrode und schließlich der geliebte Bruder Clemens, den sie erst 1802 kennenlernte, entzogen sich dem Liebeswerben der jugendlichen Schwärmerin. Drei ihrer Bücher geben Auskunft über die Erschütterungen, die Bettine in diesen Beziehungen erlebte: Goethes Briefwechsel mit einem …

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Cosima Wagner

Cosima Wagner

geboren am 25. Dezember 1837 in Bellassio
gestorben am 1. April 1930 in Bayreuth

Wagner-Chronistin, Festspielverwalterin und Regisseurin
85. Todestag am 1. April 2015


Leben wie Herkunft der „Herrin von Bayreuth”, „Hüterin des Grals”, „grande dame française” oder „Meisterin”, wie man sie nannte, waren spektakulär. Sie entstammte einer freien Liebesverbindung zwischen der Gräfin Marie d’Agoult und dem berühmten Pianisten und Komponisten Franz Liszt, stürzte sich früh in eine unüberlegte Ehe mit dem Dirigenten Bülow („wie es kam, dass wir heirateten, weiß ich jetzt noch nicht ... ohne eine Laune meinerseits, ohne eine Bewegung, namentlich ohne ein Grübeln kam es zur Hochzeit”) und war bald unglücklich. Dann verliebte sich der Komponist Richard Wagner in die 24 Jahre jüngere Frau. Eine quälende Zeit setzte ein, denn …

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Catherine Helen Spence

Frauenbild

geboren am 31. Oktober 1825 in Melrose, Schottland
gestorben am 3. April 1910 in Norwood, Südaustralien

australische Autorin, Reformerin, Feministin und Predigerin
105. Geburtstag am 3. April 2015


Ihr Lebenswerk war beeindruckend, und sie wurde “The Grand Old Woman of Australia” genannt – trotzdem geriet Catherine Helen Spence in Vergessenheit. Völlig zu Unrecht, sagen Dale Spender und andere, die sich der Erforschung historisch bedeutender Frauen widmen. Denn Spence war gleich auf mehreren Gebieten eine Pionierin. In der Literatur war Clara Morison: A Tale of South Australia During the Gold Fever (1854) der erste von einer Frau geschriebene Roman über Australien. Das wurde aber erst über zehn Jahre später klar, als Spence ihr Pseudonym “a Colonist of 1839” ablegte. Sie schrieb viele Kurzgeschichten und sechs Romane, von denen einer …

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Gisèle Freund

Gisèle Freund

geboren am 19. Dezember 1908 in Berlin
gestorben am 31. März 2000 in Paris

deutsch-französische Fotografin und Soziologin
15. Todestag am 31. März 2015


Ihr Großvater machte Ende des 19. Jahrhunderts ein Vermögen mit der Erfindung des Hosenrocks für Damen – als diese anfingen, Fahrrad zu fahren – , ihr Vater wandte sich mehr schöngeistigen Dingen zu, und so wuchs Gisèle Freund in einem gebildeten, wohlhabenden jüdischen Elternhaus auf, gegen das sie, trotz der toleranten Erziehung, schon früh rebellierte, u.a. indem sie heimlich Mitglied der sozialistischen Jugend wurde. Zum Abitur schenkte der Vater ihr eine Leica, mit der sie zu Beginn ihres Soziologiestudiums (bei Mannheim und Horkheimer), die letzte freie Großkundgebung am 1. Mai 1932 in Frankfurt fotografierte. 1931 ging sie für ein Semester …

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Wangari Maathai

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Wangari Maathai

geboren am 1. April 1940 in Nyeri, Kenia
gestorben am 25. September 2011 in Nairobi

kenianische Politikerin; Friedens-Nobelpreis 2004
75. Geburtstag am 1. April 2015


Wangari Maathai ist die erste Afrikanerin, die den Friedens-Nobelpreis erhält, der damit auch erstmals zweimal hintereinander einer Frau verliehen wird. In seiner Ehrung vom 8. Oktober 2004 würdigte das norwegische Komitee Dr. Maathai als “eine Quelle der Inspiration für alle, die in Afrika für nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie kämpfen.” Doch die 1940 geborene Maathai, die 1984 bereits mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat sich bereits früher erfolgreich in Männerdomänen behauptet: Als die Universiät Nairobi ihr 1971 den Doktorgrad in Tiermedizin verlieh, war sie die erste promovierte Frau in Ostafrika; bald darauf wurde sie zur ersten Dekanin eines Universitäts-Fachbereichs. …

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Hedwig Dohm