Frau(en) der Woche:

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Grete Stern

Grete Stern

geboren am 9. Mai 1904 in Elberfeld (heute: Wuppertal)
gestorben am 24. Dezember 1999 in Buenos Aires/Argentinien

deutsch-englisch-argentinische Fotografin und Graphikerin
15. Todestag am 24. Dezember 2014


Sie ist der »ringl« von »ringl+pit«: Weil »Stern+Rosenberg« so sehr nach »jüdischer Kleidermanufaktur« (zit. n. Mandelbaum) klinge, taufen Grete Stern und Freundin Ellen Auerbach (geb. Rosenberg) ihr 1930 eröffnetes Berliner Fotostudio für Werbe- und Portraitfotografie kurzerhand nach ihren Kosenamen aus juvenilen Tagen. Reich werden sie mit dem Studio nicht. Berühmt schon gar nicht: Ihre bisweilen surrealistisch montierten Werbeentwürfe sind zu ironisch. Zu experimentell für das meist verzopfte Unternehmertum der Weimarer Republik. Und als sich 1933 endlich erste, schleppende Erfolge abzeichnen, müssen beide Deutschland verlassen. Wegen ihrer jüdischen Wurzeln. Heute gelten ringl+pit als avantgardistische Vorzeige-Fotografinnen der Weimarer Republik. Und Grete Stern …

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Susan Sontag

Susan Sontag

geboren am 16. Januar 1933 in New York
gestorben am 28. Dezember 2004 in New York

US-amerikanische Schriftstellerin und Kritikerin, “public intellectual”
10. Todestag am 28. Dezember 2014


In allem war sie etwas früher dran, die hochbegabte Susan Sontag, die sich 14jährig bei Thomas Mann in sein Haus in Santa Barbara einlud, um mit ihm über seinen Roman Der Zauberberg zu diskutieren, mit 16 an der Universität von Chicago Französisch, Literatur und Philosophie studierte, 17jährig den Soziologen Philip Rieff heiratete, und 1959, nach Studienaufenthalten in Berkeley, Cambridge, MA (Harvard), Oxford und Paris mit ihrem siebenjährigen Sohn David nach New York kommt, um, frisch geschieden, ein neues Leben anzufangen. Geprägt von europäischen Kunst- und Denkwelten, versorgt sie Amerika mit Nachrichten über das französische Kino, über europäische Fotografie, über Bataille, …

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Amy Beach

amy beach

geboren am 5. September 1867 in Henniker, New Hampshire
gestorben am 27. Dezember 1944 in New York

US-amerikanische Komponistin und Pianistin
70. Todestag am 27. Dezember 2014


Die Kritiker waren ratlos: Amy Beachs Musik erhielt sowohl die Attribute “männlich” als auch “weiblich”. 1892 wurde ihre Es-dur-Messe in Boston uraufgeführt. Ihre Gaelische Sinfonie e-moll, die erste einer Amerikanerin überhaupt, erklang mit großem Erfolg vier Jahre später. Ihr Klavierkonzert cis-moll hob die Pianistin 1899 mit dem Boston Symphony Orchestra selbst aus der Taufe. Unter den Komponisten und Komponistinnen ihrer Generation war sie diejenige, deren Werke am häufigsten aufgeführt wurden (A. F. Block). Sie komponierte rund 300, oft großformatige, Werke, die alle veröffentlicht und aufgeführt wurden – für eine KomponistIN eine Sensation. Amy Cheney war ein Wunderkind; sie besaß das …

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Elisabeth Petrowna

Elisabeth Petrowna

geboren am 29. Dezember 1709 in Kolomenkoje
gestorben am 5. Januar 1762 in St. Petersburg

russische Zarin
305. Geburtstag am 29. Dezember 2014


Elisabeth Petrowna, uneheliche Tochter Peter des Großen und eines Bauernmädchens, ging als eine der genusssüchtigsten Herrscherinnen in die Geschichte ein. 15000 kostbare Kleider fand man nach ihrem Tod in der Garderobe. Darunter Männerkleider, die sie auf ihren Metamorphosen-Bällen oder beim Reiten trug, wenn sie ihren Gefolgsleuten davongaloppierte. Jagen, Tanz, Theater waren ihre großen Leidenschaften. Große Politik interessierte sie vorerst weniger. Lieber amüsierte sie sich auf ihrem Landgut, wo sie die Lebensbedingungen der Bauern verbesserte und russische Gerichte kochte. Ihr Verlobter starb noch vor der Hochzeit an Pocken. Von da an pflegte sie diejenigen, die ihr nahestanden, lieber selbst, mochten deren …

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Rose Stoppel

Frauenbild

geboren am 26. Dezember 1874 in Bündken, Ostpreußen
gestorben am 20. Januar 1970 in Hamburg

deutsche Botanikerin und Pflanzenphysiologin
140. Geburtstag am 26. Dezember 2014


Rose Stoppel wuchs als jüngste von sieben Geschwistern auf einem Gutshof in Ostpreußen auf. Sie interessierte sich nicht für Puppen, wohl aber für alles Getier auf dem Gutshof, ganz besonders für die Pferde, für die sie bis ins hohe Alter eine Vorliebe behielt. Roses Vater starb früh, und ihre Mutter musste die Leitung des Gutes übernehmen. Nach ihrer Schulzeit arbeitete Rose 12 Jahre lang als Hausgehilfin, was ihr überhaupt nicht zusagte. Nach einem längeren Besuch bei ihrer im Kaukasus verheirateten Schwester beschloss sie, beeindruckt von der urtümlichen Naturlandschaft, Botanik zu studieren. Zur Vorbereitung darauf machte sie zunächst eine Gartenbaulehre und …

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Sissy Spacek

Frauenbild

geboren am 25. Dezember 1949 in Quitman, Texas

US-amerikanische Schauspielerin
65. Geburtstag am 25. Dezember 2014


Seit über 35 Jahren hat Sissy Spacek in einer Vielfalt von Rollen für Film und Fernsehen ihr schauspielerisches Talent immer wieder bewiesen. In ihrer Frühzeit spielte die geborene Texanerin junge, empfindsame Mädchen wie Carrie in dem gleichnamigen Steven-King-Thriller (Carrie – des Satans jüngste Tochter, 1977), der ihr ihre erste Oscar-Nominierung einbrachte. In ihrer zweiten Phase überzeugte die Schauspielerin als starke, unabhängige Kämpferin in Rollen wie der der Country-Sängerin Loretta Lynn aus Coal Miner’s Daughter (dt: Nashville Lady; 1980), wofür sie ihren bisher einzigen Oskar bekam. In den späteren Charakterrollen hat sie komplexe Figuren von oft erschütternder Tiefe und Wirkung gespielt: …

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Hedwig Dohm